Wussten Sie, dass es bereits seit 1998 eine eigene Internet-Zeit gibt? Kreiert von Swatch hat das Internet seine eigene Zeitzone - eine, die global gültig ist. Und somit eine bessere internationale Zeitabstimmung ermöglicht.

Vorbei das Umrechnen “wie spät ist es jetzt in ….”, vorbei ein umständliches Abstimmen internationaler Termine. Im Cyberspace gibt es weder Tag noch Nacht. Der regionale Standort des Surfers ist unwesentlich. Das meinte zumindest Nicolaus Negroponte, der Cyberguru vom MIT Media Lab im Jahr 1998 und empfahl das Einrichten einer globalen Zeit. Swatch griff diese Anregung auf und schon zu Weihnachten im gleichen Jahr gabs es die erste Uhr mit Cyberzeit-Anzeige.

Und so funktioniert die Internet-Zeit:

Der Tag wird in 1.000 Teile = 1.000 .beats aufgeteilt, die von 0 bis 999 bezeichnet werden. Eine Einheit dauert damit 86.4 Sekunden. Begonnen wird während der Winterzeit um 0 Uhr MET und zur Sommerzeit um 1 Uhr MESZ. Dafür wurde unter anderem ein neuer Meridian durch Biel (Schweiz) festgelegt, wo sich die Geburtsstätte und der Hauptsitz von Swatch befinden. Biel Mean Time oder BMT.
Ein Tag der Internet Zeit beginnt um @000 Swatch .beats (entspricht Mitternacht UTC +1). 12 Uhr Mittag würde demnach @500 entsprechen.

Der Internet-Zeit Standard wurde am 23.Oktober 1998 fixiert, hat sich aber bis heute nicht wirklich durchgesetzt.

Hier eine aktuelle Anzeige mit Tag, Datum und Uhrzeit regional (auf meine Zeitzone bezogen = UTC +2) und am Ende die Internetzeit: