Sa 3 Nov 2007
Wie gross ist wohl wirklich das Internet?
Geschrieben von ijb in Kategorie Tatort Internet , Kommunikation
Vor ein paar Tagen bin ich in einem Forum über diese Frage gestolpert. Und war ehrlich verblüfft, welche Infos da plötzlich von allen Seiten kamen…..
Am besten gefiel mir dieser Beitrag, in dem es bereits 2005 heisst:
Irgendwie war da bei uns im Info-Vorkurs eine interessante Idee entstanden: Wir drucken uns das Internet aus. Das ganze Internet.
Ich habe da mal ein bisschen dran rumgerechnet.
Seit dem siebten Geburtstag der Firma Google im September 2005 wird die Größe des Index nicht mehr auf der Hauptseite angezeigt, da laut Eric Schmidt keine eindeutige Zählweise existiere. Aktuell gibt Google auf seinen Seiten einen Index von „mehr als 8 Milliarden Webseiten“ an. [Quelle: wikipedia] Dabei kennt Google ja nicht mal alle Seiten, weil ja viele für Suchmaschinen gesperrt sind.
Man kann auf dieser Seite den world wide traffic verfolgen und sehen, welche Kontinente grade aktiv sind. Auch ganz spannend. Aber Auskunft über die tatsächliche Grösse des heutigen Internet gibt auch das nicht wirklich.
Diese Frage beschäftige auch einige US-Forscher so sehr, dass sie zwei Monate lang Internet-Adressen gezählt haben. Jetzt im Oktober kamen sie zu einem Resultat. Nach Ansicht von John Heidmann und Yuri Pradkin von der University of Southern California ist es die erste vollständige Zählung des Internets seit mehr als zwei Jahrzehnten. Die letzte sei 1982 durchgeführt worden. Damals hingen gerade mal 315 Computer am noch nicht wirklich weltumspannenden Datennetz. Bis heute sind einige hinzugekommen: Mehr als 2,8 Milliarden sogenannte IP-Adressen, die Hausnummern des Datennetzes, mussten die Wissenschaftler abklopfen.
Dafür brauchten sie nicht weniger als 62 Tage. Rund um die Uhr sendeten drei automatisch arbeitende Rechner Anfragen an jede einzelne dieser Adressen. Mit sogenannten Pings, winzigen Nachrichten, die einfach nur “Hallo, ist da wer?” fragen, durchforsteten sie das Web nach aktiven Computern.
Viele dieser Anfragen blieben unbeantwortet. In immerhin 61 Prozent der Fälle blieben die angepingten Rechner stumm. Zudem hätten sie oft Antworten wie “bitte nicht stören” oder “keine Informationen verfügbar” erhalten. Netzwerkadministratoren schützen ihre Router und Firewalls mit solchen Nachrichten vor unnötigem Netzverkehr.
Zusätzlich druckten Heidmann und Pradkin eine Version ihrer Karte aus, bei der sie jeder IP-Adresse genau ein Pixel zuwiesen. Das Ergebnis ist ein Ausdruck von rund 7,5 Quadratmetern Grundfläche - zu groß für die Universitätsräume, denn wie auf Fotos zu sehen ist, mussten die Forscher ihre Karte bis unter die Decke verlängern.
Jetzt taucht natürlich die Frage auf, ob in den neuen Navigationssystemen diese Karte auch schon eingespeist ist…..
;-)
November 3rd, 2007 at 19:11
Nicht ganz ernst zunehmende Antwort auf Deine Frage
http://www.das-ende-des-internets.de/