Di 20 Dez 2005
Unternehmer werden ist nicht schwer….
Geschrieben von ijb in Kategorie Tatort Unternehmen , MotivationUnternehmer werden ist nicht schwer -
Unternehmer sein dagegen sehr….
Unternehmer sein ist wie das Steuern eines Schiffes auf einem Gewässer. Die Wahl des Bootes und der persönliche Einsatz sind abhängig von der Beschaffenheit und vom Verlauf des Flusses.
Es gibt detaillierte Aufgaben, die hervorragend an Spezialisten delegiert werden können und es gibt ruhige Zeiten, die weniger Präsenz erfordern. Das Ziel der Fahrt muss der Kapitän allerdings kennen und auch die Kontrolle über die Einhaltung der Route muss er selbst ausführen. Und es gibt schwierige Passagen, in denen er selbst am Steuer stehen und mit eigenem Einsatz das Vorankommen sichern muss.
Das Abenteuer “Selbständigkeit” hat viele Vorteile, aber - wie alles im Leben - auch Nachteile. Wenn Sie mit den Nachteilen nicht umgehen können, ist das zwar keine Schande. Sollte Sie aber dazu anhalten, sich auf keinen Fall selbständig zu machen. Denn:
» Sie sind immer Ihr eigener Chef - und somit immer selbst verantwortlich. Nicht nur fürs Gelingen, sondern natürlich auch fürs Scheitern!
» Die Arbeitszeit wird in erster Linie durch Kunden geregelt - nicht durch Sie. Wenn Sie gelernt haben, Ihre Termine einzuteilen, klappt das bestens.
Mein Tipp:
Suchen Sie Kontakt mit anderen Selbständigen. Denn diese haben die gleichen Sorgen und Probleme wie Sie selbst. Ja, unlaublich aber wahr ![]()
Freuen Sie sich mit anderen Unternehmern über die vielen Vorteile, die eine Selbständigkeit bringt. Und diskutieren Sie über anstehende Probleme. Nicht jammern, diskutieren! Das bedeutet, eine positive Lösung für das Problem zu suchen.
Unternehmer und Unternehmerinnen brauchen Verbündete. Weil sie auf sehr vielen Bühnen so flexibel agieren müssen. Und mehr als nur das finanzielle Risiko tragen. Deshalb ist es gut, wenn sie sich in Verbänden und Netzwerken zusammenfinden. Und dort nicht nur in der rein inhaltlichen, beruflichen Seite Unterstützung finden, sondern auch auf der Gefühlsebene angenommen werden.
Es ist lebensverlängernd wenn sich Menschen dafür interessieren, wie es uns wirklich geht. Ganz besonders wenn wir an das Weitergeben denken müssen, das Loslassen. Dann ist es gut, wenn andere da sind, die diesen Prozess vielleicht schon durchlebt haben. Einen Prozess, der so ganz stark emotional besetzt und gesteuert ist.
Also eigentlich ganz einfach:
Wer keine Arbeitskollegen hat, muss sich dafür Berufskollegen suchen.
Viel Erfolg dabei!