Schon mal das “undisclosed recipient” oder “verborgene Empfänger” in einer Emailadresse bemerkt? Sieht doch irgendwie dubios aus, oder nicht?

Immer wieder landen Emails in meinem Postfach mit dieser Adresse im Feld “An:”. Und immer wieder kann ich nur den Kopf schütteln darüber. Weil es höchst seltsam aussieht und dabei doch so einfach zu vermeiden wäre.

Wie entsteht der Eintrag “undisclosed recipient” im Adressfeld einer Email?

Sehen wir uns mal den Massenversand mit einem herkömmlichen Emailprogramm genauer an:
Wenn Sie ein- und dieselbe Email an viele Empfänger gleichzeitig versenden wollen, sollten Sie auf keinen Fall jede Empfängeradresse als direkten Adressaten einsetzen. Denn damit entsteht die unangenehme Endlos-Liste, mit der jede einzelne Email offen dargelegt ist und von jedem Empfänger ausgelesen werden kann. Besser ist es also, jeden Empfänger als BCC einzutragen. BCC heisst “blind carbon copy”, was bedeutet, dass der Adressat versteckt bleibt. Nur in der selbst erhaltenen Email ist die betreffende Adresse sichtbar. Für alle anderen Empfänger bleibt sie versteckt - eben blind.

Massen-EmailsSo weit so gut. Jetzt haben Sie aber noch immer keine Adresse, die im “An”-Feld steht. Richtig? Ihr Emailprogramm zwingt Sie auch nicht, eine direkte “An”-Adresse einzutragen. Wenn BCC’s vorhanden sind, genügt das. Wenn Sie also nun auf “Absenden” klicken, geht die Email raus - ohne Probleme. Und genau jetzt setzt die Software - quasi der Form halber - eine allgemeine “An”-Adresse ein. Eben “undisclosed recipient” oder “verborgene Empfänger”. Je nachdem, welche Sprache Ihr Emailprogramm intern spricht.

In Zeiten, in denen Massenemails (auch Bulk genannt) von vielen Mailservern und Mailprogrammen als Spamschutz bereits geblockt werden, ist das gar nicht schön. Sie wollen doch, dass die Empfänger Ihre Email auch erhalten. Dann setzen Sie doch bitte ab heute in das Feld “An” Ihre eigene Emailadresse ein! Die braucht nicht versteckt zu bleiben.

Sieht doch gleich besser aus!
;-)