Mit 1.Juli 2008 tritt die Neuberechnung der NOVA (Normverbrauchsabgabe) bei Neufahrzeugen in Kraft. Sie soll ein weiterer Schritt in eine ökologische Zukunft sein und ein Beitrag zum Klimaschutz. Schliesslich ist Österreich eins der Schlusslichter, wenn’s um die Erreichung der Ziele des Kyoto-Protokolles geht.
“Die Neugestaltung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) beispielsweise greift viel zu kurz und ist zur ökologischen Alibi-Handlung verkommen.” sagt bereits jetzt Alexander Egit, Geschäftsführer von Greenpeace CEE.
Schauen wir mal genauer hin:
Neuberechnung:
Der Endpreis für einen neuen Wagen wird ab 1. Juli 2008 so berechnet:
Nettopreis
minus erfeilschtem Nachlass
plus Nova und Co2-Strafzahlung,
minus Förderung Partikelfilter,
minus Bonus CO2, NOx oder Alternativantrieb,
plus Mehrwertsteuer.
Es gibt also ein Monus/Malus-System, das auf Emmissionswerten beruht. Klingt ja ganz gut. Eins der Ziele sollte ja sein, die Unmenge an uralten gebrauchten Autos endlich von deer Strasse zu bringen.
Über diesen Link erhalten Sie Details bezüglich der KFZ-Typen:
Leitfaden über Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen
Gewinner der neuen Regelung sind Neuwagen, deren Kohlendioxid-Ausstoß unter 120 Gramm pro Kilometer liegt. Damit werden Kleinwagen wie Ford Fiesta, Citroen C2, Daihatsu Cuore, der neue Fiat 500, aber auch der Audi A3 1,9 Diesel um 360 Euro Nova-Bonus billiger. Weitere Gewinner sind Fahrzeuge mit Alternativantrieb wie Toyota Prius Hybrid oder Lexus RX 400 Hybrid. Für sie wird es einen Bonus in Höhe von 600 Euro geben.
Verlierer hingegen sind Autos, deren Kohlendioxid-Ausstoß über 180 Gramm pro Kilometer liegt. Die Normverbrauchsabgabe wird um 30 Euro je zu viel ausgestoßenem Kohlendioxidgramm pro Kilometer erhöht. Bei einem Porsche 911 Carrera wäre das 2.050 Euro mehr, bei einem Kia Sportage 600 Euro mehr, bei einem BMW 325 i 450 Euro oder bei einem Mercedes V320 300 Euro mehr. Am meisten gekauft werden jedoch Autos, deren CO2-Ausstoß zwischen diesen beiden Werten liegt.
Finanzminister Molterer sprach von einem “sehr klaren Signal an die Industrie”, die darauf “richtig reagieren” werde. Mehreinnahmen aus der NoVA erwartet er nicht, sollte es doch zu Mehreinnahmen kommen, sollen diese dem Klimafonds zur Verfügung gestellt werden.
Nach dem heutigen Stand würden rund 20 bis 25 Prozent der Fahrzeuge in den Genuss eines Bonus kommen, etwa 20 Prozent würden mit einem Malus belegt werden. Mit der Verschärfung der Emissionsgrenze ab 2010 wären es 40 Prozent - Lenkungseffekte noch nicht eingerechnet.
Hmmm, und wer zahlt die Zeit, die ein Händler jetzt pro Rechnung länger zum Schreiben/Rechnen braucht? Wie immer bleibt die Hauptlast der Mehrarbeit am Einzelhandel hängen.
Auch Motorräder unterliegen der NOVA - allerdings bezogen auf den Hubraum. Ich bin nun mehr als gespannt, wie sich das Bonus/Malus-System auf die einspurigen umlegen lässt……