Fr 8 Sep 2006
Zitat aus einem aktuellen Bericht auf dialerschutz.de:
Bis vor zwei Jahren stand die Schmidtlein GbR vor allem für Seiten, auf denen viel versprochen wurde, dann aber vor allem eines wartete: ein hoch tarifierter Dialer, der pro Einwahl bis zu 30 Euro über die Telefonrechnung kassierte. Geradezu legendär ist mittlerweile der Bericht des Kinderkanals „Kika“ über zwei Mädchen, die sich einst auf dem Weg nach Büttelborn machten. Sie hatten für ein Schulreferat nach Informationen über Reptilien gesucht, waren auf einer Schmidtlein-Seite gelandet – und zahlten viel Geld für nichts sagende Informationen. Ihr Versuch, die Brüder vor Ort in Büttelborn zur Rede zu stellen, scheiterte an der Haustür der geschäftstüchtigen Brüder.
Seitdem standen schon viele Journalisten vor der Tür der Schmidtlein GbR. Sogar Demonstrationen gegen die Geschäftsgebaren der Firma wurden schon organisiert. Die Brüder ließen sich davon nicht beirren.
Da sich speziell in den letzten Monaten die Fälle häufen (siehe auch mein Bericht vom 1.6.2006), strengt nun der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) nach zahlreichen Abmahnungen gegen die Firma Andreas & Manuel Schmidtlein GbR aus Büttelborn ein Gerichtsverfahren zur Gewinnabschöpfung an, weil auf den rund 20 Internetseiten des Unternehmens die Angaben zu Kosten und anderen Vertragsbedingungen nur versteckt aufgeführt gewesen seien.
Es wurde nachgebessert auf den Webseiten. Streng rechtlich gesehen dürfte inzwischen alles so sein, wie es muss. Und doch ist es so geschickt verpackt, dass nach wie vor viele - speziell Jugendliche natürlich - in diese Internet-Falle tappen.
Da steht z.B. gleich neben dem Formular mit den Registtrierungsdaten:
“Ihre Testzeit verändert sich nach Ablauf des Anmeldetages (ab 24:00 Uhr) zu einem Abo zum Preis von 7 Euro incl. Mehrwertsteuer monatlich bei einer Laufzeit von 24 Monaten mit einer jährlichen Abrechnung im Voraus.”
Da sind immerhin 168 Euro, die im Grunde nicht für Informationen zu Lehrstellen zu bezahlen sind, sondern für relativ wertlose “450 Berufsbilder” - denn diese erhält jeder kostenlos bei der österreichischen Wirtschaftskammer bzw. der deutschen IHK. Natürlich auch bei jedem Arbeitsamt.
Darunter steht dann aber noch:
“Keine Testzeit für Kunden aus Österreich.”
Somit ist sofort bei Abschluss der Registrierung das Abo fällig - sofern man Österreicher ist. Warum? Nun, weil das Widerrufsrecht derart kompliziert gestaltet ist, dass es nach österreichischem Recht nicht greift. Denn hier wird zwar auf eine Frist “von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform (z.B. Brief, Fax, E-Mail)” hingewiesen. Allerdings heisst es gleich weiter:
Das Widerrufsrecht des Kunden erlischt vorzeitig, wenn der Dienstleister mit der Ausführung der Dienstleistung mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden vor Ende der Widerrufsfrist begonnen hat oder der Kunde diese selbst veranlasst hat.
Das bedeutet im Klartext, dass das erstmalige Einloggen in den internen Bereich bereits genügt. Denn damit veranlasst ja der Kunde bereits von sich aus ein Ausführen der Dienstleistung.
Bleibt zu hoffen, dass diesmal die Staatsanwaltschaft die nötigen Mittel und Wege findet, dem Treiben des Brüderpaares ein endgültiges Ende zu setzen. Im Jahr 2003 musste das Verfahren eingestellt werden. 2006 sollte es anders sein….
September 8th, 2006 at 12:09
….mir fehlt allerdings der Glaube daran.
Es gibt einfach viel zu viel Schlupflöcher in den Gesetzen.
September 8th, 2006 at 20:09
ich bleib auf jeden fall dran - google alerts sollte mich am laufenden halten, wenn irgendwo was dazu spruchreif wird.
Oktober 6th, 2006 at 07:10
die unendliche Geschichte der Brüder Schmidtlein
Seit langem kämpfen Staatsanwaltschaft, Verbraucherzentren und natürlich die abgezockten Konsumenten gegen das Brüderpaar Schmidtlein aus Büttelborn in Südhessen.
…
Oktober 7th, 2006 at 06:10
[…] Ermittelt wird bereits von einigen Stellen wegen Betrugs, Erpressung und Nötigung. Ich habe schon einmal über die Masche der Schmidtleins berichtet - in der sich auch schon Freunde bzw. deren Kinder verfangen haben. Es kann aber gar nicht oft genug vor solchen Internet-Fallen gewarnt werden! […]
November 4th, 2006 at 19:11
ich hasse diese seite von den 2 brüdern die sind voll a……….. und machen so was. man kann ja überall lehrstellen haben und die sogar gratis nicht noch 84 euro zu zahlen ich sages euch zahlt einfach nichts!!!!!
November 17th, 2006 at 11:11
[zu lehrstelle-heute.com]
Mann bekommt nicht mal eine Rechnung zugestellt sonder man droht schon gleich mit Rechtanwalt. Ich glaube das Der Rechtanwalt Olaf Tank der Triter verbündeter ist der schickt auch gleich eine Mahnbescheid mit den Betrag man soll sofort 123 ,€ zahlen.
Wenn man bei Herrn Tank anrufen möchte dann landen Sie bei AB der sie ständig foppt und immer hin und her verbindet so kassieren sie wiederum Geld für Ihre Wartezeit. Nicht anrufen gleich Widerspruch legen und anzeige erstatten.
November 30th, 2006 at 02:11
hi leute!
Habe mich bei lehrstelle-heut.com angemeldet-unbewuust, aus Dummheit!
Bekamm heute eine Rechnung in Höhe von 84Euro Jahresbeitrag!
(Vertrag gültig für 2Jahre)
Ich nutze die Seite nicht, da ich studiere….
Habe eine Widerrufsmitteilung gemailt,als Antwort erhielt ich ne tolle Mail.
Ich habe die 14tägige Widerrufsmöglichkeit verpasst und muss das Geld binnen 7 Tagen überweisen! Sonst bekomme ich eine Mahnung, Anwalt…usw
Wie komme ich da raus!?
Kann mir jmd helfen?
biite um Antwort!
Dezember 2nd, 2006 at 07:12
hallo cori,
schau mal da drauf:
http://www.konsument.at/konsument/detail.asp?id=26823
gibt auch einen weiterführenden link zu mehr infos dazu. keine panik - mit ein wenig hartnäckigkeit kommt man anscheinend doch raus.
viel glück
ingrid
Februar 9th, 2007 at 16:02
Ich habe mich leider auch vor 3 oder 4 Wochen dort angemeldet und habe nun einen Bescheid bekommen, in den nächsten 10 Tagen 123 Euro zu überweisen.
Was oll ich denn nun tun?
Soll ich das geld überweisen? oder zur Verbraucherzentrale? oder gar nichts machen und alles weitere ignorieren?
Und mit welchen Folgen muss ich rechnen wenn ich nicht überweise?
Februar 9th, 2007 at 18:02
hallo sky,
ich nehme mal an, dass Du in Deutschland lebst und Dir unser Konsumtentenschutz nicht helfen kann. Lies dDir mal diesen Artikel in Ruhe durch:
http://www.guter-rat.de/ratgeber/artikel_208396.html
Da wird Hilfe genannt.
Alles Gute und Grüsse
Ingrid
April 30th, 2007 at 11:04
hey leute bin auch reingefallen hab voll schiss wegen dem rechtsanwalt könnt ihr mir helfen
April 30th, 2007 at 13:04
servus sandra,
hab ich einen link gepostet, der dir sicher weiterhilft.
nicht die nerven wegschmeissen. ein stückchen weiter oben (kommentar nr.
alles gute
ingrid
August 22nd, 2007 at 22:08
Niemand muss zahlen. Die können keinem nachweisen dass man persönlich auf der Seite war. Und wenn jemand wirklich so blöd ist und seine richtige Adresse im Internet angiebt, hat es verdient diesen Betrag zu zahlen!! Ich habe mich auf allen Seiten angemeldet. Am besten man geht über eine fremde WLan IP Adresse ins Internet. Dann kann überhaupt nichts passieren!!!
August 27th, 2007 at 08:08
@ sepp
ist zwar eine möglichkeit, aber keine empfehlenswerte - sorry. weil man sich selbst strafbar macht, wenn man bewusst unrichtige angaben macht. und im wirklichen ernstfall doch die daten vom provider herausgegeben werden müssen.
auch hier wie bei den sms ist es der einzige echte schutz, wenn man es sich überlegt und lieber nochmal genau schaut, sobald bei einer registrierung mehr als ein nichname und eine emailadresse zwingend verlangt werden.