Sie kennen sicher den Paketdienst DPD - in meinem Gebiet wird er vom Schachinger Paketdienst in Hörsching übernommen. Bisher hatte ich kaum damit zu tun - in den letzten Wochen allerdings gleich zweimal. Und jedesmal mit leichtem Chaos und dann doch gutem Ausgang.

Das erste Mal ging’s um das Modem des Providers, das aan meiner neuen Adresse installiert werden sollte. Ich war ja noch gar nicht eingezogen - das Internet sollte vor mir da sein. Unglücklicherweise schickte der Provider das Paket aber bereits an diese neue Adresse. An der ich zu dieser Zeit höchstens zweimal die Woche für kurze Zeit war. Glücklicherweise rechtzeitig,um die zweite Verständigung des DPD-Zustellers vorzufinden. Eine erste Verständigung hatte ich nirgends gefunden. Mit einigem Telefonieren und dem guten Willen der Fee am Telefon wurde das Paket an meine alte Adresse umgeleitet und kam am nächsten Tag auch wirklich an.

Das zweite Mal hatte ich gestern mit dem Paketdienst zu tun. Als ich gegen Mittag von einem Kunden ins Büro kam, fand ich wieder eine Verständigung - ein Paket konnte nicht zugestellt werden. Wieder war es bereits die 2.Verständigung. Irgendwie beschlich mich das Gefühl “es gibt gar keine ersten Verständigungen mit Datum und Zeitangabe eines neuerlichen Zustellversuches”. Also wieder telefoniert. Diesmal war keine gute Fee am Telefon, sondern eher der “böse Onkel”, der mir gleich zu verstehen gab “unser Service kann nur funktionieren, wenn Sie auch da sind” Mein Einwand, dass ich ja nicht wüsste, ob und wann ein Paket an mich zugestellt werden würde, liess er nicht gelten. Auch mein Hinweis, dass ich keine “erste Verständigung” erhalten hatte, wies er von sich. “Unsere Fahrer sind daran interessiert, die Pakete zuzustellen. Der Fahrer war am Freitag bei Ihnen - Sie waren nicht da. Das zeigen unsere Aufzeichnungen.”

Es gibt eine Online-Sendungs-Verfolgung. In der steht, dass der Fahrar am Freitag um 14:43 einen erfolglosen Zustellversuch eingetragen hatte. Hmmm, da saß ich mit drei Kunden aber im Büro. Hatte er nicht geläutet? Auch das fragte ich den Mann am Telefon. “Das setzen wir für selbstverständlich voraus, dass unsere Fahrer läuten” bekam ich als Antwort. Guter Mann, wo haben Sie denn geläutet? Bei mir nicht.

Einige Debatten folgten, es wurde mir ein neuerlicher Zustellversuch für nachmittags zwischen 13:00 und 15:00 angekündigt. Was auch wieder perfekt geklappt hat.

Mein Fazit daraus:
DPD als Zustelldienst für Firmen, bei denen jederzeit jemand anwesend ist, um Pakete anzunehmen - ja, sicher! Denn der Service scheint gut zu sein, ist auf jeden Fall schnell und die Online-Verfolgungsmöglichkeit auch tadellos.
Für Sendungen an Private oder an Firmen wie mich, die nur aus einer Person bestehen - nein! Unbrauchbar, da man vorher nicht erfährt, dass ein Paket zugestellt werden soll. Telefonisches Aviso ist nicht möglich. Auch eine direkte Kommunikation mit dem Fahrer ist nicht möglich (keiner der Fahrer hat angeblich ein Handy). Und man/frau kann ja nicht ständig am Schreibtisch sitzen bleiben, wenn draussen die Aufträge warten.

Was bisher noch immer ungeklärt ist:
Gibt es überhaupt eine “erste Verständigung” bei DPD? Oder steht’s nur so auf den Formularen? Denn nach der ersten Benachrichtigung sollte der Fahrer ausfüllen, an welchem Tag um welche Uhrzeit er wieder kommt. Damit man Bescheid weiss und anwesend ist. So sieht es zumindest das Formular vor……

Ich verstehe schon, dass auch die Fahrer genervt sind, wenn sie den agen leer bekommen wollen und die Pakete nicht abgeliefert werden können, weil niemand da ist. Da stimmt dann aber am System etwas nicht - oder täusche ich mich da? Wie wär’s, liebe DPD’ler, wenn man nicht jeden Auftrag blind annehmen würde, sondern den Auftraggeber gleich mal vorweg fragt, ob denn die Zustelladresse auch wirklich “zustellbar” ist?