Mi 16 Nov 2005
Die wahren Abenteuer sind im Kopf
Geschrieben von ijb in Kategorie Tatort Unternehmen , Motivation (edit this)“Die wahren Abenteuer sind im Kopf,
und sind sie nicht im Kopf, dann sind sie nirgendwo.”
(Andre Heller)
Gedanken können nicht wirklich “Berge versetzen”, auch wenn ein geflügeltes Wort das behauptet. Sie wissen das - und ich natürlich auch. Und trotzdem spielt sich ein Grossteil Ihres Alltags hauptsächlich in Ihrem Kopf ab.
Was sind Gedanken überhaupt?
Hier ein Auszug dazu aus einer Seite, die sich mit Yoga beschäftigt:
(http://www.yoga-vidya.de/)
“Die Gedanken übertreffen die Geschwindigkeit des Lichts. Während das Licht im Vakuum mit einer Geschwindigkeit von 300.000 km / Sekunde unterwegs ist, reisen die Gedanken praktisch im Handumdrehen. Die Gedanken sind feiner als Äther, dem Medium der Elektrizität. Beim Rundfunksender in Kalkutta singt jemand ein wunderschönes Lied. Man kann der wundervollen Stimme im Radio zu Hause in Delhi lauschen. Alle Botschaften werden drahtlos empfangen.
Das Gehirn funktioniert wie eine drahtlose Maschine. Ein Heiliger in innerem Frieden, Selbstvertrauen, Harmonie und spiritueller Wellenlänge sendet Gedanken der Harmonie und des Friedens hinaus in die Welt. Sie reisen mit Lichtgeschwindigkeit in alle Richtungen, sie erreichen den Geist der Menschen und erzeugen auch in ihnen ähnliche Gedanken der Harmonie und des Friedens. Wohingegen ein weltlicher Mensch, dessen Geist voller Eifersucht, Rache und Hass ist, misstönende Gedanken in die Welt hinaus sendet, die auch den Geist Tausender erreichen und in ihnen ähnliche Gedanken des Hasses und der Zwietracht erzeugen.”
Auch wenn ich es nicht ganz so extrem sehe, weiss ich doch aus Erfahrung, dass man sehr viel mit seiner Vorstellungskraft und der Intensität der Gedankenwelt erreichen kann.
Jemand sagte mal zu mir:
“Wünsch es Dir nicht zu sehr. Du könntest es bekommen.”
Und das stimmt! Was Sie denken, werden Sie erreichen. Sofern es im Bereich des real Möglichen liegt. Wenn Sie denken: “Es wäre schön, wenn…. Aber das werd ich wohl nie erreichen.”, dann setzen Sie automatisch selbst bereits die Tatsache fest, dass Sie es auch nie erreichen werden.
Wenn Sie über Ihr Gegenüber denken “also mit dem komm ich nicht klar”, dann werden Sie auch niemals einen Zugang zu diesem Menschen finden.
Jeder Gedanke hat eine Verbindung zu einer endlosen Kette von Ursachen und Wirkungen. Jede Folge wird zur Ursache, und jede Ursache hat eine Auswirkung. Jede Verbindung in der endlosen Kette ist mit den drei Komponenten von “Wunsch, Gedanke und Handlung“ verschweißt. Ein Wunsch regt einen Gedanken an; ein Gedanke verkörpert sich selbst als eine Handlung. Die Handlungen erzeugen die Auswirkungen.
Was hat das alles mit Business zu tun, fragen Sie jetzt?
Ganz einfach: Ihre unterbewusste Gedankenwelt bestimmt auch Ihren Arbeitsalltag. Die Einstellung, mit der Sie morgens Ihre Arbeit beginnen, prägt den ganzen Tag.
Gehören Sie zu den Jammerern? Die jeden Tag allen erzählen, wie schwierig doch die Wirtschaftslage ist und wie schwer man es heutzutage hat, erfolgreich zu sein?
Oder gehören Sie zu den ewigen Verlierern? Denjenigen, die fest der Ansicht sind, dass “man es unter diesen Umständen sowieso nie schaffen kann”?
Sagen Sie sich auch oft: “Ja, das wäre schon toll. Aber um zu funktionieren, müsste halt …..” Alles andere rund um Sie müsste sich verändern, besser werden, anders sein?
Kommen Sie raus aus Ihrem “Gedankenhaus”. Denken Sie mal über Dinge nach, die Sie vorher noch nie in Frage gestellt haben. Dinge, die “sowieso nie zu ändern sind”. Sie werden feststellen, dass bei anderer Betrachtensweise plötzlich auch Wege und Möglichkeiten auftauchen, die Sie vorher noch niemals wahr genommen haben.
Denn unsere Gedanken können auch zu unserem Gefängnis werden. Wenn wir es zulassen. Wenn wir nicht über den Tellerrand zu schauen wagen, sondern uns einkerkern lassen in Gewohnheiten. Fangen lassen in der Routine, die wir jeden Tag praktizieren.
Öffnen Sie Ihren Geist - und damit Ihre persönliche Einstellung - für Neues, Anderes. Für Ansichten, die bisher “nicht die Ihren” waren. Versuchen Sie, die Gedankenwelt anderer zu verstehen. Fragen Sie nach dem Warum - warum andere anders denken.
Was hier für Sie sehr theoretisch klingen mag, lässt sich leichter umsetzen, als Sie heute denken. Schon wieder “denken”….
Positiv denken ist zu einem Schlagwort geworden. Und doch wird es noch viel zu wenig praktiziert. Denn auch im Business braucht es positive Gedanken, um erfolgreich zu sein. Natürlich können Sie sich Ihre ungeliebten Mitbewerber nicht einfach “weg-denken”. Wäre eigentlich nicht schlecht, oder?
“Gedanken beeinflussen den Gesichtsausdruck
Das Gesicht ist wie ein herkömmlicher Tonträger. Was auch immer gedacht wird, es steht in das Gesicht geschrieben. Jeder verwerfliche Gedanke legt sich auf das Gesicht nieder. Das Gesicht ist mit Narben und Wunden durch schlechte Gedanken, wie Hass, Ärger, Lust, Eifersucht, Rache usw. übersät. Aus den Narben auf dem Gesicht lässt sich sofort der Zustand des Geistes ablesen. Man kann sofort die Krankheit des Geistes erkennen.”
(Auszug aus http://www.yoga-vidya.de/ )
Überlegen Sie jetzt kurz:
Mit welchen Menschen machen Sie eher Geschäfte?
Genauso denken Ihre Geschäftspartner auch!
November 16th, 2005 at 20:11 e
Zitat:
“Auch wenn ich es nicht ganz so extrem sehe, weiss ich doch aus Erfahrung, dass man sehr viel mit seiner Vorstellungskraft und der Intensität der Gedankenwelt erreichen kann.”
Ich sehe es allerdings extrem…
)) Ich bin davon überzeugt, dass wir Menschen unser Leben ausgehend von unseren Gedankengängen “einrichten”.
Wenn diese “Einrichtung” nicht so kommt oder ist, wie gedacht, dann haben wir in uns noch versteckte Blockaden oder uns nicht nützliche Gedankenwege. Sie liegen im Unbewussten und mir scheint unsere Aufgabe darin zu liegen, bewusster zu denken. Bewusst herausfinden wollen, welcher Gedankengang hemmt.
Wir sind uns denke ich einig, dass sehr viel von unserem Gedankengut abhängt. Dabei geht es nicht um einen einzelnen Gedanken, sondern um das Muster, also das, was wir “gewöhnlich” zu denken pflegen, wie wir gewöhnlich reagieren. An unseren Reaktionen, selbst hinterfragt, bemerken wir, was uns noch hemmt.
Zum positiven Denken habe ich mal vor längerer Zeit in meinem Board etwas geschrieben, ich geb mal einfach den Link http://www.wohin-woher.de/iboard/thread.php?threadid=542 (der “neueste” Beitrag oben, also bitte runterscrollen)… aus “Faulheit”
… denn gerade die Menschen, die meinen bereits positiv zu denken, zerbrechen u.U.. daran, weil sie es “falsch” verstehen, weil die Ergebnisse nicht dem “positiven Denken” entsprechen.
Zudem wird gern von den sog. Realisten das auch missverstanden und es als Träumerei abgetan. Ich denke, ein jeder macht diese Phase durch, kommt keiner drumrum irgendwie, ich meine, das positive Denken zunächst misszuverstehen. Manche kehren dann um und sind wilde Gegner…:-)Ähnlich wie ehemalige Raucher fast militant sein können, wenn sie einem Raucher begegnen…:-)
Gruß
Tina
November 17th, 2005 at 13:11 e
Du schreibst:
“….denn gerade die Menschen, die meinen bereits positiv zu denken, zerbrechen u.U.. daran, weil sie es “falsch” verstehen, weil die Ergebnisse nicht dem “positiven Denken” entsprechen.
……Ich denke, ein jeder macht diese Phase durch, kommt keiner drumrum irgendwie, ich meine, das positive Denken zunächst misszuverstehen.”
Ja, das muss ich bestätigen. Wenn ich meine Söhne vor eventuellen Schwierigkeiten warnen will, bin ich schnell als Pessimist abgestempelt. Dabei lehrt mich einfach meine Erfahrung, was alles passieren kann. Und damit es eben NICHT passiert, will ich vorher drüber reden und Massnahmen ergreifen, wenn möglich.
Dass “jeder” so eine Phase haben kann, hatte ich selbst noch nicht bedacht. Ist aber eigentlich logisch. Danke - hat wieder mal meinen Horizont ein wenig über den Tellerrand erweitert.
Grüsse
Ingrid