Tagesgeschehen


Danke an meine treuen Leser und KommentiererHeute vor genau zwei Jahren ging mein erster Artikel hier online. Damals noch recht ungeübt in Wordpress und im Bloggen allgemein, schau ich heute auf zwei recht turbulente Jahre zurück. In denen ich viel gelernt und eine ganze Menge nette Leute kennen gelernt habe.

Meine anfänglichen Vorsätze, wirklich täglich einen neuen Artikel zu schreiben, hielten zwar lange (etwa ein Jahr), aber eben nicht ewig. Es ist neben der Arbeit und dem Privatleben nicht einfach, immer Zeit dafür zu finden. Auch wenn die Datumsfunktion bei Wordpress ideal dafür ist, Artikel schon vorzuschreiben und täglich automatisch veröffentlichen zu lassen.

An die 200.000 Zugriffe von rund 65.000 Einzelpersonen (Suchmaschinen und Robots ausgeklammert) zeigen mir, dass ich zwar gratis, aber ganz sicher nicht umsonst schreibe. ;-)

Daher heute nur ein herzliches Danke
an meine Leser und natürlich ganz besonders an die,
die auch immer wieder Kommentare schreiben!

Auf ins nächste Blogger-Jahr!

Gestern abend hatte ich ein Rendezvous mit unserem Finanzminister und Vizekanzler, Mag. Wilhelm Molterer. Ehrlich gesagt, nicht nur ich allein, sondern etwa 120 andere Wirtschaftstreibende aus meiner Umgebung auch. ;-)

Eine Podiumsdiskussion war angesagt. Bei der einige für mich sehr spannende Aussagen seitens unseres Finanzministers gefallen sind.

bereits 2,5 Mio Österreicher zahlen keine Lohn- bzw. Einkommenssteuer mehr

Hinergrund war, dass unsere Freigrenze auf 10.000 Euro pro Jahr angehoben wurde. Das muss man wissen, denn dann sieht dieser Satz nicht mehr ganz so rosig aus. Denn es bedeutet, dass 2,5 Mio Österreicher monatlich nicht mehr als durchschnittlich 800 Euro verdienen. Das deutet natürlich auf sehr sehr viele Teilzeitler hin. Ist aber eindeutig “zum Leben zu wenig, zum Sterben zuviel”.

Die Aufgabe des Staates ist es nicht, Stahl zu produzieren. Sondern die nötigen Umfeldbedingungen dafür zu schaffen.

Das war natürlich bezugnehmend auf die Linzer Stahlproduktion, die immer weiter privatisiert wird. Wo ich auch zustimmen muss. Denn verstaatlichte Betriebe mögen zwar sowas wie Arbeitsplatzgarantien vergeben können. Aber letztendlich zahlen wir alle aus der freien Wirtschaft dann die nicht gedeckten Kosten auf dem Umweg über unsere Steuern.

Die Mitarbeiterbeteiligungen müssen erweitert werden. Dass hier die Arbeiterkammer dagegen ist, zeigt mir, wie wichtig es ist.

Auch hier meine vollste Zustimmung! Weil gerade kleine Unternehmen (und jedes zweite Unternehmen in Österreich ist ein wirklich kleines!) wenig Möglichkeitenhaben, gute Mitarbeiter zu binden. In Form eines Beteiligungsmodelles können wir gute Mitarbeiter zu Partnern machen und sie so auch am direkten Erfolg des Unternehmens partizipieren lassen.

Der Ausbau der Infrastruktur ist eindeutig Sache des Staates. Dazu gehört auch die Versorgung mit Breitband.

Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Denn bei dem fortgeschrittenen Stand unseres eGouvernments ist es auch nötig, dass jeder Bürger Zugang zu Breitbandinternet hat.

Es gab noch mehr Interessantes. Ausblicke auf künftige Steuerreformen (die nächste grosse steht 2010 an) und Debatten um spannende Themen wie die Ganztagsschule, die ja ab Herbst 2008 als Pilotprojekt angeboten werden soll. Mal sehen, was sich davon in der Praxis bewährt.

Neu ab 2008: Mitarbeiteranmeldung VOR Dienstantritt

Mit Beginn des nächsten Jahres ist die Anmeldung vor Dienstantritt geplant. Das bedeutet, dass Mitarbeiter nicht mehr wie bisher binnen 7 Tagen ab Beginn des Dienstverhältnisses angemeldet werden können, sondern bereits VOR Arbeitsbeginn anzumelden sind.

Diese Bestimmung wurde letztes Jahr im Burgenland bereits getestet und soll ab 1.1.2008 endgültig in ganz Österreich eingeführt werden.

Wichtig: Auch fallweise Beschäftigte sind betroffen. Die Verwaltungsvereinfachung für fallweise Beschäftigung – die ja bisher erst im Nachhinein mit der kombinierten An- und Abmeldung zu melden waren – soll nicht mehr gültig sein.

Die Anmeldung kann in zwei Schritten erfolgen:

  1. Schritt:
    vor Arbeitsantritt müssen die Mindestangaben gemeldet werden. Diese sind: Dienstgeberkontonummer, Name und Versicherungsnummer der beschäftigten Person sowie Ort und Tag der Beschäftigungsaufnahme
  2. Schritt:
    die fehlenden Angaben binnen 7 Tagen

Die Mindestangaben können in Zukunft auch via Telefon oder Fax erfolgen. Es empfiehlt sich hier zur Beweisbarkeit von der Faxanmeldung Gebrauch zu machen, da bei einem Telefonanruf der Nachweis, dass die Mindestangaben gemeldet, wurden schwer zu führen sein wird.

Neben der rein verwaltungstechnischen Änderung werden in diesem Zusammenhang auch die entsprechenden Strafbestimmungen deutlich verschärft. So soll die Obergrenze der Strafen bei mehrmaligem Verstoß von bisher € 3.630,– auf € 5.000,– erhöht werden. Auch die Beitragszuschläge bei zu späten oder nicht vollständigen Anmeldung werden deutlich erhöht.

Schon gehört? “Digitale Nachschau” nennen die Behörden das und meinen damit die Erlaubnis, in den Rechnern der Verdächtigen ermitteln zu können. Nein, nicht wie bisher nach einer Hausdurchsuchung durch Auslesen der Festplatte. Sondern schon vorher - durch gezieltes Einsetzen eines sogenannten “Bundestrojaners”.

Innenminister Günther Platter hat sich vor einigen Tagen bei den Österreichischen Sicherheitstagen des Kuratoriums Sicheres Österreich (KSÖ) im Salzburger Leogang erneut für die Online-Fahndung stark gemacht. Von einem “Muss, dass ich der Exekutive die Möglichkeit gebe, Online-Fahndung zu betreiben”, sprach der Ressortchef. “Wer das nicht sieht, nimmt Sicherheitspolitik nicht ernst oder kennt sich nicht aus.”

Der Innenminister sprach von “wenigen ausgesuchten Fällen”, in denen der Bundestrojaner eingesetzt werde. Das betrifft Fälle, die mit einer Strafe von mehr als zehn Jahren bedroht sind, weiters Mitglieder einer terroristischen Vereinigung oder einer kriminellen Organisation. Die Maßnahme richtet sich auch gegen gewerbsmäßige Vertreiber von Kinderpornografie. Inkludiert sind weiters Vorbereitungshandlungen zu schweren Straftaten. Angeordnet wird die Online-Fahndung nach den Vorstellungen der Regierungsparteien von einem Staatsanwalt, der sie aber von einem Gericht genehmígen lassen muss.

[Quelle: www.apa.at]

Die Angst vor einer flächendeckenden Überwachung ist unbegründet, denn in Betriebsgeheimnissen wird nicht geschnüffelt. Heisst es auf jeden Fall. Auch die Angst der Bevölkerung vor einer flächendeckenden Überwachung sei unbegründet. Wenn die Polizei Zugang zu den Daten möchte, dann macht sie das gezielt abgestimmt auf den vermeintlichen Täter, schreibt das Wirtschaftsblatt vor einigen Tagen.

Ich persönlich verstehe durchaus die Notwendigkeit für diese Massnahmen. Aber mir ist auch bewusst, dass derartige Möglichkeiten in den falschen Händen sehr viel Unheil anrichten können. Als positiv denkender Mensch will ich mal an den Rechtsstaat Österreich glauben…..

Heute ist ja unser Staatsfeiertag - der “Tag der Fahne”, an dem Kinder jedes Jahr die rot-weiss-rote Fahne basteln.

Und als kleinen Tribut daran, dass auch ich gern Österreicherin bin, heut mal ein Musikvideo. Und zwar das von unserer geheimen Bundeshymne:

Austria 3 mit “I am from Austria”

schönen Feiertag allen Österreichern - egal wo sie sich grad in der Welt herum treiben

Während bei uns in Österreich die Pflichtmitgliedschaft in einer der Kammer (Wirtschaftskammer für Gewerbetreibende, Arbeiterkammer für Arbeitnehmer) schon lange eine Selbstverständlichkeit ist, gehen in Deutschland die Wogen hoch bei dieser Zwangsverpflichtung.

Die Kammerjäger sind unterwegs - schreibt das Wirtschaftsblatt am Montag in einem Artikel. Und die Kammerverweigerer aktiver denn je. Am 3.November wollen deutsche Unternehmen vor dem Hauptquartier der Industrie- und Handelskammer Stuttgart demonstrieren.

Ehrlich gesagt kann ich mir derartige emotionen in Österreich schwer vorstellen. Ja, natürlich sind auch wir nicht alle entzückt ob dieser Zwangsmitgliedschaft. Aber die meisten Österreicher verbringen weniger Zeit damit, dagegen zu demonstrieren, als damit, sich aus dieser Situation die eigenen Vorteile zu sichern. Denn eins kann ich selbst aus jahrelanger eigener Erfahrung ebstätigen: man zahlt ja nicht für “Nichts”. Es wird schon Leistung gebracht im Gegenzug. Die mus allerdings abgeholt werden. Nachgetragen wird sie auch uns nicht…..

Heute ist in Deutschland Feiertag - der Tag der Deutschen Einheit. Am 3. Oktober 1990, 0.00 Uhr, war die DDR mit der BRD wieder vereinigt. Erinnern Sie sich noch? 17 Jahre ist das nun her.

der 3.Oktober hat in vielen Jahren wichtige Ereignisse gebracht - hier nur ein paar daraus:

1822
In Wien wird das von Josef Kornhäusel umgebaute Theater in der Josefstadt mit Ludwig van Beethovens Ouvertüre “Die Weihe des Hauses” eröffnet.

1942
Auf dem Gelände der deutschen Heeresversuchsanstalt für Raketenforschung in Peenemünde gelingt der Start der “A 4″, der ersten Fernrakete der Welt. Bekannt wird sie als “V 2″.

1952
Großbritannien erprobt auf dem Montebello-Archipel vor Australien seine erste Atombombe.

1999
Nationalratswahlen in Österreich - mit einem Ergebnis, das uns lange regierungslos bleiben liess. Erst am 4. Februar 2000 gelobte Bundespräsident Klestil die erste ÖVP-FPÖ-Regierung an.

2005
Die EU eröffnet in Luxemburg offiziell Beitrittsverhandlungen mit der Türkei, nachdem Österreich seinen Widerstand aufgibt.

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