Filosofisches


AdventHeute ist 1.Adventsonntag. Die Vorbereitungen zum grössten christlchen Fest des Jahres laufen auf Hochtouren. Die meisten Menschen leider auch….

Es ist die Zeit, in der es wichtiger ist,
etwas im Schaufenster zu haben statt im Laden.
Wo moderne Technik einen Text wie diesen in Windeseile
in die ganze Welt tragen kann.

Wir verbrauchen mehr, aber haben weniger,
machen mehr Einkäufe, haben aber weniger Freude.

Wir haben grössere Häuser, aber kleinere Familien,
mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit.

Wir lesen zu wenig, sehen zu viel fern, beten zu selten.
Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Werte reduziert.

Wir sprechen, zu viel, lieben zu selten, und wir hassen zu oft.
Wir wissen, wie man seinen Lebensunterhalt verdient.
Aber nicht mehr, wie man lebt.

Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.
Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns.
Wir machen grössere Dinge, aber nicht bessere.

Wir haben die Luft gereinigt, aber die Seelen verschmutzt.
Wir können Atome spalten, aber nicht unsere Vorurteile.

Wir schreiben mehr, aber wissen weniger.
Wir planen mehr, aber erreichen weniger.

Wir haben gelernt, schnell zu sein. Aber wir können nicht warten.

Wir machen mehr Computer, die Informationen speichern
und eine Unmenge Kopien produzieren.
Aber wir verkehren weniger miteinander.

Es ist die Zeit des schnelles Essens und der schlechten Verdauung,
der grossen Männer und der kleinkarierten Seelen.
Die Zeit der leichten Profite und der schwierigen Beziehungen.

Es ist die Zeit des grösseren Familieneinkommens und der Scheidungen,
der schönsten Häuser und des zerstörten Zuhause.

Es ist die Zeit der schnellen Reisen, der Wergwerfwindeln und Wergwerfmoral.
Der Beziehungen für eine Nacht und des Übergewichts.

[Quelle: Dr. Bob Moorehead]

Für alle, die’s momentan schwieriger haben als ihnen lieb ist……


wer’s nicht erkannt hat - das ist ein Ausschnitt aus dem Football-Film “Helden aus der zweiten Reihe”

Oft können wir etwas nicht erwarten. Haben es schwer, uns in Geduld zu fassen. Geht Ihnen sicher genau so, stimmt’s?
Dafür habe ich gestern eine kleine Geschichte gefunden - und will sie hier jedem weiter geben, der auch manchmal Probleme mit dem Abwarten hat ;-)

Es war einmal ein junger Bauer, der wollte seine Liebste treffen. Er war ein ungeduldiger Geselle und viel zu früh gekommen. Und verstand sich schlecht aufs’ Warten. Er sah nicht den Sonnenschein, nicht den Frühling und die Pracht der Blumen. Ungeduldig warf er sich unter einen Baum und haderte mit sich und der Welt.

Da stand plötzlich ein graues Männlein vor ihm und sagte: Ich weiß, wo dich der Schuh drückt. Nimm diesen Knopf und nähe ihn an dein Wams. Und wenn du auf etwas wartest und dir die Zeit zu langsam geht, dann brauchst du nur den Knopf nach rechts zu drehen, und du springst über die Zeit hinweg bis dahin, wo du willst.

Er nahm den Zauberknopf und drehte: und schon stand die Liebste vor ihm und lachte ihn an. Er drehte abermals: Und saß mit ihr beim Hochzeitsschmaus. Da sah er seiner jungen Frau in die Augen: Wenn wir doch schon allein wären…Wenn unser neues Haus fertig wäre…Und er drehte immer wieder. Jetzt fehlen uns noch die Kinder und drehte schnell an dem Knopf. Dann kam ihm neues in den Sinn und konnte es nicht erwarten.

Und drehte, drehte, daß das Leben an ihm vorbeisprang, und ehe er sich’s versah, war er ein alter Mann und lag auf dem Sterbebett. Und merkte, daß er schlecht gewirtschaftet hatte. Nun, da sein Leben verrauscht war, erkannte er, daß auch das Warten des Lebens wert ist.

Und er wünschte sich die Zeit zurück.

Vor kurzem über eine Meldung gestolpert: “Mobile E-Mail-User nehmen Handys mit ins Bett” - und da musste ich einfach diese provokante Frage stellen. Kleine Kinder nehmen ihr Kuscheltier mit, grosse Kinder das Handy…..

Aber hier mal der Link zum Artikel, in dem es weiter heisst:

Dabei wird kein noch so ungewöhnlicher Ort ausgelassen, um dem Kommunikationslaster zu frönen. Neben dem eigenen Schlafgemach schrecken mobile E-Mail-Anwender offenbar auch nicht davor zurück, während des Kirchgangs ihre Nachrichten abzurufen. Zumindest zwölf Prozent der Befragten gaben zu Protokoll, auch in Gotteshäusern hereinkommende E-Mails gelesen zu haben. Noch verbreiteter ist die E-Mail-Nutzung im eigenen Badezimmer (53 Prozent) bzw. während dem Autofahren (37 Prozent).

Tja, dann ist mir auch klar, warum eine nächtliche SMS Leute aus dem Schlaf reissen kann, wi es einigen tele-ring Usern vor kurzem passiert ist.

Jetzt frag ich mich natürlich, wie die nächste Stufe der Entwicklung ausschaut.
Ein Kondom im eingebauten Handyfach?
Oder brauchen wir gar keine mehr, weil wir alles nur mehr virtuell machen?

Der Dalai Lama wird oft zitiert. Diesen Spruch kannte ich allerdings noch nicht - und finde ihn so treffend, dass ich ihn heute und hier verewigen möchte:

Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft

Reichtum ohne Arbeit.
Genuss ohne Gewissen.
Wissen ohne Charakter.
Geschäft ohne Moral.
Wissenschaft ohne Menschlichkeit.
Religion ohne Opfer.
Politik ohne Prinzipien.

[Dalai Lama]

Heute möchte ich mal ein paar filosofische Gedanken loswerden. Ausgelöst wurden sie durch private Ereignisse in der letzten Zeit und einer Bemerkung eines Bekannten. Er schrieb mir:

Wir müssen einfach akzeptieren, dass wir viel zu lange leben, um nur einen Partner bzw. einen Lebensabschnitt zu haben.

Wolfgang, Du hast ja so recht!
Mit diesem einzigen Satz ist so einiges erklärt, denk ich mir, was rund um uns, in unserer heutigen Gesellschaft, passiert. Die Singles werden immer mehr. Alleinerziehende Mütter und Väter. Junge, die sich gar nicht mehr wirklich fix binden wollen/können. Ältere Semester (solche wie ich selbst), die plötzlich vor dem Aus der bisherigen Partnerschaft stehen, ohne einen wirklichen Grund dafür zu erkennen.

Ist Mann/Frau wirklich nicht dafür geschaffen, ein (heutiges langes) Leben lang mit einem einzigen Partner zu verbringen? Oder sind wir eher zu egoistisch geworden? Zu ungeduldig, zu starr in den eigenen Verhaltensmustern? Zu selbständig? Haben wir verlernt, etwas “gemeinsam” anzugehen?

Im Job wird immer mehr “Teamfähigkeit” gefordert. Über-fordert uns das etwa? Wenn wir im Job teamfähig sein müssen, können wir es im Privatleben dann nicht mehr?

Letzte demografische Zahlen zeigen, dass wir um einige Jahre länger zur Schule gehen als noch 1971, dafür ein paar Jährchen weniger im aktiven Arbeitsprozess stehen und statt nur neun Jahren im wohlverdienten Ruhestand heute statistisch gerechnet schon 20 Jahre “nichts mehr tun”.

Hat uns die biologische Entwicklung überholt? Dann wirds höchste Zeit, dass wir uns innerlich auch weiter entwickeln.
Oder läuft doch irgendwo irgendwas schief?

Sagenhaft, was das Web2.0 an Blüten hervorbringt! Der neueste Trend: kaufen Sie sich Freunde im Internet!

Sie glauben nicht, dass das geht? Oh doch! Auf Spiegel Online gibts einen herrlichen Bericht darüber. Und ein Blogger aus meiner Nähe hat mich darauf aufmerksam gemacht.

Also keine Angst, wenn Sie bisher in Ihrem Leben noch keine Freunde gefunden haben. Sie dürfen ruhig unfreundlich sein, mit Ihrer Umwelt laufend im Clinch liegen, nichts auf die Reihe bringen - mit einem Wort: ein “Ungustl” sein. Weil Sie sich jetzt für ganz ganz wenig Geld jede Menge Freunde kaufen können. Schöne natürlich, deren Fotos Sie stolz herzeigen können.

Umgeben Sie sich einfach mit einer Clique aus “reich und schön” - das färbt ganz sicher irgendwann auf Sie ab. Und Sie werden dann auch reich (an schlechter Erfahrung) und schön (angesch….) sein! ;-)

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