Kommunikation


Nein, von seond life rede ich heute nicht, sondern von relativ einfachen aber meiner Ansicht nach sehr guten Spielen im Internet, für die man auch bereits Kids begeistern kann. Und sie somit von den üblichen Schiess-und-Hau-Spielen auf den Konsolen wegbringt.

Während der vergangenen Feiertage hat mir eine gute Internetbekannte von Kapi Regum erzählt.
Kapi Regnum - Wirtschaftssimulation im Mittelalter

Bisher hatte ich reine Online-Spiele vermieden. Wenn, dann Adventures auf meinem eigenen Rechner. Aber irgendwie sah das spannend aus, klang das interessant, was mir berichtet wurde. Also los - irgendwann ist immer das erste Mal. ;-) und am Sylvestertag nachmittags war es dann soweit. Die Stadthalterin Yagena war geboren und Xanthia wurde errichtet.

Einen Tag später sah mir mein Sohn (knapp 14 J.) über die Schulter und fing zu fragen an. Kurz darauf war Kapi Regnum um eine Stadt grösser…..

In der letzten Woche hat mein Sohn so viel über Wirtschaft, Einkauf, Logistik, Produktionskosten, Verkaufskalkulation und mehr gelernt, wie er es in zwei Jahren Schule nur mit Mühe in seinen Kopf gebracht hätte. Der Kerl hat an Bargeldbestand seine Mutter schon lang überholt. Das Spiel funktioniert wie das richtige Leben - mit einem entscheidenen Vorteil: man hat die Marketing- und Kostenrechnungsabteilung gleich mit dabei und auf einen Klick alle nötigen Zahlen zur Hand. Und wie im richtigen Leben gibt es seriöse Händler, mit denen sich dauerhaft Geschäftsbeziehungen aufbauen lassen, und solche, auf die man sich nicht verlassen kann/sollte.

Abgesehen davon, dass mir das Spiel inzwischen wirklich Spass zu machen beginnt, haben mein Sohn und ich nun einen Weg gefunden, Wissen spielerisch zu vermitteln. Mich freut’s und mein Sprössling saugt auf wie ein Schwamm.

Wenn also auch Sie so ein Coach-Potatoe zu Hause haben, das sich mit Spielen vergnügt, die Ihnen nicht gerade Tränen der Freude in die Augen treiben - schauen Sie mal im Reich von Kapi-Regnum vorbei. Vielleicht klappts ja auch bei Ihnen mit der Wirtschaftsinformatik?

Wenn das Volk den Aufstand probte, war es schon immer von Bedeutung, aus welchen Schichten sich das Volk zusammen setzte. Daher finde ich es nicht ganz korrekt, wenn immer wieder die vergangenen Probleme bei StudiVZ oder auch bei Facebook mit den derzeitigen Ereignissen bei Xing verglichen werden.

Aber vorher ein paar statistische Zahlen - die zumindest für mich recht beeindruckend sind:

Das erste Posting auf Xing zum Thema “ungefragte und unpassende Werbung mitten in den persönlichen Profilen der Mitglieder” wurde gestartet am 31.12.2007 und erreicht bis zu seiner Schliessung durch die Moderation am 3.1.2007 stolze 92.887 Abrufe bei 1.692 Postings.

Das Statement von Lars Hinrichs, dem Gründer von Xing (übrigens das einzige bisher offen in der Gruppe) wurde am 3.1.2008 gestartet und erreichte bis heute 8.1.2008, morgens bereits 121.220 Abrufe bei “nur” 1.227 Posts. Von den kleineren Threads zum Thema, die immer wieder gestartet und kurz darauf den den Xing-Moderatoren geschlossen wurden, will ich gar nicht erst reden.

Aber nun zurück zum Eingangsthema:
Wer sind die Nutzer von Xing? Was unterscheidet sie so grundlegend von den Nutzern anderer Plattformen?
Der Kern der Xing-Nutzer auf Grund der Ausrichtung der Plattform seit Gründung sind Unternehmer. Selbständige mit kleineren und grösseren Unternehmen. Aber auch führende Köpfe aus der Wirtschaft und nicht ganz unwichtige Köpfe aus der Medienlandschaft.

So erschien heute Nacht z.B. von einem der Xing-Nutzer, der Autor für das grösste deutsche Finanzportal ist, ein Artikel zu den aktuellen Geschehnissen, der seit Mitternacht nun die Startseite auf www.ftd.de ziert: “Kniefall vor dem Network-Nutzer”

Ohne genaue Zahlen zu kennen, wage ich nun zu behaupten, dass zumindest ein Drittel der Xing-Nutzer Menschen sind, die über eine gute Position in grossen Netzwerken verfügen und dementsprechend auch Macht ausüben können, wenn nötig. Auf solches Potential zurück greifen zu können, wage ich den Nutzern anderer Plattformen wie StudiVZ oder Facebook (die immer wieder in Zusammenhang mit Xing erwähnt und verglichen werden) abzusprechen.

Abgesehen von den rechtlichen Bedenken zum Datenschutz, die lautstark aus der Ecke der Professionisten des Inetrnetlaw kommen, bleibt also für mich auch der grundlegende Unterschied der: Einem Studenten, einer Privatperson generell, mag es unwichtig sein, ob und welche Werbung in seinem direkten Profil ungewollt plaziert wird. Einem Geschäftsmann ist es das ganz sicher nicht!

Besteht die Möglichkeit, dass verschiedene Dinge schief laufen können, dann läuft genau das schief, was den meisten Schaden anrichten wird
Edward A. Murphy Jr. (geb. 1917)

Hier nochmals zum Nachlesen der Link auf mein ersten Beitrag zu diesem sehr brisanten Thema.

Die grosse Internet-Business-Plattform Xing muss gleich in den ersten Tagen des neuen Jahres einen kräftigen Kurssturz hinnehmen. Bis zu 10% fiel die Aktie an den diversen Märkten. In absoluten Zahlen verlor das Unternehmen an einem Tag bis zu 2 Mio Euro. Und das Warum ist relativ bemerkenswert…….

Bereits im November wurde den Mitgliedern mitgeteilt, dass die Business-Plattform doch nicht so ganz ohne Fremdwerbung auskommen würde. Langsam und “behutsam” - wie man es seitens der Geschäftsleitung formulierte - sollten Werbebanner auf den verschiedenen Seiten eingebaut werden. Das allein ist schon bemerkenswert, denn eine Business-Plattform, auf der die Mitglieder selbst ja täglich mit ihren eigenen Unternehmen werben - und dafür ja auch ihre monatlichen Beiträge zahlen - sollte sich den Schritt zu Fremdwerbung über eine Advertising-Agentur dreimal überlegen.

Die Mitglieder allerdings hatten zum Grossteil Verständnis für den finanziellen Mehrbedarf des Unternehmens und tauschten bereits im Vorfeld fleissig Links zu Ad-Blockern aus. Wo diese Werbung plaziert werden würde - darüber schwieg sich die Geschäftsleitung aus. Soviel wurde allerdings propagiert, dass Werbung nur für die kostenfreien Mitglieder mit eingeschränkter Nutzerfunktion sichtbar sein würde.

Am Sylvestertag mittag dann platzte die Bombe:
Eins der Mitglieder fragte vorsichtig an, ob man denn die Werbung auf den Profilseiten der Mitglieder nicht etwas anders gestalten könne, da (O-Ton) “die Profilansicht durch die Werbung schon sehr leidet”.
Ergebnis einer langen Diskussion und vielen Rückfragen untereinander (”Wie sehen Sie mein Profil?”) war, dass bereits seit sechs Wochen nicht nur Werbebanner oben, seitlich und unten auf der Plattform geschaltet werden, sondern auch mitten drin im persönlichen Profil jedes Users. Die zahlenden Mitglieder konnten sie halt (in diesem Fall leider) nicht bemerken.
Hier ein von einem Freund geschossener Screenshot meines Profils.Keine Werbung in User-Profilen!

Das Perfide daran:
Von aussen - ohne eingeloggt zu sein - sieht man gar nichts von Werbung. Jemand, der sich neu registriert, bleibt also der Meinung, es handle sich nach wie vor um eine werbefreie Businessplattform. Ist man eingeloggt, sieht man die Werbung nur, wenn man kostenfreies Mitglied ist. Ich werbe also mit meinem guten Namen, meinem Foto (das übrigens mein eigenes Firmenlogo nicht zeigen darf - auch nicht im Hintergrund!) für Irgendwen. Von dem ich nicht mal weiss und dessen Einblendung ich auch nicht beeinflussen kann.

In den letzten Tagen gab es dann einen Aufstand der Xing-Mitglieder, in dem energisch gefordert wurde, die Werbung aus den Mitgliederprofilen heraus zu halten. Gestern abend gegen 18:00 meldete sich dann endlich der Vorstand der AG zu Wort - der ja während der Feiertage auf Urlaub war und es auch nicht für nötig hielt, via Internet etwas früher ein Statement abzugeben. Wozu auch - es waren doch nur Kunden, die Sturm auf die Bastion liefen - keine Aktieninhaber……

Relativ nüchtern wurde durch Lars Hinrichs mitgeteilt, dass die User erhört worden waren und ab heute 17:00 ein Tool zur Verfügung stehen würde, mit dem zahlende Mitglieder die Werbung in ihren persönlichen Profilen deaktivieren könnten. Eine Entschulldigung? Aber woher denn….

Veranlasst war diese Reaktion meiner Meinung nach nicht durch den Protest der Mitglieder, sondern durch den empflindlichen Kurssturz und den Beginn der Negativ-Meldungen in den Medien - siehe Heise gestern nachmittag.

Funktioniert schien es vorläufig zu haben - sogar überschwengliche Dankesworte und kleine interne Feiern in den Gruppen über diesen vermeintlichen Sieg der User waren abends überall zu lesen. Was mich persönlich den Kopf schütteln liess über soviel Naivität……

Stopp der Fremdwerbung direkt im persönlichen ForenprofilDenn Rechtler hatten bereits bemerkt, dass Fremdwerbung direkt im Profil eines Users auf einer Businessplattform entweder gegen eventuell vorhandene Werbeverbote gewisser Berufsgruppen verstossen könnte oder sogar im Rang eines Mitverschulders bei Verstoss gegen das UWG sein könnte. Je nachdem, welche Werbung grade eingeblendet würde. So wurde z.B., ein Profil eines Mitarbeiters einer deutschen Bank gesichtet, auf dem gerade Werbung für den direkten Konkurrenten zu sehen war. Oder eines Buchhänderls, der sich Werbung eines Online-Buchshops direkt auf seinem Profil gefallen lassen musste.

Heute morgen allerdings wurde mein Weltbild wieder zurecht gewrückt. Der Kampf geht weiter - und lässt hoffentlich den Kurs nochmals gewaltig sinken. Weil sich nun die Gemeinschaft der zahlenden Mitglieder auf die Seite der kostenlosen stellt und weiterhin gemeinsam gefordert wird, die Werbeeinblendungen direkt in den persönlichen Profilen der User komplett zu unterlassen. Denn meiner Ansicht nach kann man ein derartiges Unternehmen, dem jegliche Art der Social Responsibility zu fehlen scheint, nur über einen Kurssturz und somit an der eigenen Geldtasche motivieren, im Geschäftsleben noch andere Werte als die des Shareholder Values gelten zu lassen.

Nebenbei sei noch erwähnt, dass laut AGB der Plattform die persönlichen Daten der User ausschliesslich zu internen Zwecken verwendet werden. Wie dann die beauftragte Marketingagentur zu demographischen Daten der User kommt, um targeting gerechte Werbung schalten zu können, bleibt derzeit noch ungeklärt.

Ich werde weiter berichten……

…. und eine Menge anderer Blogs berichten ebenfalls:
natürlich Robert Basic
Xing milks paying members twice
Staudigl Blog
der Werbeblogger
das Gründernet
jemand, dem’s egal zu sein scheint
leben als target
webzweipunktnull
off the record

update 22:22:

Das zusätzliche Tool, mit dem Premium-Mitglieder selbst die Werbung in ihren Profilansichten deaktivieren können/müssen, kam sogar zwei Stunden früher als zugesagt. Das ist tatsächlich eine Premiere bei Xing - der Druck muss gross gewesen sein. Nach anfänglicher Weigerung wurde dann doch auf der Startseite in den News von Xing ein zusätzlicher Hinweis darauf gesetzt. Viele von den Moderatoren haben zur sicherheit via Newsletter ihre Mitglieder selbst in Kenntnis gesetzt.

Ich darf hier ja kein direktes Zitat aus den internen Diskussionen veröffentlichen, aber eine der Aussagen liess klar und deutlich erkennen, dass diese Opt-Out Version bewusst gewählt wurde. Denn eine Opt-In Version (wie sie eigentlich rechtlich vorgeschrieben ist) wäre zu wenig angenommen worden und damit der Werbeerfolg geringer gewesen. Auf den Company-Blog verlinke ich bewusst jetzt nicht - wen’s interessiert, der findet auch so hin.

Damit ist die Sache aber noch lange nicht vom Tisch. Denn die rechtlichen Bedenken, die von Juristen bereits gestern laut geäussert wurden, konnten bislang noch nicht ausgeräumt werden.

Update 6.01.2008 / 17:30

Um fast punktgenau 17:00 heute am Sonntag kam folgende Nachricht an die Mitglieder über die News auf Xing:
Xing entschuldigt sich und nimmt generell die Werbung aus den Profilen zumindest der Premium-Mitglieder

Ob das nun einem neuerlichen Kursverfall morgen früh, wenn die Börsen öffnen, vorbeugen soll oder eher auf die sehr kritische Resonanz der Mitteilung vom Gründer Lars Hinrichs auf dem Company-Blog zurück zu führen ist?

Hier noch ein sehr guter und sachlicher Blogbeitrag bei Arakel. Weitere werden sicher noch folgen……

update 8.1.2008, 00:13

ein neuer Bericht, diesmal auf einer Seite, auf der’s normalerweise weh tut…….
Financial Times berichtet am 8.1.2008

update 08.01.2008 / 18:40

Das nächste grosse Online-Medium, das sich der Sache annimmt. Und im Text mehrfach ausführt: „Da ist keine Story für die Börse mehr dahinter“
die FAZ heute

update 08.01.2008 / 22:50

Ein weiterer recht aufschlussreicher Bericht zu Internet-Werbung allgemein, der aber auch aus tagesaktuellem Anlass Xing erwähnt:
“Ich finde Autos auch spannender als Tampons” meint der Tagesspiegel

Die von der EU beschlossene Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken wurde mit der UWG Novelle 2007 umgesetzt und ist mit 12.12.2007 in Kraft getreten.

Die wichtigsten Änderungen:

  • Die unlauteren Geschäftspraktiken werden im Verhältnis zwischen Unternehmern und Verbrauchern in der EU harmonisiert.
  • Der Begriff der guten Sitten wird durch die Bezeichnung „unlautere Geschäftspraktiken“ ersetzt und die Generalklausel des § 1 UWG in einen B2B (Business to Business)- und B2C (Business to Consumer)-Bereich geteilt.
  • Wettbewerbsverstöße zwischen Unternehmern sind nur dann unlauter, wenn eine nicht nur unerhebliche Beeinflussung des Wettbewerbs (Spürbarkeit) vorliegt.
  • Die unlauteren Geschäftspraktiken werden insbesondere in aggressive und irreführende Geschäftspraktiken unterteilt.
  • Eine „schwarze Liste“ von jedenfalls verbotenen Tatbeständen ist als Anhang zum UWG enthalten, welche in der ganzen EU gilt.
  • Auch das Verhalten im nachvertraglichen Bereich, also z.B. die Hinderung an einer Vertragskündigung kann gegenüber Verbrauchern unlauter sein.
  • Vom Verbot der irreführenden Werbung wird bei Verwechslungsgefahr auch die unzulässige Werbung mit fremden Kennzeichen wie z.B. Marken sowie das Nichteinhalten eines Verhaltenskodex erfasst, zu dem sich der Unternehmer verpflichtet hat.
  • Weiters bestehen unter Berücksichtigung der Beschränkungen des Kommunikationsmediums bei einer Aufforderung zum Kauf gegenüber Verbrauchern, also der Nennung des Produktes und des Preises, Informationspflichten schon in der Werbung, insbesondere über Name und Anschrift des Unternehmens, den Preis sowie allfälliger Zustellkosten und besonderer Rücktrittsrechte.
  • Schließlich stellen auch Verstöße gegen andere Informationspflichten wie insbesondere nach Konsumentenschutzgesetz oder E-Commerce-Gesetz eine irreführende Geschäftspraktik nach § 2 UWG dar.

Besonders gefallen hat mir auf den ersten Blick die Aufforderung, bereits in der Werbung den Namen des Unternehmens nennen zu müssen. Allerdings ist mir auf den zweiten Blick aufgefallen, dass die Formulierung “bei einer Aufforderung zum Kauf gegenüber Verbrauchern, also der Nennung des Produktes und des Preises” wieder sehr viel Spielraum offen lässt.

Sie könnten langsam eine Sekretärin brauchen? Die wäre aber zu wenig ausgelastet. Oder Sie bräuchten dringend einen neuen leistungsfähigen Farb-Laser-Drucker. Der Ihnen aber zu teuer ist für die paar wirklich guten Ausdrucke. Oder….

Zwei ganz gewöhnliche Beispiele aus dem Alltag eines Kleinunternehmers. Wer von uns hat sich nich schon derartige Gedanken gemacht. Und seien wir ehrlich: wer von uns hat nicht schon festgestellt, dass für einen Ein-Mann-Betrieb gewisse Dinge einfach “zu teuer” sind? Oft nicht einmal vom Kaufpreis her. Sondern vom laufenden Betrieb, den laufenden Kosten her gesehen.

Es gibt eine relativ einfache Lösung dafür. Und dass sie in der Praxis funktioniert, zeigen uns bereits bestehende Modelle im Bereich der Notare, Anwälte, Ärzte. Alle diesen Freiberufler haben schon vor vielen Jahren erkannt, dass ein gemeinsames Nutzen gewisser Ressourcen nicht nur kostensparend ist sondern auch viel flexibler sein lässt. Sie haben bereits vor Jahren begonnen, Bürogemeinschaften einzugehen.

Die Lösung heisst “shared service center” (SSC) und bedeutet, sich in ein Büro in einer Bürogemeinschaft einzumieten. Man mietet allerdings nicht nur den Raum, sondern gleichzeitig eine Sekretärin mit Telefondienst, ein Computernetzwerk samt Internetanschluss, eine Dauererreichbarkeit zur Terminabsprache während der gewünschten Betriebszeit, einen Lieferwagen, ….. Je nach Angebot des SSC sind in der monatlichen Miete Zusatzleistungen enthalten, die Ihnen das tägliche Arbeiten ungemein erleichtern können und trotzdem Ihre Kosten nicht explodieren lassen.

Es gibt bisher nur wenige dieser Center - und die meisten davon entweder im Gründerbereich (man muss dort nach zwei, drei Jahren auf jeden Fall wieder raus) oder im IT-Bereich. Aber die Nachfrage steigt - und hoffentlich dann auch das Angebot.

Wie endlos ist das WWW wirklich?Vor ein paar Tagen bin ich in einem Forum über diese Frage gestolpert. Und war ehrlich verblüfft, welche Infos da plötzlich von allen Seiten kamen…..

Am besten gefiel mir dieser Beitrag, in dem es bereits 2005 heisst:

Irgendwie war da bei uns im Info-Vorkurs eine interessante Idee entstanden: Wir drucken uns das Internet aus. Das ganze Internet.
Ich habe da mal ein bisschen dran rumgerechnet.

Seit dem siebten Geburtstag der Firma Google im September 2005 wird die Größe des Index nicht mehr auf der Hauptseite angezeigt, da laut Eric Schmidt keine eindeutige Zählweise existiere. Aktuell gibt Google auf seinen Seiten einen Index von „mehr als 8 Milliarden Webseiten“ an. [Quelle: wikipedia] Dabei kennt Google ja nicht mal alle Seiten, weil ja viele für Suchmaschinen gesperrt sind.

Man kann auf dieser Seite den world wide traffic verfolgen und sehen, welche Kontinente grade aktiv sind. Auch ganz spannend. Aber Auskunft über die tatsächliche Grösse des heutigen Internet gibt auch das nicht wirklich.

Diese Frage beschäftige auch einige US-Forscher so sehr, dass sie zwei Monate lang Internet-Adressen gezählt haben. Jetzt im Oktober kamen sie zu einem Resultat. Nach Ansicht von John Heidmann und Yuri Pradkin von der University of Southern California ist es die erste vollständige Zählung des Internets seit mehr als zwei Jahrzehnten. Die letzte sei 1982 durchgeführt worden. Damals hingen gerade mal 315 Computer am noch nicht wirklich weltumspannenden Datennetz. Bis heute sind einige hinzugekommen: Mehr als 2,8 Milliarden sogenannte IP-Adressen, die Hausnummern des Datennetzes, mussten die Wissenschaftler abklopfen.

Dafür brauchten sie nicht weniger als 62 Tage. Rund um die Uhr sendeten drei automatisch arbeitende Rechner Anfragen an jede einzelne dieser Adressen. Mit sogenannten Pings, winzigen Nachrichten, die einfach nur “Hallo, ist da wer?” fragen, durchforsteten sie das Web nach aktiven Computern.

Viele dieser Anfragen blieben unbeantwortet. In immerhin 61 Prozent der Fälle blieben die angepingten Rechner stumm. Zudem hätten sie oft Antworten wie “bitte nicht stören” oder “keine Informationen verfügbar” erhalten. Netzwerkadministratoren schützen ihre Router und Firewalls mit solchen Nachrichten vor unnötigem Netzverkehr.

Zusätzlich druckten Heidmann und Pradkin eine Version ihrer Karte aus, bei der sie jeder IP-Adresse genau ein Pixel zuwiesen. Das Ergebnis ist ein Ausdruck von rund 7,5 Quadratmetern Grundfläche - zu groß für die Universitätsräume, denn wie auf Fotos zu sehen ist, mussten die Forscher ihre Karte bis unter die Decke verlängern.

Jetzt taucht natürlich die Frage auf, ob in den neuen Navigationssystemen diese Karte auch schon eingespeist ist…..
;-)

Bereits bei der Lehrabschlussprüfung zu allen kaufmännischen Berufen wird im Bereich Marketing und Kommunikation nach dem Thema “vergleuchende Werbung” und “unlauterer Wettbewerb” gefragt. Wichtig schon deshalb, weil ein Verstoss dagegen sehr teuer kommen kann.

Erinnern Sie sich noch an den berühmten Musterprozess unseres Brillen-Löwen Hartlauer? Mit seiner Art von vergleichender Werbung hat er damals ziemlich viele Klagen kassiert und auch dementsprechende Strafen bezahlt. Gleichzeitig bekam er in allen Medien soviel kostenlose Werbung, dass er beinahe üebr Nacht zur “Marke” angewachsen war. Und man heute noch von diesen Ereignissen spricht…..

Die Grossen müssen einfach nur genug Geld (oder eine ausgezeichnete Versicherung) im Background haben - dann kann man sich derartige Werbung erlauben. Für uns Kleine heisst’s da schon leiser treten. Eine Klage kann schnell an die 30.000 Euro kosten oder mehr. Kommtt darauf an, wem man dabei auf die Zehen tritt.

Vergleichende Werbung darf nicht irreführend sein, und damit sie als vergleichend gilt, muss sie den Mitbewerber oder dessen Erzeugnisse oder Dienstleistungen deutlich beschreiben. Der Ton muss sachlich bleiben.

Das UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) wurde in den letzten Jahren immer mehr gelockert. Nun steht uns mit 12.Dezember 2007 ein neuer, nicht unwichtiger Termin bevor:
Eine EU-Richtlinie (2006/114/EG) über irreführende und vergleichende Werbung tritt am 12. Dezember 2007 in Kraft. Im Artikel 2 werden die beiden Begriffe definiert, der Artikel 4 legt fest, dass vergleichende Werbung erlaubt ist, wenn sie

  • nicht irreführend ist
  • Waren oder Dienstleistungen für den gleichen Bedarf und in objektiver Art vergleicht
  • Marken und Handelsnamen des Mitbewerbers weder herabsetzt noch verunglimpft
  • der Ruf der Marke eines Mitbewerbers nicht in unlauterer Weise ausgenützt wird


Vorsicht nach wie vor in speziellen Bereichen und Branchen:

Dem Buch- und Schreibwaren-Anbieter LIBRO wurde mit einer Einstweiligen Verfügung (11/2006) untersagt, für preisreduzierte Bücher zu werben. Zwar ist es erlaubt, bis zu 5 % Rabatt auf den vorgeschriebenen (!) Buchpreis zu gewähren, bloß in der Werbung darf damit nicht argumentiert werden. Nur im persönlichen Verkaufsgespräch im Geschäft. Denn in Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt die Buchpreisbindung. Nachdem Libro Aufforderungen durch den Fachverband Buch- und Medien die Verstöße gegen das Preisbindungsgesetz einzustellen nicht nachgekommen war, brachte dieser die Unterlassungsklage ein.
[Quelle: WKO.at]

Ein paar spannende und sehr interessante Beispiele zum Thema “vergleichende Werbung” finden Sie hier => www.castelligasse.at

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