Tatort Internet


Seit gestern höre ich an jeder Ecke im WWW lautes Geschrei. Gejammert wird da, von Frechheit geredet und düstere Prognosen an die Wand gemalt. Bei manchem dieser Jammerer bekommt man fast das Gefühl, dass der Strick schon wartet…..

Und das alles,weil Google mal wieder seinen Pagerank updatet. Und dabei einige runter stuft, die in den letzten Monaten mit allen möglichen Tricks versucht haben, den Pagerank rauf zu pushen. Links wurden gekauft, ganze Linklisten haben z.T. recht brauchbare Unternehmenswebseiten entstellt, viel Geld hat den Besitzer gewechselt auf Grund toller Versprechungen einiger Suchmaschinen-Optimierer.

was Webbix dazu sagt, lesen Sie am besten selbst

Ich habe auf allen meinen eigenen Webseiten keine grundlegende Veränderung bemerkt. Der PR ist maximal dort gesunken, wo ich seit langem nicht mehr aktualisiert habe. Und das war ja zu erwarten, so etwas überrascht mich nicht. Er ist aber auch dort gestiegen, wo ich es erwartet hatte. Also alles in allem für mich keine Überraschungen.

Übrigens:
der nächste Kommentar auf diesem Weblog ist der 1.000ste ;-)

Endlich hab ich den ultimativen Status erreicht und bin auch in die Reihe derer aufgenommen worden, die keine Homepage haben :-D

http://joanna.hat-gar-keine-homepage.de/

Mann, bin ich froh…..

Wie oft habe ich selbst schon von den Gebrüdern Schmidtlein geschrieben? Ich möchte für jeden Beitrag, der zu diesem Thema im Internet steht, nur einen einzigen läppischen Cent haben - ich glaub, dann könnte ich schon wieder auf Urlaub fahren….

Eben auf den Seiten der Arbeiterkammer Vorarlberg gefunden:

Abzocke im Internet: 5000 Geschädigte

Allein 5.000 !! in Vorarlberg - die Dunkelziffer noch höher. Wieviele werden es wohl insgesamt sein, die auf diese Masche hereingefallen sind? Unser Konsumentenschutz zeigt sich in der Sache gottseidank recht rührig und rät strikt davon ab, zu zahlen.

Diesmal ist es der Herold selbst, der die Warnung ausschickt. Eine Firma mit dem Namen Yellow Pages ist dabei, im Windschatten des Herold Geld zu machen. Natürlich ist die entsprechende Webseite so gut wie leer - nur eins der open source Scripte installiert, aber so gut wie keine Inhalte hinterlegt. Das Impressum besteht lapidar aus

Impressum:

Firma
Yellow Pages

Url: http://www.yellow-pages24.at
E-mail:info@yellow-pages24.at

Aber pikanterweise gibt es eine Seite dort, die speziell auf betrügerische Angebote eingeht und den Leser auffordert, sich bei Frau Sandra P. zu melden, die dem Geschädigten weiterhelfen will. Das Unternehmen will wirklich nur das Beste - Ihre Geld…. ;-)

Hier der Originaltext der Warnung, die Herold ausschickt:

Aus gegebenem Anlass wollen wir Sie heute vor einem Anbieter warnen, der derzeit sogenannte “Werbeverträge” für eine Insertion in “DIE GELBEN SEITEN - THE YELLOW PAGES” bzw. www.yellow-pages24.at versendet. Einige dieser Zusendungen enthalten Inserate, die ohne unsere Zustimmung aus HEROLDŽs Gelben Seiten kopiert wurden. Es könnte damit bei Ihnen der Eindruck entstehen, dass es sich hierbei lediglich um die Verlängerung einer bereits bestehenden Einschaltung handelt.

Wenn Sie diesen sogenannten “Werbevertrag” unterzeichnen, binden Sie sich für ein Jahr mit zwei kostenpflichtigen Schaltungen. Der Vertrag verlängert sich automatisch um ein Jahr, wenn Sie diesen nicht drei Monate vor Ablauf schriftlich kündigen. Allerdings stehen Sie bei der Kündigung vor einer ziemlichen Hürde: Firmenname und Firmensitz gehen aus der Aussendung nämlich nicht hervor.

Mit HEROLD`s Gelben Seiten oder HEROLD.at, dem meistgenutzten Nachschlagewerk Österreichs für die Suche nach Rufnummern, Adressen, Produkten und Dienstleistungen, hat das alles nichts zu tun. Im Gegensatz zu HEROLD.at ist die Internetsite www.yellow-pages24.at völlig nutzlos. Trotz hartnäckiger Suche konnten wir keinerlei Einträge finden.

HEROLD prüft derzeit rechtliche Schritte. Bis diese greifen, empfehle ich Ihnen, beim Empfang von Verträgen, Auftragsformularen, Angeboten und Zahlscheinen für Werbeeintragungen ganz genau zu prüfen, für welche Leistung Sie zur Kasse gebeten werden.

Wenn Sie weitere Fragen haben, steht Ihnen gerne unser Kundenservice unter kundenservice@herold.at bzw. Tel. 02236/401-133 zur Verfügung.

Freundliche Grüße aus Mödling

Thomas Friess
Geschäftsführer

Beinahe wie ein pünktliches Geburtstagsgeschenk kam mir gestern die Nachricht vor, dass die vor 3 Jahren verhängte Strafe gegen Microsoft nunmehr vom Europa-Gericht bestätigt wurde. Nein, schadenfroh bin ich nicht. Aber ich weiss, dass keine Bäume in den Himmel wachsen. Auch dann nicht, wenn sie beim window rausragen. Und daher beruhigen mich solche Entscheidungen doch ein wenig. Auch “die Grossen” können sich nicht alles erlauben.

Hier der Bericht auf Golem darüber mit Details zum bestätigten Urteil. 475 Millionen Strafe sind nun angeblich fix und müssen bezahlt werden. Ehrlich gesagt warte ich jetz auf einen neuen Schachzug von Microsoft, der den tatsächlichen Geldfluss wieder aufschieben kann.

Heute ist jeder vierte PC-User kein Micro Softi mehr. Ein ganz guter Erfolg, denke ich. Denn zum Zeitpunkt des Ersturteils war das Verhältnis sicher noch viel kreasser. Einen Sieg für die Kunden und den Wettbewerb nennt die Süddeutsche das Urteil. Auch die EU selbst zeigt sich betont erfreut darüber.

Monopole führen meist zu teurer Ware und schlechtem Service. Das neue Vista findet keinen besonderen Anklang - viele User steigen frustriert wieder auf ihr “altes” Windows zurück. Weil das “Neue” zwar wunderschön bunt und optisch ansprechend ist, weil aber andere “Microsoft-fremde” Software oftmals noch mehr Probleme hat als vorher. Auch das war ja ein Bestandteil des Urteils - dass gewisse Teile des Betriebssystems offen gelegt werden müssen, um externen Softwareanbietern die Möglichkeit zu geben, ihre Software auf Microsoft abzustimmen.

Wer mit Windows im Berufsleben arbeitet, weiss es nur zu genau: immer wieder hat Standard-Software von anderen Herstellern Probleme mit Windows. Es werden seitens der Microsoft Entwickler bewusst Barrieren geschaffen, wodurch die Vereinbarkeit mit anderen Sytemen erschwert, wenn nicht sogar unmöglich, gemacht wird.

Und damit soll jetzt Schluss ein. So will es zumindest die Eu und das bestätigte Urteil…

Passen Sie bitte auf, wenn Sie sich ein Foto machen lassen, das Sie auf Ihrer Firmenwebseite verwenden wollen! Auch wenn Sie selbst auf einem Foto drauf sind, gehört das Bild respektable die Rechte daran nicht Ihnen!

In Deutschland gab es bereits ein diesbezügliches Urteil, das zu Gunsten des Fotografen ausging:
Urteil aus Dezember 2006

Mir selbst ist es vor kurzem ähnlich ergangen - nein, abgemahnt noch nicht. Ich brauchte Passfotos - solche, wie sie ja jetzt bei uns in Österreich Pflicht sind für den neuen Pass. Die, auf denen man aussieht, als wäre man bereits in der Verbrecherkartei. Ich besprach mit der Fotografin, dass ich auch ein anders Foto gleich mitmachen lassen wollte. Ein “hübscheres” - eins, das ich für meine diversen Internetseiten und Forenprofile verwenden wollte.

Mir wurde erklärt, dass ich dann zusätzlich 30,00 Euro zahlen müsste. Dafür würde ich das “schönere” Bild dann aber auch auf CD bekommen zum Veröffentlichen im Internet. Genau nachgefragt habe ich damals nicht. Und schriftlich geht auch nichts Detailliertes aus der Rechnung hervor. Wwenn ich ehrlich bin, haben wir in diesem Gespräch nicht eindeutig geklärt, ob ich das Bild nun so einsetzen dürfte, wie ich es mir vorstellte. Oder ob die Fotografin nur ein “normales” Veröffentlichen gemeint hatte. Was ist schon “normal”?

Wenn ich nun das betreffende Urteil lese (auch hier wurde das gleiche Urteil kommentiert), kommen mir einige Zweifel. Da lasse ich mich vom Profi fotografieren, weise auf den Einsatz im Internet hin, zahle doppelt und bin mir damit sicher, die Rechte an meinem Bild zu haben. Schliesslich habe ich ja auch in Zeiten ohne Internet meine Passfotos kopiert, woanders verwendet als vielleicht ursprünglich gedacht usw. Irgendwie war ich bisher immer der Meinung, ein Bild von mir würde auch wirklich mir gehören.

Nun sieht das aber ganz anders aus. Die Rechte an diesem Bild verbleiben immer beim Fotografen - beim Urheber. Warum also sollte ich dann zum Profi gehen, um mich fotografieren zu lassen? In Zeiten der Handy-Kameras und billigen Digitalkameras gibt es schliesslich eine Menge anderer Möglichkeiten…..

Tut man (das Gericht) der Branche der Fotografen damit wirklich einen Gefallen? Bei der wachsenden “Laien-Konkurrenz” sollte man meiner Ansicht nach nicht auch noch die letzten zahlenden Kunden verunsichern und verärgern. Oder sehe ich das zu eng?

Austrian Desk -. die Österreicher-Gruppe auf XingSeit fast zwei Jahren bin ich auf der Business-Plattform Xing Moderator des Austrian Desk, einer Österreicher-Gruppe. Letzten Donnerstag nun wurde diese Gruppe auf einem Blog vorgestellt.

Joachim Rumohr beschäftigt sich auf seinem Blog in erster Linie mit Xing selbst - gibt Tipps und verrät Tricks, wie man diese Plattform besser nutzen kann. Und gibt jeden Donnerstag einer der vielen Gruppen auf Xing die Gelegenheit, sich vorzustellen. Danke dafür!

Man kann nun über Xing diskutieren - will ich aber heute gar nicht. Mir geht es (wieder mal) vielmehr ums Netzwerken generell. Denn egal wo - das WIE ist wichtig. Dass Sie dabei Mensch bleiben und sich keine Maske überstülpen. Bleiben Sie Sie selbst. Glauben Sie mir - damit haben Sie langfristig den meisten Erfolg!

Natürlich moderiere ich den Austrian Desk auch mit der Absicht, daraus geschäftliche Vorteile zu generieren. Genauso schreibe ich meinen (diesen) Blog hier, um damit bekannter zu werden und auch daraus neue Kunden/Klienten zu bekommen. Und doch will ich in erster Linie “nur” Kontakte knüpfen, Menschen kennen lernen, meinen eigenen Horizont erweitern. Das “nur” deshalb in Anführungszeichen, weil ich der Ansicht bin, dass genau das sehr wichtig ist. Und dass gute Kontakte wertvoll sind. Auch wenn nicht sofort Geschäfte dadurch zustande kommen.

Netzwerken und Business-Bloggen sehe ich als langfristige Investition - früher oder später ergeben sich daraus gute Geschäfte. Wenn der Mensch im Vordergrund steht, geht der Rest (das Geschäftliche) dann (fast) von selbst. ;-)

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