Tatort Geld


Geldanlage wird auch bei uns langsam salonfähig. Immer mehr Produkte drängen auf den Markt, jede Bank und jedes Postamt promotet eigene Produkte, Sparen für die Zukunft ist angesagt. Vorsichtige scheuen das Risiko, Risikobereite stehen vor der Qual der Wahl.

Regel 1: Klare Ziele und zeitliche Strategie definieren

Sie müssen sich zuallererst eine klare Vorstellung darüber machen, welchem Zweck die Investition dienen soll. Ist es für die private Altersvorsorge, die Ausbildung der Kinder oder das neue Auto, das in drei Jahren fällig wird? Nur wer sein Ziel kennt, kann die richtigen Mittel und deren passende Zusammensetzung wählen. Überlegen Sie, wie kurzfristig Sie im Ernstfall wieder über Ihr Kapital verfügen wollen bzw. wie lange es unangetastet geparkt werden kann.

Regel 2: Produkte wählen, die Sie verstehen

Die Zahl der am Markt befindlichen Produkte wächst beinahe wöchentlich. Kaum jemand kann da noch den Überblick behalten. Gerade Banken wählen dabei oft eigene kompliziert verschachtelte Produkte - Kreationen, bei denen Sie als Anleger die Risiken dieser Produkte nur unzureichend erkennen können und dadurch Ihr Anlagerisiko nicht sehen. Leider ist in der Praxis gerade im Bankenbereich die Risikoaufklärung nicht gerade eine Stärke der Berater. Keine Scheu! Fragen Sie - fragen Sie solange, bis Sie das Produkt wirklich verdstanden haben, in das Sie investieren, Ihr sauer verdientes Geld anlegen wollen.

Regel 3: Nicht alles auf eine Karte setzen– Risiko diversifizieren

Ein netter Satz, doch was bedeutet er? Eine Gratwanderung zwischen Streuung und “Nicht-Verzetteln”!

Setzen Sie nicht alles Kapital auf ein einziges Produkt, und sei es noch so gut. Garantien gibt es keine - auch wenn sie manchmal versprochen werden. Garantieprodukte zehren automatisch im Hintergrund an Ihren Erträgen, auchw enn das keiner der Abbieter zugeben will. Setzen Sie aber auch nicht auf zu viele Einzelwerte - das bläst unnötig den Verwaltungsaufwand auf und mindert daher ebenso Ihre Rendite.

Wer wenig risikofreudig ist, setzt statt auf Aktien lieber auf Fonds. Denn diese sind durch ihre eigene Streuung auf unterschiedliche Einzeltitel bereits “sicherer”, soweit man im Bereich der Geldanlage überhaupt von Sicherheit reden kann.

Regel 4: Wertpapiere verkaufen, wenn sie nicht den gewünschten Ertrag bringen

Beobachten Ihre Anlagen ist wichtig - egal, ob Sie selbst das machen oder jemanden damit beauftragen. Bringt ein Wert nicht das, was Sie sich versprochen haben, muss überlegt werden, was damit geschehen soll. Kurzfristige Schwankungen sind üblich und müssen konsequent “ausgesessen” werden. Ein Nachkaufen und damit ein Verbilligen des Einstandskurses wegen eines nur “vorübergehenden Ausrutschers” sollte durchaus in Betracht gezogen werden.
Andauernder Kursverfall muss aber unbedingt aufgefangen werden - und das rechtzeitig! Auf wenn beim Verkauf Verluste realisiert werden und der Ankauf wieder Geld kostet - in vielen Fällen ist das billiger als weiter an Wert zu verlieren.

Regel 5: nicht nur auf Produkte eines einzigen Anbieters setzen

Niemand ist überall gleich gut. Von daher ist es besser, sein Geld über eine Bank oder einen Vermögensverwalter anzulegen, die alle Fonds im Angebot haben und nicht nur den eigenen Produkten verpflichtet sind. Unabhängige Berater also! Nur so können Sie sicher sein, die tatsächlich besten Fonds ihrer Klasse zu bekommen und nicht nur die, die unbedingt abverkauft oder gehalten werden müssen.

Regel 6: Lemmingverhalten unerwünscht

Bleiben Sie auch hier innovativ! Denn wenn bereits jeder von einem Produkt schwärmt, dass “man unbedingt haben sollte”, dann ist der Zenit bereits überschritten! Wählen sie nicht automatisch das, was alle bereits gewählt haben - es muss nicht unbedingt (noch immer) gut sein. Ein sogenanntes antizyklisches Verhalten kann manchmal sehr nutzbringend sein.

Regel 7: Auf Nebenkosten achten

Im Einkauf liegt der Gewinn besagt eine alte Kaufmannsregel. Kauft man Fonds kostengünstig ohne oder mit reduziertem Ausgabeaufschlag, spart sich also die üblichen Ausgabeaufschläge von fünf Prozent und mehr, rutscht man mit seinem Depot nicht erst mal ins Minus. Auch die versteckten Kosten sind wichtig - fragen Sie deutlich danach und drängen Sie auf Kostentransparenz. Speziell bei fondsgebundenen Lebensversicherungen können die versteckten Kosten sehr hoch sein!

Regel 8: Regelmäßig Sparen und dabei Cost-Average-Effekt nutzen

Gegenüber dem einmaligen Kauf eines Investmentfonds bringt das regelmäßige Sparen einen entscheidenden Vorteil, den so genannten Cost-Average-Effekt. Langjährigen Studien und Vergleiche haben belegt, dass hier Kursschwankungen weniger ins Gewicht fallen und die Enderträge teilweise sogar höher sind als bei Einmalanlagen. Die meisten Anbieter verlangen einen monatlichen Mindestsparbetrag von 50 Euro, machmal sogar bis zu 25 € monatlich. Je nach eigener Risikobereitschaft kann sich der Sparer den Fonds aussuchen, in den sein Geld fließen soll.

Regel 9: Hände weg von Risikoprodukten

Für unerfahrene Anleger gilt: Hände weg von Spekulationen mit Optionsscheinen oder Knock Out Produkten! Anleger büssen damit fast immer Geld ein, da die kurzfristige Entwicklung einer Aktie oder einer Währung kaum prognostizierbar ist. Halten Sie - wenn überhaupt - maximal 10% Ihres frei verfügbaren Kapitals in derartigen Produkten. Es muss Spielgeld sein, dessen Verlust Sie im Ernstfall leicht verschmerzen können.

Wer kennt ihn nicht, den Bausparvertrag? Wer hat keinen? Kaum jemand wird sich da finden. Aber wussten Sie, dass Sie auch Kosten für Aus- und Fortbildung über einen Bausparvertrag finanzieren können?

Seit kurzem können Sie Ihren Bausparvertrag nicht nur belehnen, wenn es um Wohnraumfinanzierung geht, sondern in gleicher Weise auch, wenn berufliche Fortbildung oder auch Pflegekosten finanziert werden sollen.

Mögliche Verwendungszwecke im Bereiche der aus- und Weiterbildung:

  • Studiengebühren (Universitäten, Fachhochschulen, Akademien,…)
  • Postgraduale Ausbildungen (MBA, MSc etc.)
  • Maturaschulen und Kollegs
  • Kursgebühren (WIFI, BFI, Volkshochschule,eLearning)
  • Berufs- und Meisterschulen
  • Mit der Bildungsmaßnahme zusammenhängende Kosten: Lernmaterialien, Unterkunft und Fahrt

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Die Bildungsfinanzierung gibt´s sofort, auch wenn Sie noch nicht bausparen.
  • mit 1,9 %* Verzinsung (z.B.bei Raiffeisen) in den ersten 18 Monaten (ab dem 19. Monat variabel)
  • Die Auszahlung des Darlehens kann einmalig oder monatlich, quartalsweise, halbjährlich bzw. jährlich erfolgen.
  • In der Ausbildungsphase sind die Rückzahlungsraten besonders niedrig.
  • genauso günstig wie eine herkömmliche Bausparfinanzierung
  • hohe Sicherheit durch maximal 6 % Verzinsung
  • keine Kreditgebühr

Nähere Informationen erhalten Sie bei den jeweiligen Bausparkassen.

Hier die wichtigsten Wert, wer wieviel heuer dazu verdienen darf, ohne woanders Geld zu verlieren.

Studenten/Familienbeihilfe


Zuverdienstgrenze im Kalenderjahr

€ 8.725,–

Erläuterungen:

  • Seit dem 1.1.2001 gibt es keine monatliche Betrachtungsweise mehr. Vielmehr ist mit diesem Zeitpunkt eine sog. „Jahresdurchrechnung“ eingeführt worden.

  • Informationen dazu auch unter der Internetseite www.bmf.gv.at!

Vorsicht!
Übersteigt das zu versteuernde Einkommen (= Bruttogehalt abzüglich Sozialversicherung) im Kalenderjahr die Zuverdienstgrenze, besteht für dieses Kalenderjahr kein Anspruch auf Familienbeihilfe und die bezogene Familienbeihilfe und der Kinderabsetzbetrag sind zurückzuzahlen.

Studenten/Stipendium


Tätigkeit

maximales Jahreseinkommen

selbständig oder gemischt

5.814,–

rein unselbständige
Tätigkeit

7.195,–

Erläuterungen:

  • Die bisherige monatliche Verdienstgrenze während der Vorlesungszeit wurde mit 1.9.2001 abgeschafft. Sie wird durch ein maximales Jahreseinkommen (= Bruttoeinkommen abzüglich Sozialversicherungsbeiträge) ersetzt.

  • Es gibt somit keine Unterscheidung zwischen Einkünften während der Vorlesungszeit und der Ferien mehr.

  • Informationen dazu auch unter der Internetseite www.stipendium.at!

Mütter/Väter/Kinderbetreuungsgeld


Zuverdienstgrenze

ca. € 14.600,– brutto

Erläuterungen:

  • Jener Elternteil, der Kinderbetreuungsgeld (KBG) bezieht, darf jährlich dazuverdienen. Dabei wird das Einkommen des anderen
    Elternteils nicht berücksichtigt.

  • Für unselbständig Erwerbstätige berechnet sich die Zuverdienstgrenze auf folgende Weise: Die Summe aller Einkünfte während der Zeit des
    KBG-Bezugs (ohne Sozialversicherungsbeiträge, ohne 13. und 14. Gehalt und ohne Wochengeld) wird durch die Anzahl der Monate dividiert, in denen KBG bezogen wird. Dieser Betrag wird um 30% erhöht und mit 12 multipliziert. Liegt diese Endsumme unter der Zuverdienstgrenze, muss man das KBG nicht zurückzahlen.

  • Informationen dazu auch unter der Internetseite www.help.gv.at/8/080600_f.html#Zuverdienst.

Vorsicht!
Wird die Zuverdienstgrenze in einem Kalenderjahr überschritten, muss das Kinderbetreuungsgeld für dieses Kalenderjahr zurückbezahlt werden! Auch Einkünfte aus Kapitalvermögen oder aus Vermietung und Verpachtung zählen zum Zuverdienst.

Bei einer geringfügigen, unvorhersehbaren Überschreitung der Zuverdienstgrenze gibt es allerdings eine Toleranzgrenze, die ab 27.2.2004 von bisher 10% auf nunmehr 15% angehoben wurde (Härteklausel) und für Geburten nach dem 31.12.2001 gilt.

Tipp!
Als Faustregel können (bei einem monatlichen Zuverdienst, wenn von Jänner bis Dezember gearbeitet und KBG bezogen wird) folgende maximale Bruttobeträge herangezogen werden:

  • Angestellte max. € 1.136,48

  • Arbeiter/innen max. € 1.144,12

Ehegatten/Alleinverdienerabsetzbetrag


Familienstand

Zuverdienstgrenze im Kalenderjahr

kinderlos

2.200,–

Kinder

6.000,–

Pensionisten


Pensionsart

Zuverdienstmöglichkeit

vorzeitige Alterspension

geringfügige Beschäftigung

Alterspension (Frauen: 60 J., Männer 65 J.)

unbeschränkt

Invaliditäts-, Erwerbsunfähigkeitspension

unbeschränkt


geringfügige Beschäftigung

täglich

26,20

monatlich

341,16

Vorsicht!
Verdient ein Alterspensionist (Frauen: 60 J., Männer 65 J.) über der Geringfügigkeitsgrenze, fallen Sozialversicherungsbeiträge an, die im Bereich der Pensionsversicherung ab 2004 zu einer Erhöhung der Pension führen.

Verdient ein Invaliditäts- oder Erwerbsunfähigkeitspensionist über der Geringfügigkeitsgrenze, kommt es zu Pensionskürzungen.

Arbeitslose


Sozialleistung

Zuverdienstmöglichkeit

Arbeitslosengeld

geringfügige Beschäftigung

[ Quelle: wko.at, Stand: 2007/01]

Wir sind nun schon einige Jahre gewohnt, keine Wechselkurse mehr zu benötigen. In allen Staaten der “alten” EU (Ausnahme Grossbritannien) gilt der Euro. Inzwischen sind es 27 Staaten, die in der EU zusammengefasst sind. Und nicht mehr überall ist auch der Euro als Landeswährung gültig. Hier ein Überblick:

Die neuen Mitgliedstaaten sind auf ihrem Weg zur Einführung des Euro sehr unterschiedlich weit gekommen: Dies geht aus dem aktuellen Konvergenzbericht 2006 der Europäischen Kommission hervor. Nur Slowenien hat bereits im Juni 2006 alle Kriterien erfüllt. Die übrigen Länder (Tschechien, Estland, Zypern, Lettland, Ungarn Malta, Polen, die Slowakei und Schweden) weisen unterschiedliche Erfolge auf. (Litauen wurde im Bericht nicht berücksichtigt, weil sein Konvergenzprozess heuer bereits bewertet wurde.)

Um den Euro einführen zu dürfen, muss der Aspirant einen hohen Grad an dauerhafter Konvergenz bei folgenden Kriterien erreichen: Preisstabilität, Finanzlage der öffentlichen Hand, Wechselkursstabilität und langfristige Zinssätze. Polen, Schweden, Tschechien und Zypern erfüllen das Kriterium der Preisstabilität. Estland ist das einzige Land, das das Wechselkurskriterium geschafft hat. Estland, Lettland, Zypern und Schweden weisen die verlangte solide öffentliche Finanzlage vor.

[Quelle: europa.eu]

Gestern drang sogar bis zu mir durch, dass es ein “Second Life” gibt - und das nicht aus Richtung derer, die an Wiedergeburten glauben….

Gleich mal ein Outing: ich selbst bin ein hoffnungsloser Gamer - Siedler, Anno 1602, Pharao, der DaVinciCode, Myst&Co und noch eine Menge anderer PC-Spiele haben mich schon jahrelang in ihren Bann gezogen.

Als ich daher gestern von Second Life erfuhr, wunderte es mich ein wenig, dass das Game bereits drei Jahre alt ist und ich bisher noch nicht drübergestolpert war. Also nichts wie hin und ein wenig bei Google gestöbert…..

Was ich gefunden habe, befreit mich von jeglicher Motivation, das auszuprobieren.

Im akademischen Diskurs über Video- und Computerspiele, der so genannten Ludologie, unterscheidet man gerne zwischen dem regelgeleiteten Spiel (game) und dem freien, kreativen Spiel (play). „Second Life“ ähnelt eher kindlichen Imitations- und Improvisations-Experimenten, denn einem Wettkampf. Folgt man aber Johan Huizinga, der in seinem Klassiker „Homo Ludens“ das Spiel dadurch definierte, dass es von der Wirklichkeit abgekoppelt sei, dann ist „Second Life“ sicherlich kein Spiel - jedenfalls bald nicht mehr.

schreibt z.B. die Süddeutsche in einem recht interessanten Artikel über diese Parallel-Realität.

Wenn man sich ansieht, wer dort mitmischen will und es ja auch schon tut, dann verliert jeder echte Gamer sein Interesse. Die Player allerdings scheinen gerade erst munter zu werden - einige der “Big Player” sind ja bereits sehr aktiv in ihrem zweiten Leben.

Da stellt sich mir die Frage:
Wie ausgereizt muss das erste Leben einiger schon sein, wenn sie auf ein paralleles umsteigen müssen?

Das neue Steuerbuch 2007 ist da - viele Informationen, Erklärungen und Eckdaten für Ihre Steuererklärung 2006.

Zur Verfügung gestellt wird es direkt vom Bundesministerium für Finanzen. Hier gehts zum Download als pdf (etwa 1,1 MB).

Wer ein wenig Grundwissen mitbringt, kann sich damit seine Jahreserklärungen selbst erstellen. Eine Online-Version zur anonymen Berchnung steht über Finanz Online schon seit einiger Zeit zur Verfügung. Wer sich nicht allein zurecht findet, dem stehe ich natürlich gern für Fragen zur Verfügung.

Keine erfreuliche Entwicklung und bei Gott kein Grund zum Jubeln ist die Insolvenz-Statistik Österreich für 2006, die letzten Montag von der Creditreform veröffentlicht wurde.

Demnach ist die Gesamtzahl der Insolvenzen weiter steigend - und 2006 gab es erstmals mehr Privatkonkurse als die von Unternehmen. Was aber gleichzeitig bedeutet, dass die Kaufkraft der Österreicher sinken muss. Wenn der Private bis zum Existenzminimum gepfändet ist, bleibt ihm nur sehr wenig Geld für nicht lebensnotwendige Dinge.

“Unternehmen müssen wieder verstärkt mehr Kredit- und Risikomanagement betreiben, um längerfristig markt- und konkurrenzfähig bleiben zu können.”

heisst es unter anderem in dem Artikel. Und da frage ich mich, wie sehr man sich in Zusammenhang mit dieser Statistik auch mit dem Bankwesen auseinander gesetzt hat. Denn ich habe Erfahrungen im letzten Jahr gemacht, die belegen, dass bei Unternehmern sehr wohl Kredit- und Risikomanagement vorhanden wäre. Dass aber bei den Banken die Bereitschaft sinkt, derartiges zu finanzieren.

Hier dreht sich ein Teufelskreis. Der Unternehmer will/muss investieren - die Bank lehnt eine Finanzierung ab - der Unternehmer tritt auf der Stelle - Expansion wird gebremst - die Mitarbeiter gekürzt (wo sonst kann man mit einem einzigen Federstrich so grosse Summen einsparen?) - der neue Arbeitslose oder auch der Unternehmer kann sein Leben/sein Unternehmen nicht mehr finanzieren - geht zur Bank, bekommt keinen Überbrückungskredit……

Ich verstehe sehr gut, dass Banken nichts zu verschenken haben und verstärkt bedacht darauf sind, Sicherheiten für das verliehene Geld zu bekommen. Schliesslich ist Geldverleih das Geschäft der Banken. Und wenn man bei einem Geschäft nichts mehr verdient, sollte man es bleiben lassen. Das sind völlig normale Grundsätze, die natürlich auch ein Bank zu beachten hat.

Wo also setzt man an in diesem Teufelskreis? Wo unterbricht man ihn am besten und schiebt damit die Wirtschaft in die richtige Richtung?

Mein einziger Tipp derzeit:
Auskommen mit dem Vorhandenen, durch straffe interne Organisation der Unternehmensabläufe das Leistungspotential und auch die Freude an der Arbeit der Mitarbeiter (und des Unternehmers) steigern, auf die Kunden offen und serviceorientiert zu gehen. Also das Prinzip der winzigen Schritte, die aber auch - sinnvoll aneinander gereiht - eine grosse Wegstrecke ergeben können.

Damit spielt sich ein Unternehmen selbst wieder frei, schafft bessere Erträge mit gleichbleibenden (oder sogar gesenkten) Kosten und kann mit verbesserten Zahlen bei Banken zielführender argumentieren und verhandeln.

Es ist ein langsamer, mühsamer Weg - speziell für Kleinunternehmer, die den Grossteil der Arbeit selbst erledigen müssen. Ich weiss. Aber meines Erachtens nach allemal besser als den Status Quo von heute einzufrieren. Denn wer sich nicht weiter entwickelt, der bleibt früher oder später einsam auf der Strecke zurück.

Meine Bitte gleichzeitig an die Marketing-Verantwortlichen:

Gaukelt in Eurer Werbung den Menschen nicht ständig die heile Welt vor!
Versucht nicht laufend, Bedarf für Produkte zu wecken, die kein Mensch braucht!
Stellt Euch auf die Situation ein und schafft innovative Konzepte!

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