Tatort Freizeit


Heuer schreibe ich auf drei anderen Seiten Adventkalender - daher hier nur Links dorthin:

Anleitungen für einen friedlichen Advent:
(auf die Grafik klicken)

Adventkalender


Geschichten rund um den Advent:

der Adventkalender im Austrian Desk,
meiner Österreicher-Gruppe auf Xing

Heute ist wieder einmal der internationale “Kauf-Nix-Tag”. Sie wussten gar nicht, dass es ihn gibt?

Dieser “Buy Nothing Day” kommt natürlich aus den USA zu uns. Wie könnte es anders sein? Und wird jährlich am letzten Freitag im November in Nordamerika und am letzten Samstag im November im Rest der Welt begangen. Ziel ist es, uns alle zum Nachdenken über unser Kaufverhalten anzuregen. Und vielleicht auch das eine oder andere sinnlose Weihnachtsgeschenk zu vermeiden.

Was als einfache Idee vor angeblich fünfzehn Jahren in Nordamerika begann (am Tag nach dem Feiertag “Thanksgiving” - Amerikas geschäftigstem Einkaufstag des Jahres), wuchs als Buy Nothing Day zu einer weltweiten Zelebration und Demonstration des Konsumbewusstseins und des übermäßigen Konsums heran. Das Schöne daran ist: es kostet absolut nichts, dabei mitzumachen. ;-)

In Wien auf der Mariahilfer Straße streiken heute die Weihnachtsmänner, sitzen faul herum und verteilen Flugblätter über den Kauf Nix Tag. Wer will, kann sich auch Geschenk-Verzichts-Erklärungen abholen.

“Kampf dem Konsumrausch”
tituliert nt-v den heutigen Artikel dazu und stellt fest, dass in Deutschland heuer keine grösseren Aktionen stattfinden werden.

In Grossbritannien wiederum soll der heutige Buy Nothing Day der grösste bisher werden.

Was werde ich tun? Das, was ich sowieso getan hätte - “normal” einkaufen gehen (hungern finde ich nicht so spannend….) und mich höchstens drüber freuen, wenn heute nicht allzu viel los ist. Das bleibt vermutlich ein Wunschdenken……..

Cool runnings - dabei sein ist alles!Vor kurzem lief wieder mal der Film “Cool Runnings” im TV. Kennen Sie nicht? Macht nichts. Mir geht es auch nicht um eine Filmkritik. Mir geht es um das, was mein 13jähriger Sohn dabei erkannt hat.

Es geht darin um die erste jamaicanische 4er-Bob-Mannschaft bei den olympischen Spielen. Das muss 1988 in Calgary gewesen sein. Abgesehen davon, dass mir der Film beim zweiten Mal ansehen noch genau so gefallen hat (und das lag nicht allein an dem gut aussehenden Steuermann der Mannschaft), blieben mir auch diesmal drei Botschaften daraus als ungemein wichtig hängen.

Lebe Deinen Traum!
Einer der Jungs ist aus reichem Haus. Sein Vater, der wirtschaftlich bedeutendste Mann auf Jamaica, hat ihn studieren lassen und ihm einen Job in einer renommierten Anwaltskanzlei in den USA besorgt. Der Junge kämpft mit seinem Zwang, automatisch dem dominanten Vater zu gehorchen, und seinem Traum, Bob zu fahren. Heimlich geht er mit dem Team nach Kanada, während sein Vater glaubt, er sei schon in der Anwaltskanzlei. Durch die Fernsehberichte kommt sein Vater dahinter, fährt nach Kanada und befiehlt dem Junior, sofort nach Hause zu kommen. Es kostet Junior ungeheure Überwindung, hier sich selbst wichtiger zu nehmen als den Gehorsam dem Vater gegenüber. Aber er besinnt sich auf sich selbst, seine eigene innere Stärke. Und bleibt. Mit dem Resultat, dass am Ende der Vater ebenfalls im Ziel steht und mit der Menge mitjubelt. Weil er den Stolz auf seinen Sohn nicht mehr verleugnen kann.

Eine Kopie wird niemals besser als das Original werden können
Die Schweizer werden überall als Favoriten gehandelt. Die Newbies, die in Calgary das erste Mal Schnee und eise kennen gelernt haben, nehen sich ein Vorbild an den Eidgenossen. Versuchen, sich beim Start genauso einzuzählen wie die Schweizer. Als der erste richtige Lauf total in die Hose geht, sitzen die vier Jungs am Abend beisammen und stellen fest: “Wenn wir aussehen wie Jamaicaner, reden wie Jamaicaner, uns benehmen wie Jamaicaner - warum fahren wir dann nicht auch wie Jamaicaner?” Am nächsten Tag, beim zweiten Durchgang, zählen sie sich nicht mehr mit “üüüns, zwüüü, drüüü” ein wie die Schweizer. sondern mit “Fühl den Rythmus, fühl die Musik. Dieser Bob bringt uns zum Ziel.” und erringen damit nicht nur eine unerwartet gute Platzierung in diesem Lauf sondern auch die Sympathien vieler Zuschauer.

Der Sieg ist nicht das Einzige, was zählt.
Am dritten Tag, beim alles entscheidenen Lauf, bricht bei ihrem alten Bob (für mehr hatte das Geld nicht gereicht) etwas an der Lenkung, sie kommen schwer zzu Sturz. Aus der Traum. Oder doch noch nicht? Sie rappeln sich wieder auf, alle vier schultern den völlig ramponierten Bob und tragen ihn unter tosendem Applaus ins Ziel. Keine Medaille, kein Rang in den Platzierungen generell - aber ein unendlicher Achtungserfolg!

Kennen Sie den Spruch? Ja? Und flattern sie bei Ihnen noch? Nein? Schade….. weil das nämlich ein Gefühl ist, das nicht nur im Privatleben wichtig ist. Warum ich gerade auf dieses Thema komme? Vielleicht, weil ich eben den Film “Glauben ist alles” mit Ben Stiller, Jenna Elfman und Edward Norton gesehen habe?

Habe ich schon erwähnt, dass ich ein absoluter Zahlenmensch bin? Ja, wahrscheinlich schon öfter.;-) Ich liebe meine Zahlen, das Arbeiten damit. Sie sind lebendig für mich und erzählen mir so manche spannende Geschichte. Und über all dieser Lebendigkeit habe ich vergessen, wie spannend das Leben auch ohne Zahlen sein kann. Ich mache grade wieder die ersten vorsichtigen Schritte……

im Tal der Schmetterlinge auf RhodosHeuer im Sommer war ich ja nach langer Zeit wieder einmal auf Urlaub. Auf Rhodos, bei einer lieben Freundin zu Besuch (hallo Tina!) und unter anderem auch im Tal der Schmetterlinge bei Petaloudes. Und dort sind eine Menge Schmetterlinge geflattert! Das Wunderbare daran: so unscheinbar sie auf dem Foto aussehen mögen - wenn sie die Flügel öffnen, zeigen sie ein herrliches warmes lebendiges Rot.

Der ursprünglich, in Kleinasien beheimatete orientalische Ambermbaum (Storax), der im Tal der Schmetterlinge auf Rhodos wächst und dessen Harz einen speziellen Duft absondert (riecht etwas nach Vanille), zieht die Schmetterlinge an, und animiert sie sich dort fortzupflanzen. Die Schmetterlinge schlüpfen im Frühling aus ihren Puppen und verbringen den Sommer im Tal, einem in Europa, einzigartigen Biotop.

Wussten Sie, dass ein Schmetterling nur sehr kurzlebig ist? Nur einen Sommer lang flattert er. Dann ist seine Zeit vorbei. Jedes Jahr wieder ist es ein neuer Durchgang im Kreislauf des Lebens. Und ich sehe darin eine erstaunliche Paralelle zu uns Menschen. Der Spruch “Schmetterlinge im Bauch” kommt nicht von ungefähr.

Ein herrliches Gefühl, motivierend, energiespendend, absolut positiv - aber nur kurz. Keine Macht der Welt kann es lang halten. Wenn wir nicht daran arbeiten, dass der Kreislauf sich schliessen kann - also quasi für eine Erneuerung sorgen - dann ist es weg. Fort, verschwunden. Ob das jetzt ein Familienmitglied, ein Lebensabschnittspartner, ein Kollege, Freund oder sogar ein Kunde ist - wenn wir es nicht schaffen, positive Gefühle zu erneuern, ist die Chance vorbei. Halten funktioniert nicht - erneuern ist wichtig.

Das Oktoberfest in München, kurz d’Wiesn, ist das grösste Volksfest der Welt. Wenn heute um Punkt Zwölf Münchens Oberbürgermeister Christian Ude die Wiesn eröffnet hat, werden bis zum 7. Oktober sechs Millionen Besucher auf die Theresienwiese pilgern. Zum 174. Mal übrigens.

Oktoberfest in MünchenGenauso viele Maß Bier werden wieder ausgeschenkt werden. Mit einem Literpreis von knapp 8 Euro übrigens. Insgesamt sind rund 650 Marktkaufleute, Schausteller und Gastronomiebetriebe zugelassen. Rund 12.000 Kellnerinnen, Budenbetreiber, Köche und Helfer an Fahrgeschäften kümmern sich um den reibungslosen Ablauf. Eine riesige Organisationsarbeit steht jedes Jahr im Hintergrund, um einen halbwegs reibungslosen Ablauf zu gewähren. Und viel Geld wird hier “umgedreht”.

Ich war noch nie in meinem Leben “auf der Wies’n. Aber angeblich ist das Oktoberfest auch gleichzeitig der grösste Umschlagplatz für Kontakte - privater und schäftlicher Natur. Ein Sammelplatz für Kuriositäten, Hoppalas und Möchte-Gern-Promis ist es auf jeden Fall.

Welt Online hat einen eigenen Wiesn-Knigge zzusammengestellt - was zieht man an, wo ist es am spannendesten, wie benimmt man sich und mehr.

Vorsicht ist trotz erhöhtem Alkoholgenuss geboten. Denn Schunkeln kann teuer werden - wenn’s zu wild wird. Zwar sei es mittlerweile auf dem Oktoberfest üblich, auf den Bänken zu singen, zu tanzen und zu schunkeln, meinen die Juristen. Trotzdem müsse man die Umgebung beobachten und auch damit rechnen, dass man das Gleichgewicht - aus welchem Grund auch immer - verlieren könne. Wenn dabei ein anderer Gast zu Schaden kommt, ist Schmerzensgeld fällig!

Das Bier auf der Wies’n hat übrigens 1% mehr Alkoholgehalt als das “normale” deutsche Bier. Für uns Österreicher sollte das kein Problem sein, denn unser Bier ist sowieso stärker als das deutsche.

Na, dann Prost!

Das umstrittene “Licht am Tag” im Straßenverkehr wird nun offenbar abgedreht: Innenminister Platter und Verkehrsminister Faymann wollen heute gemeinsam die Abschaffung der Sicherheitsmaßnahme bekanntgeben. Ein entsprechender Antrag soll in den kommenden Wochen dem Parlament vorgelegt werden, wie eine Sprecherin des Verkehrsministerium durchblicken ließ.

Im Juli und August sei die Maßnahme “Licht am Tag” anhand einer Studie überprüft worden. Offenbar hat “Licht am Tag” den vom ehemaligen Verkehrsminister Gorbach versprochenen Sicherheitsgewinn nicht gebracht.

Hmm, zur Erinnerung nochmal die Links auf meine alten Berichte - ob’s wirklich am damaligen Verkehrsminister gelegen hat?
mit 15.11.2005 wurde Fahren mit Licht am Tag Gesetz
ab 1.April 2006 wurde bestraft

Angeblich wird bereits jetzt schon nicht mehr bestraft. Verlassen würde ich mich allerdings nicht darauf. Und beim derzeitigen trüben Wetter wär’s auch leichtsinnig… ;-)

Seit einigen Tagen frage ich mich das ernsthaft. Denn die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt hat die Ermittlungen gegen die Gebrüder Schmidtlein wieder eingestellt.

Ob nun Routenplaner, Songtexte, Lehrstellen, SMS - alles, was im Internet beliebt und daher auch gesucht ist, wurde bereits von der Andreas & Manuel Schmidtlein GbR in Büttelborn, Deutschland, auf Webseiten angeboten. Ich habe ja schon einige Male berichtet und gewarnt. 24.000 Euro Strafe konnten erreicht werden - mehr nicht.

“Viele Personen gaben bei der Generalstaatsanwaltschaft an, nie eine entsprechende Seite aufgerufen und daher niemals den verrechneten Dienst bestellt zu haben. Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen ergaben jedoch sehr wohl einen Zugriff der Kunden auf die entsprechende Seite. Auf der Seite des Anbieters konnten die Ermittler hingegen keine Hinweise auf Schadprogramme oder unberechtigte Zugriffe feststellen. Wegen der Vielzahl der Anzeigen geht die Generalstaatsanwaltschaft davon aus, dass vielen der Nutzer nicht klar war, dass sie einen Abonnementsvertrag abschließen.”

So heisst es erklärend von den Behörden.

Der Konsumentenschutz in Österreich sieht das ein wenig differenzierter und weist erneut darauf hin, dass sich bei uns die Rücktrittsfrist verlängert, wenn nicht ausreichende Informationen dazu erteilt wurden.

Wird überhaupt nicht oder nur mangelhaft über das Rücktrittsrecht belehrt (was gar nicht so selten der Fall ist), verlängert sich in Österreich die Rücktrittsfrist auf drei Monate. Maßgebend ist dabei der Wohnsitz des Konsumenten!

Rücktritt mit eingeschriebenem Brief

Eine Information über das Rücktrittsrecht nur auf der Website selbst oder per Link zu einer anderen Website mit einer solchen Belehrung reicht nicht! Die Rücktrittsbelehrung muss auf einem dauerhaften Datenträger erfolgen. Eine Website entspricht dieser Anforderung aber nicht. In diesem Fall verlängert sich die Rücktrittsfrist.

Am besten daher den Rücktritt mit eingeschriebenem Brief erklären! Sie haben letztlich keinen Beweis, dass die Firma die E-Mail tatsächlich erhalten hat. Und wie sonderbar: E-Mails gehen gerade in diesen Fällen gerne „verloren”…..

Links zu weiteren Berichten darüber:
Heise online
Konsument.at
ZDF online

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