Tatort Familie


Heute ist wieder einmal der internationale “Kauf-Nix-Tag”. Sie wussten gar nicht, dass es ihn gibt?

Dieser “Buy Nothing Day” kommt natürlich aus den USA zu uns. Wie könnte es anders sein? Und wird jährlich am letzten Freitag im November in Nordamerika und am letzten Samstag im November im Rest der Welt begangen. Ziel ist es, uns alle zum Nachdenken über unser Kaufverhalten anzuregen. Und vielleicht auch das eine oder andere sinnlose Weihnachtsgeschenk zu vermeiden.

Was als einfache Idee vor angeblich fünfzehn Jahren in Nordamerika begann (am Tag nach dem Feiertag “Thanksgiving” - Amerikas geschäftigstem Einkaufstag des Jahres), wuchs als Buy Nothing Day zu einer weltweiten Zelebration und Demonstration des Konsumbewusstseins und des übermäßigen Konsums heran. Das Schöne daran ist: es kostet absolut nichts, dabei mitzumachen. ;-)

In Wien auf der Mariahilfer Straße streiken heute die Weihnachtsmänner, sitzen faul herum und verteilen Flugblätter über den Kauf Nix Tag. Wer will, kann sich auch Geschenk-Verzichts-Erklärungen abholen.

“Kampf dem Konsumrausch”
tituliert nt-v den heutigen Artikel dazu und stellt fest, dass in Deutschland heuer keine grösseren Aktionen stattfinden werden.

In Grossbritannien wiederum soll der heutige Buy Nothing Day der grösste bisher werden.

Was werde ich tun? Das, was ich sowieso getan hätte - “normal” einkaufen gehen (hungern finde ich nicht so spannend….) und mich höchstens drüber freuen, wenn heute nicht allzu viel los ist. Das bleibt vermutlich ein Wunschdenken……..

Cool runnings - dabei sein ist alles!Vor kurzem lief wieder mal der Film “Cool Runnings” im TV. Kennen Sie nicht? Macht nichts. Mir geht es auch nicht um eine Filmkritik. Mir geht es um das, was mein 13jähriger Sohn dabei erkannt hat.

Es geht darin um die erste jamaicanische 4er-Bob-Mannschaft bei den olympischen Spielen. Das muss 1988 in Calgary gewesen sein. Abgesehen davon, dass mir der Film beim zweiten Mal ansehen noch genau so gefallen hat (und das lag nicht allein an dem gut aussehenden Steuermann der Mannschaft), blieben mir auch diesmal drei Botschaften daraus als ungemein wichtig hängen.

Lebe Deinen Traum!
Einer der Jungs ist aus reichem Haus. Sein Vater, der wirtschaftlich bedeutendste Mann auf Jamaica, hat ihn studieren lassen und ihm einen Job in einer renommierten Anwaltskanzlei in den USA besorgt. Der Junge kämpft mit seinem Zwang, automatisch dem dominanten Vater zu gehorchen, und seinem Traum, Bob zu fahren. Heimlich geht er mit dem Team nach Kanada, während sein Vater glaubt, er sei schon in der Anwaltskanzlei. Durch die Fernsehberichte kommt sein Vater dahinter, fährt nach Kanada und befiehlt dem Junior, sofort nach Hause zu kommen. Es kostet Junior ungeheure Überwindung, hier sich selbst wichtiger zu nehmen als den Gehorsam dem Vater gegenüber. Aber er besinnt sich auf sich selbst, seine eigene innere Stärke. Und bleibt. Mit dem Resultat, dass am Ende der Vater ebenfalls im Ziel steht und mit der Menge mitjubelt. Weil er den Stolz auf seinen Sohn nicht mehr verleugnen kann.

Eine Kopie wird niemals besser als das Original werden können
Die Schweizer werden überall als Favoriten gehandelt. Die Newbies, die in Calgary das erste Mal Schnee und eise kennen gelernt haben, nehen sich ein Vorbild an den Eidgenossen. Versuchen, sich beim Start genauso einzuzählen wie die Schweizer. Als der erste richtige Lauf total in die Hose geht, sitzen die vier Jungs am Abend beisammen und stellen fest: “Wenn wir aussehen wie Jamaicaner, reden wie Jamaicaner, uns benehmen wie Jamaicaner - warum fahren wir dann nicht auch wie Jamaicaner?” Am nächsten Tag, beim zweiten Durchgang, zählen sie sich nicht mehr mit “üüüns, zwüüü, drüüü” ein wie die Schweizer. sondern mit “Fühl den Rythmus, fühl die Musik. Dieser Bob bringt uns zum Ziel.” und erringen damit nicht nur eine unerwartet gute Platzierung in diesem Lauf sondern auch die Sympathien vieler Zuschauer.

Der Sieg ist nicht das Einzige, was zählt.
Am dritten Tag, beim alles entscheidenen Lauf, bricht bei ihrem alten Bob (für mehr hatte das Geld nicht gereicht) etwas an der Lenkung, sie kommen schwer zzu Sturz. Aus der Traum. Oder doch noch nicht? Sie rappeln sich wieder auf, alle vier schultern den völlig ramponierten Bob und tragen ihn unter tosendem Applaus ins Ziel. Keine Medaille, kein Rang in den Platzierungen generell - aber ein unendlicher Achtungserfolg!

Kennen Sie den Spruch? Ja? Und flattern sie bei Ihnen noch? Nein? Schade….. weil das nämlich ein Gefühl ist, das nicht nur im Privatleben wichtig ist. Warum ich gerade auf dieses Thema komme? Vielleicht, weil ich eben den Film “Glauben ist alles” mit Ben Stiller, Jenna Elfman und Edward Norton gesehen habe?

Habe ich schon erwähnt, dass ich ein absoluter Zahlenmensch bin? Ja, wahrscheinlich schon öfter.;-) Ich liebe meine Zahlen, das Arbeiten damit. Sie sind lebendig für mich und erzählen mir so manche spannende Geschichte. Und über all dieser Lebendigkeit habe ich vergessen, wie spannend das Leben auch ohne Zahlen sein kann. Ich mache grade wieder die ersten vorsichtigen Schritte……

im Tal der Schmetterlinge auf RhodosHeuer im Sommer war ich ja nach langer Zeit wieder einmal auf Urlaub. Auf Rhodos, bei einer lieben Freundin zu Besuch (hallo Tina!) und unter anderem auch im Tal der Schmetterlinge bei Petaloudes. Und dort sind eine Menge Schmetterlinge geflattert! Das Wunderbare daran: so unscheinbar sie auf dem Foto aussehen mögen - wenn sie die Flügel öffnen, zeigen sie ein herrliches warmes lebendiges Rot.

Der ursprünglich, in Kleinasien beheimatete orientalische Ambermbaum (Storax), der im Tal der Schmetterlinge auf Rhodos wächst und dessen Harz einen speziellen Duft absondert (riecht etwas nach Vanille), zieht die Schmetterlinge an, und animiert sie sich dort fortzupflanzen. Die Schmetterlinge schlüpfen im Frühling aus ihren Puppen und verbringen den Sommer im Tal, einem in Europa, einzigartigen Biotop.

Wussten Sie, dass ein Schmetterling nur sehr kurzlebig ist? Nur einen Sommer lang flattert er. Dann ist seine Zeit vorbei. Jedes Jahr wieder ist es ein neuer Durchgang im Kreislauf des Lebens. Und ich sehe darin eine erstaunliche Paralelle zu uns Menschen. Der Spruch “Schmetterlinge im Bauch” kommt nicht von ungefähr.

Ein herrliches Gefühl, motivierend, energiespendend, absolut positiv - aber nur kurz. Keine Macht der Welt kann es lang halten. Wenn wir nicht daran arbeiten, dass der Kreislauf sich schliessen kann - also quasi für eine Erneuerung sorgen - dann ist es weg. Fort, verschwunden. Ob das jetzt ein Familienmitglied, ein Lebensabschnittspartner, ein Kollege, Freund oder sogar ein Kunde ist - wenn wir es nicht schaffen, positive Gefühle zu erneuern, ist die Chance vorbei. Halten funktioniert nicht - erneuern ist wichtig.

Ja, ich weiss, das haben wir vor vielen Jahren auch schon gesagt. Und trotzdem haben wir heute einen eklatanten Fachkräftemangel. Warum wohl?

Die Lehrlingsausbildung wurde in den letzten zwanzig Jahren dermassen zum Schutz der Lehrlinge ver(schlimm)bessert, dass sich viele Betriebe mit Schaudern abgewandt haben. Das Risiko, eine Niete zu erwischen und diese dann drei Jahre “am Hals” zu haben, wurde für kleinere Betriebe beinahe untragbar.

Seit einigen Jahren nun versucht man seitens des AMS und der Gemeinden, durch finanzielle Stützung der Lehrlingsentschädigung die Kosten zumindest in den ersten zwei Jahren beinahe auf Null zu stellen. Auch einen speziellen Steuerfreibetrag gibt es.

Das klingt nun wieder etwas interessanter - mindert aber nicht das Risiko, einen guten oder weniger guten Lehrling zu bekommen. Wenn Sie mit dem Gedanken an Lehrlingsausbildung spielen, habe ich heute einen Tipp für Sie, wie Sie sicher an die besten verfügbaren Nachwuchsleute kommen.

In den Schulen werden spezielle Schnuppertage freigegeben - diese sind von Bundesland zu Bundesland und vermutlich auch zwischen den Schuleinrichtungen sehr unterschiedlich. Aber auf jeden Fall sind die ersten schon im Jänner kommenden Jahres.

Gehen Sie schon jetzt - spätestens im November - in Schulen in Ihrem Gebiet. Sprechen Sie mit den zuständigen Beauftragten der Schulen und lassen Sie sich auf die Liste am Schwarzen Brett setzen. “Gute” sprich interessierte Lehrlinge sehen sich bereits jetzt um Plätze um, bei denen sie schnuppern können. So sitzen Sie direkt an der Quelle und haben die besseren Karten.

Das umstrittene “Licht am Tag” im Straßenverkehr wird nun offenbar abgedreht: Innenminister Platter und Verkehrsminister Faymann wollen heute gemeinsam die Abschaffung der Sicherheitsmaßnahme bekanntgeben. Ein entsprechender Antrag soll in den kommenden Wochen dem Parlament vorgelegt werden, wie eine Sprecherin des Verkehrsministerium durchblicken ließ.

Im Juli und August sei die Maßnahme “Licht am Tag” anhand einer Studie überprüft worden. Offenbar hat “Licht am Tag” den vom ehemaligen Verkehrsminister Gorbach versprochenen Sicherheitsgewinn nicht gebracht.

Hmm, zur Erinnerung nochmal die Links auf meine alten Berichte - ob’s wirklich am damaligen Verkehrsminister gelegen hat?
mit 15.11.2005 wurde Fahren mit Licht am Tag Gesetz
ab 1.April 2006 wurde bestraft

Angeblich wird bereits jetzt schon nicht mehr bestraft. Verlassen würde ich mich allerdings nicht darauf. Und beim derzeitigen trüben Wetter wär’s auch leichtsinnig… ;-)

Wer hat Schuld an den Schulden? Der “abzockende” Staat, die “gierigen” Banken oder der leichtfertige Konsument? Warum landen immer mehr Menschen in der Schuldenfalle? Kennen wir einfach alle unsere Grenzen nicht mehr?

Das fragte Donnerstag abend Maybrit Illner im ZDF. Unter anderem war Anne Koark geladen - eine Frau, die selbst Pleite machte und seit einigen Jahren nun ihr Geld damit verdient, anderen den Weg aus der Pleite-Krise aufzuzeigen.

wenn der Pleitegeier wartetAuch in Österreich ist das nahezu ein Tabu-Thema, obwohl täglich immer mehr Privatpersonen in die Schuldenfalle geraten. Genau diese Privatpersonen sind aber gleichzeitig unsere Kunden. Was können wir von Kunden erwarten, die auf das Existenzminimum beschränkt sind? Sehr wenig, denke ich.

Meiner Meinung nach haben wir tatsächlich verlernt, ernsthaft mit Geld umzzugehen. Die Werbung gaukelt uns eine heile Welt vor, in der Bedürfnisse existieren, von denen wir bis vor einer Minute noch keine Ahnung hatten. Banken sind zwar bei der Kreditvergabe inzwischen vorsichtig geworden - aber (leider) hauptsächlich bei uns Unternehmern. Der Private, der einen (derzeit noch sicheren) Arbeitsplatz hat, bekommt leicht Kredite. Unternehmen selbst locken mit Teilzahlungsangeboten - und verschweigen dabei, dass ja auch heir eine Bank im Hintergrund steht und bei Nichtzahlen der Raten restrriktiv eingreift.

Die Banken spielen leichtfertig mit unserem Geld (siehe der immer noch aktuelle Bawag-Skandal) und verlieren auch noch dabei. Eine Vorbildswirkung? Hoffentlich nicht!

Der Ausweg aus der Schuldenfalle?

Wir müssen uns in erster Linie wohl wieder darauf besinnen, dass wir nicht mehr ausgeben können und dürfen, als wir haben. Jetzt haben - nicht, was wir irgendwann haben werden! Auch privat Ausgaben planen und nicht nur das aktuelle Einkommen dabei berücksichtigen, sondern auch in die Zukunft denken dabei.

Wenn Sie bereits in der Schuldenfalle sitzen, ist dringender Handlungsbedarf gegeben!

Stopfen Sie auf keinen Fall alte Löcher, in dem Sie neue aufreissen! Treffen Sie Rückzahlungsvereinbarungen, mit denen Sie auch leben, die Sie auch einhalten können. Und vermeiden Sie dabei unbedingt neue Schulden! Jede Schuld, die nicht rechtzeitig beglichen wird, schafft neue (Un)Kosten und brdet Ihnen daher noch mehr Last auf.

Als Privater hilft Ihnen dabei jede Schuldnerberatung in Österreich. Als Unternehmen in der finanziellen Krise nehmen Sie rechtzeitig guten Rat von Professionisten in Anspruch. Auch ich beschäftige mich oft mit insolvenzgefährdeten Unternehmern und stelle dabei immer wieder fest: “wäre der Klient früher gekommen, hätte man viel mehr retten können”.

Seit einigen Tagen frage ich mich das ernsthaft. Denn die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt hat die Ermittlungen gegen die Gebrüder Schmidtlein wieder eingestellt.

Ob nun Routenplaner, Songtexte, Lehrstellen, SMS - alles, was im Internet beliebt und daher auch gesucht ist, wurde bereits von der Andreas & Manuel Schmidtlein GbR in Büttelborn, Deutschland, auf Webseiten angeboten. Ich habe ja schon einige Male berichtet und gewarnt. 24.000 Euro Strafe konnten erreicht werden - mehr nicht.

“Viele Personen gaben bei der Generalstaatsanwaltschaft an, nie eine entsprechende Seite aufgerufen und daher niemals den verrechneten Dienst bestellt zu haben. Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen ergaben jedoch sehr wohl einen Zugriff der Kunden auf die entsprechende Seite. Auf der Seite des Anbieters konnten die Ermittler hingegen keine Hinweise auf Schadprogramme oder unberechtigte Zugriffe feststellen. Wegen der Vielzahl der Anzeigen geht die Generalstaatsanwaltschaft davon aus, dass vielen der Nutzer nicht klar war, dass sie einen Abonnementsvertrag abschließen.”

So heisst es erklärend von den Behörden.

Der Konsumentenschutz in Österreich sieht das ein wenig differenzierter und weist erneut darauf hin, dass sich bei uns die Rücktrittsfrist verlängert, wenn nicht ausreichende Informationen dazu erteilt wurden.

Wird überhaupt nicht oder nur mangelhaft über das Rücktrittsrecht belehrt (was gar nicht so selten der Fall ist), verlängert sich in Österreich die Rücktrittsfrist auf drei Monate. Maßgebend ist dabei der Wohnsitz des Konsumenten!

Rücktritt mit eingeschriebenem Brief

Eine Information über das Rücktrittsrecht nur auf der Website selbst oder per Link zu einer anderen Website mit einer solchen Belehrung reicht nicht! Die Rücktrittsbelehrung muss auf einem dauerhaften Datenträger erfolgen. Eine Website entspricht dieser Anforderung aber nicht. In diesem Fall verlängert sich die Rücktrittsfrist.

Am besten daher den Rücktritt mit eingeschriebenem Brief erklären! Sie haben letztlich keinen Beweis, dass die Firma die E-Mail tatsächlich erhalten hat. Und wie sonderbar: E-Mails gehen gerade in diesen Fällen gerne „verloren”…..

Links zu weiteren Berichten darüber:
Heise online
Konsument.at
ZDF online

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