Ärger beginnt mit Ä - wie ÄndernWas die Viren für Ihren Computer, ist der Ärger für Ihr Gehirn.
Installieren Sie ein Antiärger-Programm.

Eine Stunde Ärger kostet Sie mehr Energie als acht Stunden intensiver Arbeit. Ärger vernichtet Ihre Stimmung und stiehlt Ihnen die Zeit.Er nimmt Ihnen die Gelassenheit, degradiert Sie, lenkt Sie ab, macht Sie disziplinlos, unprofessionell und leistungsunfähig. Er fesselt Sie an ein Thema, nimmt Ihnen die Sehfähigkeit für das, was von Bedeutung ist, und hindert Sie daran, voranzukommen. Damit liefert er Ihnen einen zusätzlichen Negativ-Faktor: unerledigte Arbeit.

Wenn Sie sich ärgern, übernimmt die Bestie in Ihrem Gehirn die Herrschaft. Sie beisst und schlägt um sich und frisst Ihren Tagesplan. Ärger treibt das Blut aus dem Gehirn. Sie können große Sprünge machen, wissen nur nicht, wohin. Ärger gefährdet Ihre Gesundheit und zerstört Ihre Vitalität. Er macht die Lippen schmal, das Gesicht hart und den Magen sauer. Er vergiftet Ihre Gedanken, produziert Ängste und stiehlt Ihnen die Lebensfreude.

Was ein bescheidener Ärgeranlass auslöst, lässt sich nur bewundern. Eine giftige Bemerkung, geliefert von einem professionellen Säurelieferanten in wenigen Sekunden, kann den Empfänger dieser Bemerkung zwei Stunden arbeitsunfähig machen.

Verwandeln Sie Ihr Leben in eine ärgerfreie Zone

Ärgeranlässe und Ärgerauslöser werden immer wieder auftauchen. Gestatten Sie es ihnen zukünftig nicht mehr, Ärger auszulösen. Ärgernisse liefern Ihnen die Antriebskraft für die Fülle der Verbesserungen. Es gibt keine andere Ideenquelle, die Sie mit einem solchen Informations- und Ideenreichtum zu versorgen vermag. Jedes analysierte Ärgernis zeigt Ihnen, was Sie bisher nicht zweckmäßig gestaltet haben, was Sie unprofessionell handhaben und was Sie daran hindert, schneller voranzukommen.

Gehen Sie an jeden ärgerlichen Vorfall mit dieser Reaktionsautomatik heran:

  • Was ist passiert?
  • Aus welchen Gründen?
  • Welcher Schaden ist entstanden?
  • Wie lässt sich dieser Schaden begrenzen?
  • Was werden wir tun, damit ein Ärgernis dieser Art in der Zukunft nicht mehr vorkommt?

Ärgerursachen, für die Sie selbst verantwortlich sind:

  • Unordnung
  • Vergesslichkeit
  • schlechte Zeiteinteilung
  • Hetze und Hektik
  • Verzögerungssucht
  • Fehler in der Kommunikation
  • schlechte Dokumentation
  • mangelnde Kennzeichnung
  • unzureichende Vorbereitung
  • übertriebene Mitteilungssucht
  • fahrlässige Zusagen
  • überstürztes Handeln

Ärgerursachen, die von anderen ausgehen:

  • Missachtung und Verletzung Ihrer Rechte
  • mangelnde Fairness
  • Nichteinhaltung der Spielregeln
  • fehlender Respekt
  • Kränkung und Degradierung
  • unberechtigte Kritik
  • Nichteinhaltung von Zusagen

Nehmen Sie nicht jeden Ärger an, den andere Ihnen präsentieren. Werden Sie wach, für das, was Sie reizt und stellen Sie Ihre persönliche Reizbarkeits-Liste zusammen. Ermitteln Sie die Behinderungen, Ereignisse und Personen, die immer wieder Ärger bei Ihnen auslösen.

Was sind Ihre fünf größten, geradezu chronischen Ärgerauslöser?
Was behindert Sie?
Was stört Sie?
Was reizt und ärgert Sie immer wieder?


Organisieren Sie sich besser

Das Ziel ist es, ohne Ablenkung, Unruhe und Hektik voranzukommen. Ärger entsteht immer dann, wenn Sie etwas unter Zeitdruck erreichen müssen und dabei gebremst werden. Je schneller Sie vorankommen, umso weniger gelingt es dem Ärger, Sie einzuholen.

Umgeben Sie sich mit professionellen Partnern. Halten Sie sich von denen fern, die unzuverlässig und zu wenig professionell sind. Verbessern Sie Ihre Kommunikation. Ärger ist häufig das Ergebnis von Missverständnissen, besonders bei einer nur mündlichen Kommunikation. Geben Sie also mehr schriftlich. Machen Sie es anderen bequem, ihre Verpflichtungen Ihnen gegenüber zu erfüllen.
Verbessern Sie Ihre Dokumentation. Schreiben Sie sich mehr auf. Sauber, gut gegliedert und lesbar. Verhindern Sie, dass Sie suchen müssen. Speichern Sie alles so, dass Sie es auf Anhieb finden.

Ärgern Sie sich nicht vorbeugend

Sie erwarten etwas Negatives, das Gegenteil tritt ein. Schade um den schönen Ärger vorher. Handeln Sie nicht immer in letzter Minute! Buchen Sie frühzeitig. Melden Sie sich frühzeitig an. Lösen Sie keinen Streit wegen lächerlicher Dinge aus. Seien Sie großzügiger. Nehmen Sie nicht jedes Recht wahr. Verzichten Sie auf Themen, wenn sie nichts anderes bringen als Ärger. Ärgern Sie sich nie mehr über das Verhalten anderer im Straßenverkehr. Der Straßenverkehr ist die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln. Und die Radfahrer sind die Partisanen. Verbannen Sie Ärger auslösende Gegenstände aus Ihrem Blickfeld. Umgeben Sie sich mit Dingen, die eine positive Stimmung bei Ihnen auslösen. Nehmen Sie Belästigungen nicht zu lange hin. Unternehmen Sie nicht erst dann etwas dagegen, wenn Ihre Kampfkraft bereits ruiniert ist.

Mehr Zivilcourage weniger Ärger!

Solange Sie lächeln, sind Sie unfähig, sich zu ärgern. Also lächeln Sie mehr. Wussten Sie schon, dass Sie für ein ernstes Gesicht 65 Muskeln brauchen, zum Lächeln nur 10. Warum wollen Sie sich überanstrengen? Ausserdem ist Lächeln nach wie vor die charmanteste Art, seinem Gegenüber die Zähne zu zeigen.

Bei vielen Ärgernissen ist der materielle Schaden gering. Als gigantisch wird jedoch das Verhalten des Verursachers empfunden. Seine Impertinenz und Rücksichtslosigkeit. Es ist der Verursacher und nicht das Verursachte, was die wildesten Gefühlsbewegungen auslöst. Konzentrieren Sie sich zukünftig mehr auf die Wahrnehmung des wirklich entstandenen Schadens und weniger auf die charakterliche Beschaffenheit des Verursachers. Der ist, wie er ist. Hören Sie auf, anderen gegenüber, über das zu reden, was Ihnen wieder einmal passiert ist. Berichten Sie weniger, ändern Sie mehr.

Legen Sie sich auf Ihrem Schreibtisch eine Anti-Ärger-Liste zurecht. Tragen Sie die Ärgernisse ein. Schreiben Sie daneben, was Sie tun werden, um ihnen in Zukunft nicht mehr begegnen zu müssen.

Viel Glück und viel Erfolg!