Mittwoch, November 21st, 2007


Eben im Newsticker durchgekommen: Die Finanzmarktaufsicht hat einen Strafbescheid gegen Meinl european Land erlassen. Das Unternehmen wurde per Bescheid wegen “Irreführung” abgestraft. Auch die Wiener Börse soll ihre Finger im Spiel gehabt haben. Jeder Manager muss 20.000 Euro Strafe zahlen. Meinl European Land wird dagegen berufen.

In Anbetracht dieser Entwicklung kann ich nur jedem betroffenen Anleger empfehlen, sich an die Sammelklagen anzuhängen. Die Aussichten sind relativ gut.
Mehr Infos zu Sammelklagen => kursverlust.at

das Thema im Kurier heute

Ah ja, und natürlich

Der Handel mit Meinl European Land wird nach einer Aussetzung durch die Wiener Börse ab 12 Uhr wieder aufgenommen.

:-(

Heute soll ja die Deutsche Bahn ein neues Angebot vorlegen - und damit der derzeit ausgesetzte Streik der Lokführer beendet werden. Wir werden sehen…..

Was der Streik seit Beginn an teilweise verheerenden Auswirkungen bei uns in Österreich verursacht, wird ja kaum erwähnt. Aus meinem persönlichen Umfeld aber weiss ich, dass gerade Warenlieferungen zum Weihnachtsgeschäft bzw. zum Jahreswechsel in Rotterdam liegen und nur sehr zögerlich bis zu uns durchkommen.

Wenn man nun bedenkt, dass für einige Branchen das Geschäft Ende November und im Dezember mehr als 50% des Jahresumsatzes ausmacht (bei manchen Branchen sogar weit über 70%), dann wird einem bewusst, wie heikel dieser Streik gerade jetzt ist. Natürlich von der GDL gezielt so gewählt. Weiss sie doch, dass sie nicht klagbar ist. Die betroffenen Unternehmen können ihre Lieferanten in die Haftung nehmen, weil nicht rechtzeitig geliefert wurde. Bestellungen stornieren. Ja natürlich - das alles kann man selbstverständlich machen.

Ersetzt das aber den Umsatz, den man mit der (nicht gelieferten) Ware hätte machen können?