Beinahe wie ein pünktliches Geburtstagsgeschenk kam mir gestern die Nachricht vor, dass die vor 3 Jahren verhängte Strafe gegen Microsoft nunmehr vom Europa-Gericht bestätigt wurde. Nein, schadenfroh bin ich nicht. Aber ich weiss, dass keine Bäume in den Himmel wachsen. Auch dann nicht, wenn sie beim window rausragen. Und daher beruhigen mich solche Entscheidungen doch ein wenig. Auch “die Grossen” können sich nicht alles erlauben.
Hier der Bericht auf Golem darüber mit Details zum bestätigten Urteil. 475 Millionen Strafe sind nun angeblich fix und müssen bezahlt werden. Ehrlich gesagt warte ich jetz auf einen neuen Schachzug von Microsoft, der den tatsächlichen Geldfluss wieder aufschieben kann.
Heute ist jeder vierte PC-User kein Micro Softi mehr. Ein ganz guter Erfolg, denke ich. Denn zum Zeitpunkt des Ersturteils war das Verhältnis sicher noch viel kreasser. Einen Sieg für die Kunden und den Wettbewerb nennt die Süddeutsche das Urteil. Auch die EU selbst zeigt sich betont erfreut darüber.
Monopole führen meist zu teurer Ware und schlechtem Service. Das neue Vista findet keinen besonderen Anklang - viele User steigen frustriert wieder auf ihr “altes” Windows zurück. Weil das “Neue” zwar wunderschön bunt und optisch ansprechend ist, weil aber andere “Microsoft-fremde” Software oftmals noch mehr Probleme hat als vorher. Auch das war ja ein Bestandteil des Urteils - dass gewisse Teile des Betriebssystems offen gelegt werden müssen, um externen Softwareanbietern die Möglichkeit zu geben, ihre Software auf Microsoft abzustimmen.
Wer mit Windows im Berufsleben arbeitet, weiss es nur zu genau: immer wieder hat Standard-Software von anderen Herstellern Probleme mit Windows. Es werden seitens der Microsoft Entwickler bewusst Barrieren geschaffen, wodurch die Vereinbarkeit mit anderen Sytemen erschwert, wenn nicht sogar unmöglich, gemacht wird.
Und damit soll jetzt Schluss ein. So will es zumindest die Eu und das bestätigte Urteil…