Österreich bleibt auf Wachstumskurs und liegt dabei besser als der Euro-Raum im Schnitt. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Höhere Studien (IHS) in seiner Mittelfristprognose, nachdem das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) zu einem ähnlichen Schluss im Frühjahr gekommen war. Hier der komplette Bericht auf den Seiten des Standard.
[Quelle: APA, IHS]
Im Grunde bedeutet Wirtschaftswachstum, dass mehr Geld zirkuliert - das sagt aber wiederum nur bedingt etwas über einen gestiegenen materiellen Lebensstandard aus. Wenn zb mehr Frauen erwerbstätig sind als vor 40 jahren, so wird deren Einkommen in der Statistik in Bezug auf das Wirtschaftswachstum natürlich voll eingerechnet. Das verfügbare Einkommen der Familie steigt aber nicht im gleichen Ausmaß, da auch die Lebenskosten steigen. So belasten z.B. gestiegene Mieten das Haushaltsbudget, wirken sich aber in der Statistik postiv als “Wirtschaftswachstum” aus.
Sprich: Es fliesst zwar mehr Geld, aber es bleibt weniger übrig. Übrig für die “kleinen” Dinge im Leben, für das, was nicht nötig ist, was wir aber gern haben wollen. Aber das ist ja kein Problem! Wohin ich sehe, gibt es bereits Ratenkauf. Die grossen Versandhäuser ermuntern den Kunden sogar, auf Pump zu kaufen. Oder zumindest ein halbes Jahr zinsfrei mit der Bezahlung zu warten.
Trotz eines starken Beschäftigungseffekts bleibt die relative Arbeitslosigkeit über der Grenze, die für die Bundesregierung als “Vollbeschäftigung” gilt.
heisst es weiter in diesem Bericht. Das sind insofern gute Aussichten, weil dann die Leute zumindest einen Job und damit regelmässiges Einkommen haben - brauchen sie schliesslich, um die alten Konsumkredite zu bezahlen.