Juli 2007


Ab heute wird es ernst für die heimische Post: Deutschlands führender postunabhängiger Paketlogistiker Hermes beginnt heute seinen Angriff auf den heimischen Marktmonopolisten - und das mit 1200 Paketshops österreichweit. Praktisch: Die Annahmestellen sind bei Nahversorgern wie Trafiken, Tankstellen, Putzereien oder Lebensmittelhändlern installiert.

In Deutschland hat Hermes bereits die deutsche Post mit mehr als 13.500 Shops überholt - das will man auch in Österreich schaffen. Ursprünglich wollte man klein anfangen - mit 1000 Paketshops - jetzt sind allerdings weitere 200 dazu gekommen. Zum einen, weil man damit ein noch dichteres Netz an Paketannahmestellen anbieten kann, zum anderen weil zahlreiche Gewerbetreibende in Österreich Hermes Partner werden wollten.

Wer sind also die Partner? Dazu gehören die lokalen Nahversorger wie Putzereien, Zeitschriftenhändler, Trafiken sowie 150 Tankstellen der BP und Turmöl. Bis Ende 2008 will Hermes in Österreich 20 Prozent Marktaneil erreichen - in Postsendungen umgerechnet ergibt das 8 Millionen jährlich. Den Preis eines Hermes Pakets entscheidet übrigens die Größe, nicht das Gewicht der Pakete.

Dass es auch einige negative Stimmen der deutschen Kunden gibt, war zu erwarten. “Unzuverlöässig, arrogant, verlogen” findet man in manchen Kommentaren. Da ich seit Freitag ebenfalls auf ein Paket aus Deutschland warte, das via Hermes aufgegeben wurde, lasse ich mich (hoffentlich angenehm) überraschen….

Ja, Sie haben richtig gelesen. Nicht mehr der Tod trennt die meisten Ehepaare, sondern der Scheidungsrichter. Vor kurzem kam die Scheidungsstatistik 2006 heraus und liefert für mich unerwartete Zahlen:

Auch wenn Oberösterreich die niedrigste Scheidungsrate bundesweit hat und damit noch eine Insel der Seligen für Eheleute ist - auch bei uns wird mit 40 Prozent mehr als jede dritte Ehe geschieden. Im Durchschnitt waren die Paare, die sich im Vorjahr getrennt haben, neun Jahre verheiratet, das ist kürzer als noch vor 2 Jahren. Fast ein Drittel der Ehen ist in den ersten 5 Jahren zerbrochen. Immerhin elf Paare in Österreich haben sogar nach einem halben Jahrhundert noch den Weg zum Scheidungsrichter gewagt. Bei 9 von 10 Scheidungen ist der anschließende Krieg übrigens ausgeblieben. Wenn es aber doch mal Streit gab, lag das Verschulden meist beim Mann. Die meisten Scheidungen gab es im März, gefolgt vom Wonnemonat Mai und dem Oktober.

[Quelle: www.liferadio.at]

Wir müssen uns auch vom betriebswirtschaftlichen Standpunkt aus darauf einstellen. Es gibt eine Menge Singles, aber viele davon mit Kind und/oder Haustier. Die grossen Marken lassen das bereits seit einiger Zeit in ihre Werbespots einfliessen. Keine glückliche Familienidylle mehr mit Mutter,Vater,Kind und Hund, sondern Szenen aus dem Alltag von Alleinerziehern.

Hier gilt es auf jeden Fall, sich bewusst in das Leben eines Alleinerziehers, eines “neuen Singles” hinein zu denken, um den vielzitierten Kundennutzen erkennen zu können.

Sie sind noch verheiratet? Nein - keine Angst - Sie müssen sich deshalb nicht gleich selbst scheiden lassen. In Ihrem Bekanntenkreis gibt es sicher auskunftswillige “Informaten”. ;-)

Hier der gesamte Bericht von Statistik Austria:
Scheidungsrate 2006 nahe der 50-Prozent-Marke
In Wien enden 2/3 der Ehen vor dem Scheidungsrichter

das Telegramm ist 170 Jahre altEin Telegramm - Sie wissen sicher noch: diese Karten, die man telefonisch aufgab und die noch am gleichen Tag, oft sogar schon nach ein paar Stunden, beim Empfänger waren. Schnelle Geburtstagsgrüsse meist oder dringende Nachrichten von Todesfällen. Man sollte eigentlich meinen, dass so ein Telegramm im Zeitalter von Email, SMS und Handy endgültig ausgedient hat. Irrtum….

… sagt zumindest die Deutsche Post und titelt ihre Presseaussendung zum 170.Jubiläum des Telegramms “Totgesagte leben länger”.

In Österreich, wo im Jahr 1847 zum ersten Mal ein Telegramm verschickt wurde, hat die Schweizer Firma Unitel Telegram Services GmbH (UTS) im Januar 2006 den offiziellen Telegrammdienst der Telekom Austria übernommen und ihn damit vor dem Aus bewahrt. Seitdem ist eine Zustellung in Österreich innerhalb desselben Tages sowie das Verschicken ins Ausland möglich. Telegramme können per Telefon oder unter http://www.telegramm.at aufgegeben werden. UTS arbeitet nach eigenen Angaben mit Telegrammdiensten in über 225 Ländern zusammen.

Beim Lesen dieses Berichtes kam mit die Idee, es mal mit einer besonderen Werbeaktion zu versuchen. Ein Standardtelegramm innerhalb Österreichs kostet € 7,95. Nicht gerade billig, aber vielleicht mit der richtigen Marketingidee dazu ein Erfolg versprechendes Werkzeug.

Wer ist schliesslich heute noch gewohnt, Telegramme zu erhalten? Es landet ganz sicher nicht gleich im Mülleimer…. ;-)

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