Vergangenen Sonntag feierte das Führerschein-Vormerksystem in Österreich seinen zweiten Geburtstag. Und hier sind die ersten Zahlen dazu (Stand 19. Juni, Daten vom Kuratorium für Verkehrssicherheit):
46.111 Delikte von 13 besonders schweren Vergehen im Straßenverkehr wurden bisher registriert.
Platz1: Verstöße gegen Vorschriften bei der Kindersicherung mit 17.337 Vormerkungen
Platz 2: Rund ein Drittel der Delikte (15.236) betrifft die Alkoholisierung von Lenkern mit mehr als 0,5 Promille
Platz 3: Fahrzeuge, deren Zustand oder Beladung als sicherheitsgefährdend eingestuft wurde (7.437 Vergehen)
Zu vielen Vormerkungen führten auch die Nichteinhaltung von Sicherheitsabständen (3.151 Vergehen) sowie die Gefährdung von Fußgängern am Schutzweg (1.251 Vergehen). Gefordert wurde vom KfV die Aufnahme von weiteren gefährlichen Delikten in das Vormerksystem: Geschwindigkeitsübertretungen, das Nichtanlegen von Gurten und Telefonieren mit Handy am Steuer.
Wegen eines Delikts wurden 42.571 Personen im System gelistet. 1.553 Verkehrsteilnehmer haben bisher schon zwei Vormerkungen erhalten und mussten somit Nachschulungen oder andere Maßnahmen bewältigen, um ihre Lenkberechtigung zu behalten. 118 Lenker verloren wegen drei Verstößen ihren Führerschein für drei Monate. Mehr als drei Vormerkungen hat es bei 18 Personen gegeben.
Die meisten Vormerkungen gab es bisher in Wien (10.052), Niederösterreich (6.410) und Oberösterreich (6.366). Am bravsten waren die Autofahrer offenbar im Burgenland (1.843) und in Salzburg (2.998).