Montag, Juli 2nd, 2007


Ab heute wird es ernst für die heimische Post: Deutschlands führender postunabhängiger Paketlogistiker Hermes beginnt heute seinen Angriff auf den heimischen Marktmonopolisten - und das mit 1200 Paketshops österreichweit. Praktisch: Die Annahmestellen sind bei Nahversorgern wie Trafiken, Tankstellen, Putzereien oder Lebensmittelhändlern installiert.

In Deutschland hat Hermes bereits die deutsche Post mit mehr als 13.500 Shops überholt - das will man auch in Österreich schaffen. Ursprünglich wollte man klein anfangen - mit 1000 Paketshops - jetzt sind allerdings weitere 200 dazu gekommen. Zum einen, weil man damit ein noch dichteres Netz an Paketannahmestellen anbieten kann, zum anderen weil zahlreiche Gewerbetreibende in Österreich Hermes Partner werden wollten.

Wer sind also die Partner? Dazu gehören die lokalen Nahversorger wie Putzereien, Zeitschriftenhändler, Trafiken sowie 150 Tankstellen der BP und Turmöl. Bis Ende 2008 will Hermes in Österreich 20 Prozent Marktaneil erreichen - in Postsendungen umgerechnet ergibt das 8 Millionen jährlich. Den Preis eines Hermes Pakets entscheidet übrigens die Größe, nicht das Gewicht der Pakete.

Dass es auch einige negative Stimmen der deutschen Kunden gibt, war zu erwarten. “Unzuverlöässig, arrogant, verlogen” findet man in manchen Kommentaren. Da ich seit Freitag ebenfalls auf ein Paket aus Deutschland warte, das via Hermes aufgegeben wurde, lasse ich mich (hoffentlich angenehm) überraschen….

Ja, Sie haben richtig gelesen. Nicht mehr der Tod trennt die meisten Ehepaare, sondern der Scheidungsrichter. Vor kurzem kam die Scheidungsstatistik 2006 heraus und liefert für mich unerwartete Zahlen:

Auch wenn Oberösterreich die niedrigste Scheidungsrate bundesweit hat und damit noch eine Insel der Seligen für Eheleute ist - auch bei uns wird mit 40 Prozent mehr als jede dritte Ehe geschieden. Im Durchschnitt waren die Paare, die sich im Vorjahr getrennt haben, neun Jahre verheiratet, das ist kürzer als noch vor 2 Jahren. Fast ein Drittel der Ehen ist in den ersten 5 Jahren zerbrochen. Immerhin elf Paare in Österreich haben sogar nach einem halben Jahrhundert noch den Weg zum Scheidungsrichter gewagt. Bei 9 von 10 Scheidungen ist der anschließende Krieg übrigens ausgeblieben. Wenn es aber doch mal Streit gab, lag das Verschulden meist beim Mann. Die meisten Scheidungen gab es im März, gefolgt vom Wonnemonat Mai und dem Oktober.

[Quelle: www.liferadio.at]

Wir müssen uns auch vom betriebswirtschaftlichen Standpunkt aus darauf einstellen. Es gibt eine Menge Singles, aber viele davon mit Kind und/oder Haustier. Die grossen Marken lassen das bereits seit einiger Zeit in ihre Werbespots einfliessen. Keine glückliche Familienidylle mehr mit Mutter,Vater,Kind und Hund, sondern Szenen aus dem Alltag von Alleinerziehern.

Hier gilt es auf jeden Fall, sich bewusst in das Leben eines Alleinerziehers, eines “neuen Singles” hinein zu denken, um den vielzitierten Kundennutzen erkennen zu können.

Sie sind noch verheiratet? Nein - keine Angst - Sie müssen sich deshalb nicht gleich selbst scheiden lassen. In Ihrem Bekanntenkreis gibt es sicher auskunftswillige “Informaten”. ;-)

Hier der gesamte Bericht von Statistik Austria:
Scheidungsrate 2006 nahe der 50-Prozent-Marke
In Wien enden 2/3 der Ehen vor dem Scheidungsrichter