Sie werden es sicher schon gehört haben: XXXLutz übernimmt Möbel Hiendl. Damit expandiert der XXXLutz erfolgreich weiter und wird zum zweitgrössten Möbelhändler der Welt. Zum grössten im deutschsprachigen Raum. Und hat seinen Hauptsitz in Wels.

Die Erfolgsgeschichte hört sich beinahe unglaublich an:
Seit 1973 expandiert das Unternehmen konstant, schreibt laufend Gewinne, lässt diese im Unternehmen und baut weiter aus. Inzwischen sind 17.400 Mitarbeiter, davon allein 1.600 Lehrlinge, in den 188 Standorten in Österreich, Deutschland, Tschechien und der Slowakei.
[hier der aktuelle Pressebericht anlässlich der Übernahme des Hiendl]

Einerseits ist es schön, derartige Erfolgsstories zu lesen - noch dazu, wenn die Zentrale des Konzerns in meiner Nähe, meinem Bundesland Oberösterreich, sitzt. Da kommt schon ein wenig Stolz auf.

Andererseits fragt sich der Konsument in mir, wie vielfältig das Angebot sein wird. Zwar liest sich das Markenverzeichnis recht abwechslungsreich:

  • Full Service: XXXLutz, Neubert, Möma, Mann Mobilia, Möbel Hiendl
  • Diskont: Möbelix
  • Domäne Einrichtungsmärkte
  • Mitnahme: Mömax, Carryhome
  • Designschiene: Ambiente, Neubert exklusiv

Und doch beschleicht mich das Gefühl, das ich auch im Textilbereich habe, dass man hingehen kann, wo man will. Überall stehen die gleichen Sachen in minimaler Abänderung. Individuelle Ware ist heute fast ausschliesslich verschwunden - zumindest eine, die für Normalverdiener erschwinglich ist. Natürlich gibt es nach wie vor die Tischler, die jeden Geschmack bedienen können. Aber ehrlich: wer kann sich das heute noch leisten? Kaum mehr jemand.

Die Uniformierung scheint uns mehr und mehr einzunehmen. SciFi-Fans kennen das aus den Albträumen der Sci-Fi-Autoren: alle in den gleichen Klamotten, eine Wohnung sieht wie die andere aus, alles im Einheitslook. Wie individuell kann unsere nächste Generation überhaupt sein?