Vor kurzem traf ich einen guten Bekannten - einen Studenten aus der Fachhochschule Hagenberg. Er hat mir Unglaubliches aus der Welt der Internetanbieter erzählt. Was ich hiermit der Öffentlichkeit preis gebe, damit nicht noch mehr in diese Falle tappen.

Auf der Seite www.funkinternet.at wird speziell für das Gebiet um den Softwarepark Hagenberg alles rund ums Internet angeboten. Zu auf den ersten Blick recht günstigen Preisen. Mein Bekannter hat bei sich zu Hause dieses Angebot genutzt. In den ersten Monaten kam nie eine Rechnung. Gut, da beschwert man sich nicht gleich. Dann aber kam eine Sammelrechnung über etwa 600 Euro. Was den Studenten leicht überforderte, hatte er doch ein Paket mit wesentlich günstigeren Tarifen bestellt. Das Downloadvolumen sei überschritten worden und daher der Preis so hoch - hiess es bei Nachfrage. Warum keine Warnung bei Erreichen des inkludierten Volumens gekommen war, konnte niemand beantworten. Sei eben nicht vorgesehen, hiess es lapidar.

Ein weiteres Monat später kamm eine neue Rechnung über mehr als 800 Euro. Diesmal war der Schreck natürlich noch grösser. Und das Recherchieren begann, wie sowas überhaupt möglich war. Dabei wurde festgestellt, dass der Anschluss gehackt worden war und Dritte frisch fröhlich Daten heruntergeladen und vermutlich auch Mails verschickt hatten. Angeblich ist das bisher als sichersten Funknetz geltende WPA von Mac’s locker zu knacken.

Mein Bekannter zog daraufhin die Konsequenzen: sofortiges Schliessen des Mailaccounts bei diesem Anbieter, Storno des Vertrages, Ersuchen um Klärung.

Die Mama wird vorläufig für die hohen Kosten aufkommen müssen. Ein Student kann sich derartige Summen gar nicht leisten. Aber ich hoffe, dass sie auch den Rechtsweg beschreiten werden. Denn für die Sicherheit des Netzes sollte doch zumindest zum Teil auch der Anbieter verantwortlich zeichnen…..