Mittwoch, April 25th, 2007


Heute möchte ich mal ein paar filosofische Gedanken loswerden. Ausgelöst wurden sie durch private Ereignisse in der letzten Zeit und einer Bemerkung eines Bekannten. Er schrieb mir:

Wir müssen einfach akzeptieren, dass wir viel zu lange leben, um nur einen Partner bzw. einen Lebensabschnitt zu haben.

Wolfgang, Du hast ja so recht!
Mit diesem einzigen Satz ist so einiges erklärt, denk ich mir, was rund um uns, in unserer heutigen Gesellschaft, passiert. Die Singles werden immer mehr. Alleinerziehende Mütter und Väter. Junge, die sich gar nicht mehr wirklich fix binden wollen/können. Ältere Semester (solche wie ich selbst), die plötzlich vor dem Aus der bisherigen Partnerschaft stehen, ohne einen wirklichen Grund dafür zu erkennen.

Ist Mann/Frau wirklich nicht dafür geschaffen, ein (heutiges langes) Leben lang mit einem einzigen Partner zu verbringen? Oder sind wir eher zu egoistisch geworden? Zu ungeduldig, zu starr in den eigenen Verhaltensmustern? Zu selbständig? Haben wir verlernt, etwas “gemeinsam” anzugehen?

Im Job wird immer mehr “Teamfähigkeit” gefordert. Über-fordert uns das etwa? Wenn wir im Job teamfähig sein müssen, können wir es im Privatleben dann nicht mehr?

Letzte demografische Zahlen zeigen, dass wir um einige Jahre länger zur Schule gehen als noch 1971, dafür ein paar Jährchen weniger im aktiven Arbeitsprozess stehen und statt nur neun Jahren im wohlverdienten Ruhestand heute statistisch gerechnet schon 20 Jahre “nichts mehr tun”.

Hat uns die biologische Entwicklung überholt? Dann wirds höchste Zeit, dass wir uns innerlich auch weiter entwickeln.
Oder läuft doch irgendwo irgendwas schief?

Dass für Software Lizenzen zu zahlen sind, haben sicher auch Sie schon gehört. Ein Benutzerentgelt, ohne das Sie die betreffende Software nicht verwenden dürfen.

Haben Sie für jede von Ihnen verwendete Software die richtigen Lizenzen? Hoffentlich schon - denn sonst könnte es teuer werden. Die Industrievereinigung Business Software Alliance (BSA) macht speziell in Oberösterreich vermehrt Jagd auf Raubkopien, die in Unternehmen eingesetzt werden. pressetext.at berichtete gestern darüber.

Durch die verstärkte Aktivität hat sich die Anzahl der Hinweise auf den Einsatz von Raubkopien und unlizenzierter Software bei oberösterreichischen Unternehmen verdreifacht. Der Einsatz illegaler Software ist nicht nur Diebstahl, sondern führt auch zu Wettbewerbsverzerrung zu Lasten korrekt lizensierter Unternehmen. Die meisten der bei der BSA einlangenden Hinweise basieren auf diesem mittlerweile ausgeprägten Unrechtsbewusstsein. So fürchten beispielsweise Arbeitnehmer sowie verantwortliche IT-Administratoren neben technischen Sicherheitsproblemen auch rechtliche Konsequenzen gegen ihre Person. Daher wollen sie diesen Missbrauch nicht länger unterstützen.

Erst kürzlich wurde ein Linzer Unternehmen aus der Finanzbranche dadurch zu einer Strafe von 30.000 € verurteilt, zuzüglich der Verfahrenskosten. Also keine Kleinigkeit, sondern ein Betrag, der ganz sicher mehr als weh tut.

Riskieren Sie daher nichts! Kein Betriebssystem, das vom Freund “geliehen” wurde. Kein Programm, das Sie sich “kurz mal ausgeborgt” haben. Nutzen Sie entweder die kostenlosen Möglichkeiten von OpenSource oder kaufen Sie ganz offiziell, was Sie betrieblich nutzen wollen/müssen.

Hier ein paar Links auf OpenSource-Seiten, wo Sie lizenzfreie Software finden:
the free open source directora
sourceforge.net
freshmeat.net

Und sollten Sie überlegen, Microsoft und dem Betriebssystem Windows endgültig den Rücken kehren zu wollen, dann kann ich nur wärmstens das linux-basierte Kubuntu empfehlen. Kubuntu ist das Ubuntu Linux Betriebssystem mit KDE als grafischen Desktop. Eine einfache Installation - klicken, lesen und Schritt für Schritt der Anleitung befolgen.