Seit einigen Wochen sind massenweise Mails unterwegs, die angebliche Insidertipps zu Aktien enthalten. Spam, keine Frage. Doch wie weit geht die Gier der Empfänger dieser Mails?
Begonnen hat es mit Empffehlungen von Gisela Blecher-Stratmann und Dr. Walter Sander. Natürlich in deutsch - und natürlich geht es um heimische Aktien bzw. Unternehmen. Die Idee ist nicht neu. Neu daran ist, dass diese Empfehlungen eben auf deutsch kommen und die damit gepushten Aktien allesamt Penny Stocks aus dem deutschen Umfeld sind.
das recht einfache Kochrezept:
Man nehme eine Aktie, deren Kurswert bei ein paar Cents liegt. Dann motiviere man möglichst viele Menschen, diese Aktien zu kaufen. Mit 2 Millionen Spammails am Tag durchaus ein passabler Weg. Rühre also kräftig um und schlage genügend Schaum dazu. Damit erhält dieses eine, an sich wertlose, Papier einen plötzlichen Aufschwung und damit einen rasanten Kursanstieg. Selbst steige man rechtzeitig aus, nehme soviel Kursgewinn mit wie möglich und freue sich abschliessend über die vielen langen Gesichter derer, die anschliessend den Totalverlust des eingesetzten Kapitals mitnehmen müssen.
Ich rate nicht nur zur Vorsicht, sondern zum völligen Ignorieren dieser Empfehlungen. Denn warum ist plötzlich der deutsche Markt dafür interessant geworden? Nun, in den USA hat die US-Börsenaufsicht den Handel mit den Aktien von 35 Kleinunternehmen vor kurzem ausgesetzt. Auf Grund solcher Spamwellen. Was natürlich die Frage aufwirft, wie lange es dauert, bis unsere Bötrsenaufsicht diese Umtriebe stoppt.
Muss ich noch erwähnen, dass der Handel mit solchen Einzeltiteln hoch spekulativ ist und unter normalen Umständen schon einen Totalverlust erahnen lässt?
Schalten Sie die Dollarzeichen in Ihren Augen ab - so leicht macht man kein Geld an der Börse.