“Die Wörter,die ich nutze, spiegeln meine Einstellungen zum Leben wieder”. Das haben sicher auch Sie schon gehört.

Angeregt durch eine Email eines Kollegen habe ich mir eben Gedanken darüber gemacht. Weil ja bekanntlich zwischen “etwas wissen” und “sich dessen bewusst zu sein” Welten liegen.

Kennen Sie das auch, dass wir häufig statt in ICH-Form in MAN-Form reden? Man sollte dies. Man sollte das. Aber mein Gesprächspartner möchte von mir hören, was ich denke und fühle. Mit “Man” hat er/sie keine Verabredung.

schreibt er. Was mich dazu brachte, mal bewusst darüber nachzudenken, wie ich selbst formuliere. “Man” ist schon sehr unpersönlich. Und eins weiss ich definitiv: wenn ich zu meinen Kindern gesagt habe “das macht man nicht”, hatte das wenig bis gar keine Wirkung. Bezogen auf die obenstehende Aussage ist mir klar, warum. ;-)

Wir neigen oft dazu, negative Dinge auch negativ auszudrücken.
Als Beispiel:
“Ich habe so viele Schulden, dass ich finanziell nie unabhängig werden kann.”
“Wenn meine Kunden nicht bald zahlen, bin ich selbst zahlungsunfähig.”

Spüren Sie, wie uns solche Formulierungen noch zusätzlich negativ beeinflussen? Müssen wir uns das antun? Oder sollten wir nicht besser so formulieren:
“Ich werde meine Schulden so rasch wie möglich abbauen, um finanziell unabhängig zu werden.”
“Heute rufe ich meine Kunden an, die noch nicht bezahlt haben. Gemeinsam finden wir einen Weg, damit ich möglichst schnell zu meinem Geld komme.”

Übrigens: das gilt nicht nur für ausgesprochene Worte - auch Gedanken haben die gleiche Wirkung!

Viel Erfolg beim postiven Formulieren ;-)