Nur noch zwei Wochen bis zum Heiligen Abend - bis zu dem Tag, an dem für viele Menschen leider wichtig wird, was sie geschenkt bekommen. Weil sie daran zu messen versuchen, wie sehr sie geliebt oder geschätzt werden.
Dabei gäbe es so viel zu schenken - aber diese Geschenke gibt es nicht in den Geschäften zu kaufen. Diese Geschenke kosten viel mehr als Geld - sie kosten Zeit!
Letzten Freitag war Feiertag in Österreich - ein Marienfeiertag. Unsere deutschen Nachbarn sind überwiegend evangelisch orientiert und haben daher an den Marienfeiertagen nie frei. Aus diesem Grund wurde vor einigen Jahren der 8.Dezember auch in Österreich zum Verkauf frei gegeben. Man will die Kaufkraft nicht ins benachbarte Ausland abschwenken lassen.
Den Medien zufolge war dieser 8.Dezember heuer ein ausgesprochen guter Tag für unseren Handel. Wahre Menschenmassen sollen sich durch die Geschäfte gewälzt haben.
Nach dem gestrigen zweiten Adventsamstag dürften wieder viele Oberösterreicher mehr ihr Weihnachtsgeschenke beisammen haben. Denn gemeinsam mit dem 8.Dezember, am Freitag, ist der Handel überaus zufrieden mit dem bisherigen Weihnachtsgeschäft. Der Euro sitzt locker bei den Oberösterreichern und nach diesem Einkaufswochenende ist der Handel überzeugt: Das Weihnachtsgeschäft wird heuer besser ausfallen, als im vergangenen Jahr. Der große Run auf die Geschäfte steht aber erst bevor.
[Quelle: www.liferadio.at]
Ehrlich gesagt freu ich mich selbst natürlich auch, wenn unter dem Weihnachtsbaum ein Packerl liegt für mich. Aber es muss kein teures sein - es genügt eine kleine Aufmerksamkeit, die mir zeigt, dass der Geschenkgeber sich ein wenig Zeit genommen hat für mich. Und genau so halte auch ich es umgekehrt. Ich versuche, jedem das zu schenken, was ihm wichtig ist. Und das ist seit Jahren vor allem Zeit - Zeit für meine Familie, für Freunde. Zeit zum Zuhören, Zeit zum Lachen.
Jedem sei sein Weihnachtsgeschäft vergönnt! Und doch sollten gerade Ihre Angebote darauf abzielen, keine unsinnigen Dinge zu verschenken, nur um des Schenkens willen. Gestalten Sie Ihre Angebote so, dass der Beschenkte wirklich Freunde hat damit. Bieten Sie z.B. Gutscheine an - Gutscheine, die so gestaltet sind, dass der Beschenkte einigen Freiraum hat, sie einzulösen.
Ich halte z.B. sehr wenig davon, einen Gutschein für einen Hotelaufenthalt zu verschenken, bei dem erstens die Anreise nicht enthalten ist und zweitens eine Zeitspanne vorgegeben ist, die es dem Beschenkten womöglich nicht erlaubt, den Gutschein überhaupt einzulösen. Ich habe selbst einmal einen derartigen Gutschein erhalten und musste ihn nach der zweiten Verlängerung dann endgültig verfallen lassen.
Was wäre mit einem gemeinsamen Kinobesuch? Einem guten Essen in einen besonderen Lokal? Einem Radwandertag? Einem Abend mit guter Musik? Einem Opern- oder Konzertbesuch? Es gibt so vieles in dieser Richtung! Lassen Sie doch Ihre Fantasie ein wenig spielen…;-)