Am vergangenen Donnerstag sass ich Franz Xaver Jahrstorfer, dem Österreich-Verantwortlichen, persönlich gegenüber - auf einem hochkarätigen Finanzkongress, der in Wien-Vösendorf stattfand. Einen Tag später kursieren schwerste Vorwürfe gegen seine Bank, die Credit Suisse in Rumänien.
Der Standard berichtet über Haftbefehle gegen einen Manager der Schweizer Großbank Credit Suisse, zwei frühere Regierungsbeamte sowie einen Berater. Nach eigenen Angaben vom letzten Donnerstag werfen die Behörden den Festgenommenen vor, geheime Informationen zu einem Privatisierungsprogramm an Unberechtigte weitergegeben zu haben.
Gemäß der Staatsanwaltschaft wurde die Untersuchung diese Woche eingeleitet. Um welche Privatisierung es sich handelt, wurde nicht angegeben. Credit Suisse hatte Beratungsmandate beim Verkauf rumänischer Öl- und Gasfirmen, darunter des führenden Ölunternehmens Petrom, das sich jetzt im Besitz der österreichischen OMV befindet. Die Schweizer Bank berät den Staat auch beim Verkauf des verbleibenden 46-Prozent-Anteils am Telekom-Unternehmen Romtelecom, das von der griechischen OTE kontrolliert wird.
heisst es in diesem Bericht. Credit Suisse zeigt sich kooperativ und will bei der Untersuchung mit den Behörden zusammenarbeiten.