Gelesen haben Sie das sicher schon öfter. Da steht unter oder über der Adresse dann DVR-Nr. xxxxxxx. Schon mal drüber nachgedacht, was das bedeutet?
Eine DVR-Nummer ist eine siebenstellige Registernummer, die vom Datenverarbeitungsregister (DVR) vergeben wird. Jeder Auftraggeber einer Datenanwendung muss eine DVR-Nummer führen, sofern es keine Ausnahme von der Meldepflicht gibt. Das heisst, sobald Sie Daten von Kunden oder anderen Personen speichern und diese wieder verwenden (im öffentlichen Verkehr), brauchen Sie eine DVR-Nummer.
Ausnahmen von der Meldepflicht
Nicht meldepflichtig sind z.B. Datenanwendungen, die ausschließlich veröffentlichte Daten enthalten (z.B. Grundbuch, Firmenbuch, in Medien veröffentlichte Bilanzdaten). Datenanwendungen, die von natürlichen Personen ausschließlich für persönliche oder familiäre Tätigkeiten vorgenommen werden, sind auch nicht meldepflichtig, also z.B. ein Organizer mit privaten Telefonnummern.
Und dann gibt es eine Reihe von sogenannten Standardanwendungen, die ebenfalls keine Meldepflicht auslösen. Das sind z.B. Daten, die Sie im Unternehmen für Ihr Rechnungswesen brauchen, also zum Rechnungen schreiben, für Ihre Kundenauswertungen im Auftragswesen. Oder auch Daten, die zur Personalverrechnung gebraucht werden.
Für detaillierte Informationen sollten Sie die Webseite der Datenschutzkommission aufsuchen und sich ein wenig Zeit nehmen. Es ist im Grunde nicht schwierig - und jedes Unternehmen braucht heute meiner Meinung nach eine DVR-Nummer. Weil nur dann aktiver Kundenservice möglich ist, wenn ich als Unternehmer über brauchbare Daten meiner Kunden verfüge.
Zudem ist die Anmeldung und auch die Führung einer DVR-Nummer kostenlos. Es entstehen also keinerlei Gebühren - weder einmalig noch laufend. Einmal ein wenig Zeitaufwand und dann nie wieder Sorgen darum. Daher kann ich nur dazu raten, sich im Register erfassen zu lassen.