Anscheinend haben die grossen Spamwellen im Namen diverser Banken nicht die erwünschten Resultate gebracht. Denn heute erreichte mich eine Email mit dem Betreff: “Wikipedia - Alarm. Neue Variante des W32.Blasters im Umlauf. Wurm-Fix zum Download”

Wikipedia ist wohl inzwischen beinahe jedem Internet-User bekannt. Aber dass von dort Warnhinweise verschickt werden? Das konnte - und wollte - ich nicht glauben. Also mal gegoogelt dazu.

Was heraus kam, waren keine erfreulichen Nachrichten.

Mit einer neuen Masche wurde heute versucht, Malware unters Volk zu bringen. Links auf angebliche Securitypatches Microsofts wurden in den Wikipedia-Artikel zu W32.Blaster eingepflegt, anschließend wurde per Spam-Mail auf den Wikipedia-Artikel hingewiesen. Das Online-Lexikon reagierte jedoch minutenschnell.

schreibt gulli.com schon am 31.Oktober.

Meine gestern erhaltene Email führt gar nicht mehr auf Wikipedia direkt, sondern gleich auf eine Unterseite von wikipedia-download.org. Diese Seite ist allerdings heute gar nicht mehr erreichbar. Trotzdem bleibt die Tatsache, dass die Wahnsinnigen im Internet immer kreativer werden. Und wir immer vorsichtiger werden müssen.

Die Fake-Domain wikipedia-download.org war optisch angeblich der echten Wikipedia-Seite täuschend ähnlich - eben genauso gut gemacht wie die Versuche, mit gefälschten Banknachrichten an vertrauliche Daten zu kommen.

Auf Sci-Tech Today habe ich in diesem Zusammenhang einen sehr kritischen Artikel gefunden, der generell das Problem aufgreift, das das Web2.0 mit all den social-networking Funktionen bietet - und das derzeit ohne Kontrolle. Man kann auf vielen dieser Seiten völlig frei Dateien hochladen, die somit der ganzen Welt zur Verfügung stehen und keineswegs auf Viren oder Trojaner getestet wurden. Seiten wie Wikipedia oder auch MySpace und viele andere grosse Communities müssen dringend ihre Nutzungsmöglichkeiten ändern, rät Peter Firstbrook, der auch schon über verseuchte Weblogs berichtet hat.