Das Risiko des Tilgungsträgers wird oft unterschätzt. Und bringt nach Jahren unliebsame Überraschungen. Gerade eben sind einige Inhaber von Fremdwährungskrediten ernüchtert, weil ihnen mitgeteilt wurde, dass sie zum Ende der Laufzeit noch Kapital nachschiessen werden müssen.

Fremdwährungskredite sind in Österreich ein wahrer Renner. Laut Österreichischer Nationalbank haben im September 2005 die Fremdwährungskredite mit 31,1 Milliarden Euro einen neuen Rekordstand erreicht. Jeder dritte private Kredit ist somit ein Fremdwährungskredit. Dass Fremdwährungskredite ein gewisses Risiko darstellen - weil mit Wechselkursen fremder Währungen spekuliert wird - weiß jeder. Sollte es zumindest wissen.

Dazu kommt noch das Risiko des Tilgungsträgers. Hier wird damit spekuliert, dass sich die Geldanlage auf Dauer höher verzinst als die Zinsen des Kredites sind. Das wird allerdings in Zeiten steigender Kreditzinsen immer enger und zum Teil sogar unwahrscheinlicher. Noch risikoreicher ist es, wenn man alles auf einen einzigen Tilgungsträger gesetzt hat. Hier wäre ein Splitten auf zwei bis drei Anlageprodukte auf jeden Fall von Vorteil - und risikomindernd.

Wenn auch Sie vor kurzem eine Mitteilung bekommen haben, dass sich Ihre Anlagen nicht so entwickeln wie geplant:
Nicht in Panik alles auflösen - lassen Sie sich kompetent beraten und nach einem kostensparenden Weg suchen. Der in jedem Fall wieder unterschiedlich sein kann. Es kommt immer darauf an, welche Verträge Sie vor Jahren abgeschlossen haben.

Hier das Verzeichnis der österreichischen Finanz- und Vermögensberater:
Suchen Sie die Person Ihres Vertrauens - optimalerweise in Ihrer geographischen Nähe - und besprechen Sie Ihre Anlagen in Ruhe.