Erstmals mehr Privat- als Firmeninsolvenzen in Österreich - schreibt pressetext.at in einer Aussendung. Trauriger Rekord….
Während im ersten Halbjahr 2006 die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 6,7 Prozent auf 3.398 sank, verzeichneten die Privatinsolvenzen mit einem Plus von 15 Prozent auf 3.735 ein neues Rekordhoch überflügelten erstmals die Firmenpleiten.
Schuld daran könnte sein, dass die Unternehmensinsolvenzen sich derzeit massiv auf kleine und kleinste Unternehmen beziehen. Nach Branchen gerechnet, schwebt der Pleitegeier besonders über den Bereichen Information und Consulting sowie Handel und Tourismus. Ich merke es selbst, denn derzeit ist wohl die Sanierung mein stärkster Auftraggeber…..
Leider ist gerade bei kleinen Unternehmen der Inhaber als Bürge der Bank gegenüber auch privat haftbar. Und daher kann eine Unternehmenspleite gut und gern zwei bis drei private Insolvenzen nach sich ziehen.
Das alles ist aber nur die Spitze eines Eisberges. Denn die Konkursanträge von Privatpersonen, die mangels Masse abgelehnt werden müssen, sind in der oben angeführten Statistik gar nicht enthalten. Und bedeuten für denjenigen, den es trifft, dass er endlos verfolgt und gepfändet werden kann. Also im Grunde das Aus für ein “normales” Leben….