Hier ein paar Tipps, wie Sie wirklich sparen können. Und zwar die kleinen Beträge im Alltag, die einzeln nicht auffallen, in Summe aber im Monat einiges ausmachen.
- Fertigen Sie sich ein kleines Schildchen mit dem Merkspruch “Ist das wirklich notwendig?” an. Kleben Sie es in Ihre Geldbörse. Wenn Sie dann das nächste Mal an einer Kasse stehen und bezahlen wollen, werden Sie sofort an Ihre Vorsätze erinnert.
- Der Spartag spart enorm
Richten Sie einmal pro Woche einen Spartag ein. Wenn Sie diese Idee befolgen, können Sie ohne Reue sechs Tage lang „normal“ Geld ausgeben. Am siebten Tag ist allerdings knausern angesagt. Kaufen Sie dann nur das Notwendigste (der Spartag sollte natürlich kein Sonntag sein). Sie werden sehen, dass dieser eine Tag schon bald seine Wirkung auf die anderen Tage fortsetzt. Ihre Kauflust nimmt ab. Sie ändert sich ohne größere Anstrengungen. - Schreiben Sie eine Einkaufsliste. Nicht, dass Sie etwas wichtiges vergessen, sondern vor allem, damit Sie nicht mehr einkaufen, als Sie wirklich brauchen. Und wenn Sie das nächste Mal in den Supermarkt gehen, nur kaufen, was auf der Liste steht.
- Zerschneiden Sie Ihre Kreditkarten. Statistiken belegen, dass die meisten von uns viermal eher Geld mit Kreditkarten ausgeben, als wenn sie bar bezahlen müssten. Alle Tricks nützen aber nichts, wenn man nicht weiß, wozu man sich einschränkt. Darum der wichtigste Tipp:
- Treffen Sie eine bewusste Entscheidung und gehen Sie eine Verpflichtung ein, Geld anzusparen. Die Sache ist doch die: Wir bezahlen den Bäcker, wenn wir Brötchen kaufen, den Metzger, wenn wir Wurst kaufen, den Vermieter, wenn wir die Miete bezahlen – aber wann bezahlen wir uns selbst? Nur, wenn wir sparen.
Das Spar-System - so funktioniert es
Fertigen Sie einen Finanzplan an. Das ist viel einfacher, als es klingt. Rechnen Sie einfach aus, wie viel Geld Sie pro Monat brauchen: für Miete, Auto, Versicherung, etc. Es lohnt sich, weniger auszugeben. Denn dieses Geld kann dann für Sie arbeiten. Jeder kennt den Spruch: “Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.”
Wie richtig diese Weisheit ist, soll uns ein Beispiel zeigen. Dabei geht es nicht darum, wie viel man mit 3 Euro täglich ansparen kann, sondern vor allem darum, wie sich auch kleine Beträge durch den Zinseszins vermehren. Angenommen, mit 18 Jahren beschließt ein Jugendlicher, ab sofort auf seine tägliche Packung Zigaretten zu verzichten. Stattdessen will er die drei Euro sparen. Was glauben Sie, auf welche Summe würden diese drei Euro täglich bis zum 65. Lebensjahr angewachsen sein? Er hätte insgesamt 53.265 Euro gespart. Aber die entscheidende Frage lautet: Wie reich wäre er, wenn er nach dem ersten Monat (90 Euro) das Zigarettengeld immer mit durchschnittlich 14 Prozent angelegt hätte? Sie werden es nicht glauben, aber es stimmt: Er hätte etwa 5,3 Millionen (!) Euro. Rauchen ist also teurer, als man denkt.
Falls Sie einwenden, dass Zigaretten früher viel billiger waren, so sollten Sie auch bedenken, dass das Geld früher mehr wert war. Übrigens: 5,3 Millionen ergeben, z. B. mit nur 10 Prozent jährlich angelegt, eine monatliche Verzinsung (”Rente“) von rund 44 000 Euro. Vielleicht denken Sie jetzt: Das Beispiel hinkt, denn ich bin Nichtraucher oder keine 18 mehr. Aber vielleicht gibt es auch bei Ihnen kleine „unnötige“ Ausgaben, die Sie einsparen könnten … Denken Sie einmal darüber nach.
Es wird besonders gerne sehr viel Geld für Autos ausgegeben. Beachten Sie eine wichtige Regel: Kaufe kein Auto, das mehr kostet als ein zweifaches Monatsgehalt. Vielleicht sagen Sie: “Das wird dann aber ein sehr kleines Auto.“ Tatsächlich könnte es für eine Weile ein älterer Kleinwagen sein. Aber Sie werden Geld sparen. Sollte Ihnen eine solche Entscheidung zu hart sein, dann berücksichtigen Sie zumindest die beiden folgenden Tipps:
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a) Kaufen Sie keinen Neuwagen, bis Sie nicht über das nötige Vermögen verfügen.
b) Kaufen Sie kein Auto auf Kredit.
Natürlich ist das mit dem Auto nur ein Beispiel. Aber es gibt viele Möglichkeiten, wo Sie Geld einsparen können, das sich dann “magisch“ durch den Zinseszins vermehrt. Alles, was dazu notwendig ist, ist Ihr eigener, freier Wille, zu einem Vermögen zu kommen.
Und zum Abschluss die einfachste Regel:
Lassen Sie am Monatsanfang konsequent den Betrag von Ihrem Konto abbuchen, den Sie in Ihrem Sparplan sparen wollen. Was nicht zum Ausgeben zur Verfügung steht, vermehrt sich.
Wieviel Sie ansparen können bzw. sollen, hat Brian Tracy, einer der erfolgreichsten Trainer der letzten zwanzig Jahre, in seinem Buch “der Luck Faktor” zusammengestellt. Mehr darüber im morgigen Beitrag.