Juni 2006
Monats-Archiv
So 18 Jun 2006
Geschrieben von ijb in Kategorie
Tatort Internet[11] Kommentare
Checken Sie ab und zu Ihre Logfiles. Momentan sind einige recht merkwürdige Besucher unterwegs…..
Bereits vor einigen Tagen fiel mir ein “User Agent” namens “psycheclone” auf, der innerhalb von Minuten 564 mal auf Seiten dieses Blogs zugegriffen hat. Soviele Seiten hat dieses Blog doch noch gar nicht?! Im ersten Moment dachte ich an eine DDos Attacke ud wurde wachsam. Über die IP 208.66.195.8 kam ich dann auf einen Dienst, der - so eine Auskunft in einem Forum - anscheinend als “email harvester” dient. Also Webseiten nach Emailadressen durchsucht, diese sammelt und wahrscheinlich mit Angeboten wie “2 Mio Emailadressen um 10$” verkauft. Die IP gehört einer Digital Infinity Ltd und zwar die gesamte Range von 208.66.195.0 bis 208.66.195.15. Kurzerhand habe ich die gesamte Range via der .htaccess meines gesamten Webspace geblockt.
Heute morgen fiel mir erneut eine IP auf, die kurz und schmerzlos in drei Sekunden 45 Seiten aufgesogen haben muss. Die IP-Recherche brachte eine Cyveillance Inc. als Inhaber der kompletten Range von 63.148.99.224 bis 63.148.99.255. Diesmal habe ich nicht mehr lange überlegt, sondern sofort auch diese komplette IP-Range in der.htaccess geblockt.
Aber neugierig war ich doch, wer sich diesmal hinter diesen allzu häufigen Besuchen verbirgt. Ich bin kein Freund von Massendiebstahl meiner Webseiten. Denn in beiden Fällen war ja nicht nur dieses Weblog betroffen, sondern das detaillierte Logfile meines Webservers zeigte dementsprechend häufige Zugriffe auch auf alle anderen Bereiche meines Webspace.
Also nach “63.148.99.” bei Google gesucht - und eine ganze Menge gefunden, zum Teil Informationen aus 2004. Dieser Dienst ist also schon einige Zeit im Internet unterwegs. Und laut den Aussagen auf anderen Webseiten, z.B. hier bei Zach Young, ist Cyveillance ein Dienst, der “website monitoring” anbietet und angeblich auf diesem Weg nach illegalen Inhalten sucht, also p2p Netzwerke etc. Da hätte er aber bei mir keinen Grund, zu suchen.
Also was soll das? Ich betrachte das als Spam und werde weiter mein Logbuch gut im Auge behalten.
Nachtrag: noch ein Link, der mir gute Infos geliefert hat.
Sa 17 Jun 2006
Auf vielen Seiten finden Sie einen für alle sichtbaren Counter (Zähler), der - so glaubt man wenigstens - viel über den Besucherwert dieser Seite aussagt. Dabei übersehen die meisten, dass es wesentliche Unterschiede gibt, ob nur die “Hits” auf eine Seite gezählt werden oder tatsächlich echte Besucher. Wenn Sie über eine Statistik auf Ihrem Webspace verfügen, finden Sie die entsprechende Auflistung dazu mit unterschiedlichen Begriffen.
Und hier sind die Erklärungen der verwendeten Begriffe:
Hits:
Anzahl aller an den Webserver gestellten Requests - egal ob die angeforderte Datei überhaupt existiert, oder ob es sich um ein Bild handelt, welches innerhalb einer HTML-Seite angezeigt wird. Ebenfalls egal, ob diese Anfrage von einem Robot kam, einem Spammer, ein Bild angesehen wurde oder tatsächlich ein Besucher da war.
Files:
Anzahl der tatsächlich von dem Webserver an den Webbrowser übertragenen Dateien. Hier sehen Sie, ob die als Hit verzeichnet Anfrage an den Webserver auch wirklich Resultate gebracht hat.
Pages:
Anzahl der abgerufenen kompletten Seiten, d.h. auch wenn eine Seite Bilder enthält, werden diese nicht mitgezählt. Das ist der wirklich aussagekräftige Teil Ihrer Statistik.
Visits:
Anzahl der Besucher auf dem Webserver. Ein Visit ist der Zugriff von einer Quelladresse innerhalb von 30 Minuten. Wenn also ein Nutzer für 29 Minuten Ihre Seiten durchstöbert, ist dies ein Visit. Auch das ist der wirklich wichtige Teil der Statistik - denn ein Besucher, der fünf Seiten auf Ihrem Server angesehen hat, ist und bleibt doch nur ein Besucher.
Sites:
Anzahl der unterschiedlichen IP-Adressen, die im Messungszeitraum auf die Seite zugegriffen haben. Dabei kann es durchaus sein, dass ein und derselbe Besucher über verschiedene IP’s auf Ihrer Webseite war - z.B. vergibt Aon (und alle anderen grossen Internetanbieter) bei jedem Zugriff dem User eine neue IP (sogenannte “floating IP”).
Auch dieses Weblog hat einen Zähler eingebaut. Der zählt allerdings keine Suchmaschinenzugriffe, meine eigenen auch nicht und auch keine reinen Hits. Derzeit hätte das Weblog weit über 10.000 Hits (ohne meine eigenen Zugriffe), aber echte Besucher waren es eben nur rund ein Drittel.
Damit will ich Ihnen zeigen, dass ein rotierenden Counter, der astronomische Zahlen anzeigt und fleissig hochzählt, so gut wie gar nichts über den Erfolg einer Webseite aussagt. Denn zig-tausende sinnlose Klicks auf Ihre Seiten bringen Ihnen ausser erhöhtem Traffic auf Ihrem Webserver (der womöglich noch Geld kostet) nichts. Nur echte Besucher, die gezielt und mit Interesse auf Ihre Seiten kommen - die sind interessant.
Statistisch gesehen, brauchen Sie derzeit etwa 100 echte Besucher auf Ihren Webseiten, um einen Kunden zu erhalten. Der Prozentsatz ist nicht höher. Umgelegt auf alle Hits einer Webseite liegen Sie also sogar im untersten Promillebereich. Und je mehr Sie “sinnlosen” Traffic erzeugen - die falsche oder gar keine Zielgruppe ansprechen - umso schlechter wird Ihre Erfolgsquote sein.
Fr 16 Jun 2006
Da einer meiner Nebenzweige auch die Finanzdienstleistung ist (nicht nur Geld zu verdienen, sondern es auch gewinnbringend anzulegen), erhalte ich viele Einladungen zu Produktpräsentationen. Die mir zwar meistens egal sind, da ich ausschliesslich berate und keine Produkte vertreibe. Aber eines ist mir doch dabei aufgefallen:
Viele Produktanbieter unterliegen dem Irrglauben, immer neue Produktideen kreieren zu müssen, um nicht Stillstand zu signalisieren. Und sind der Ansicht, ein tolles, neues Produkt muss nur richtig den Vertriebspartnern präsentiert werden und schon fliessen die Umsätze. Ebenso befinden sich Finanzdienstleister laufend auf der Suche nach neuen Produktideen um so ihren Kunden immer Neues bieten zu können. Dabei wird nicht bedacht:
- Produkteinführungen in Form von Roadshows kosten viel Geld und Zeit. Der Aufwand für Marketing, Einladungen und PR steht oft in keiner Relation zu den anwesenden Vertriebspartnern und wie informiert man dann die Abwesenden?
- Wenn dieses Modell zum Ziel führt, warum gibt es dann Produktanbieter, die mit einem oder wenigen Produkten eine klare Marke besetzt haben? Warum bestechen gerade erfolgreiche Finanzberater, mit relativ wenigen Produkten im Angebot, durch viele zufriedene Kunden?
- Was sagt der Kunde, wenn ich als Berater alle Monate wieder mit neuen Produkten ankomme? Waren die “alten” denn so schlecht?
Dabei entscheiden immer seltener rationale Faktoren über den Kauf von Finanzprodukten, sondern Emotionen bestimmen unser Kaufverhalten. Daher werden jene Produktanbieter langfristig erfolgreich sein, die ihr Hauptaugenmerk auf den Nutzen für den Kunden und den Vertriebspartner gelegt haben:
Kunde:
Ein Unternehmen muss als Marke mit bestimmten Emotionen (modern, sicher, ertragreich, elitär etc.) positioniert sein und diese laufend (durch Werbung, Mailings, Aktionen o.ä.) kommunizieren. Dem Kunden muss klar sein, wie sich die Produkte & Dienstleistungen von denen des Mitbewerbers (schneller, spezialisierter, innovativer etc.) unterscheiden. Beständigkeit zählt und guter Ertrag.
Vertriebspartner:
Die 3 P´s (Produkte, Prospekte, Provisionen) sind in Zukunft nicht mehr entscheidend für den Vertrieb, sondern eher dafür da, den Verkauf zu unterstützen, sowie Neukunden und Empfehlungen zu akquirieren. Also zur reinen Produktinformation. Je nach Marketingbudget hier einige Möglichkeiten: Werbung & Inserate (Kunden werden aufmerksam), Stammkundenaktionen („Danke, dass Sie unser Kunde sind…“ als Basis für Weiterempfehlung), Verkaufsunterstützung (kreative Verkaufshilfen, Leitfäden, Trainings etc.), Kundenevents (Kostenbeteiligung und Unterstützung des Beraters).
Das Thema Provision hat sich für mich persönlich schon lange erledigt. Denn ich bin der Meinung, nicht wirklich unabhängig beraten zu können, wenn ich hinterher für das Produkt, das der Kunde abgeschlossen hat, Provision bekomme. Allzu leicht lässt man sich davon beeinflussen, wo mehr Provision “drin ist” - und der Kunde merkt das (hoffentlich). Nur wenn es mir vollkommen egal sein kann, wofür sich der Kunde entscheidet, kann er sicher sein, dass er den für ihn besten Rat erhalten hat. Die Praxis hat mir ausserdem gezeigt, dass das für den Kunden auch der “billigere” Weg ist - denn die Provision (die meine Kunden von mir weitergeleitet bekommen) ist in vielen Fällen sogar höher als das Beratungshonorar.
Do 15 Jun 2006
Hören Sie überhaupt drauf? Sollten Sie nämlich……
Ohne Emotionen geht im Konsumentengehirn und damit im Marketing nichts. Aber was heißt das konkret für den Kundenkontakt? Hier ein paar Denkanstöße auf dem Weg zur Kundenorientierung. Denn Umfragen zeigen immer wieder, dass der Preis zwar vordergründig das entscheidungskriterium Nr.1 ist, aber bei näherem Eingehen darauf meist doch wieder auf Platz 2 rückt - hinter das Kriterium “sympathisch”.
Wenn Emotionen also das A und O bei (Kauf-)entscheidungen sind, dann sollten Sie für positive Gefühle bei Ihren Kunden sorgen. Denn diese bewegen Menschen dazu, bestimmte Dinge zu tun, oder im negativen Fall, zu lassen. Ergo wird nur das Unternehmen dauerhaft erfolgreich sein, das es versteht, eine positive Stimmung zu erzeugen. Denn wer ein gutes (Bauch-)Gefühl hat, kauft eher. Das rationale Entscheidungskriterium Preis tritt in den Hintergrund.
Konkret heißt das für den Kundenkontakt, dass die notwendige fachlich-sachliche Ausrichtung verknüpft werden muss mit einer emotional orientierten Komponente, denn emotionale „Einsichten“ bleiben nachhaltiger im Gedächtnis des Kunden als rationale. Der Kundenkontakt wird zum Emotionsmanagement.
Je individueller die Ansprache des Kunden, je individueller die Leistung und je unmittelbarer der Kontakt zwischen Unternehmer und Kunde, desto stärker wird die emotionale Verbundenheit beim Konsumenten. In Zeiten, in denen viele Produkte austauschbar sind, können sich Unternehmen durch ihre Menschen differenzieren. Bevor der Kunde eine Sache oder eine Dienstleistung kauft, muss er zunächst den Verkäufer akzeptieren. Deshalb sind soziale Kompetenz und emotionale Intelligenz auch zentrale Erfolgsfaktoren in Kundenkontakt und Verkauf. Sympathie fördert Kaufbereitschaft.
Zukunftsorientierte Unternehmen erkennen den Wert nachhaltiger Kundenloyalität, die durch gezielte emotionale Ansprache entsteht. Ziel muss der Aufbau einer langfristigen, partnerschaftlichen Beziehung sein. Betrachten Sie es auch unter diesem Gesichtspunkt: Nur wer sich bei Geschäften mit Ihnen wohl fühlt, empfiehlt Sie auch weiter. Außerdem: Eine solche Kundenbeziehung lässt sich von Wettbewerbern nicht einfach kopieren.
Merken Sie sich einfach:
Menschen kaufen nicht nur Problemlösungen, sondern auch gute Gefühle.
Mi 14 Jun 2006
Stellt Skype tatsächlich ein Gefahrenpotenzial für Firmen dar? Und wenn ja - wo liegt das Problem?
Vor kurzem erschienen auf pressetext.at:
Problematisch sei der Dienst deshalb, weil er “erstens erhebliche Sicherheitsrisiken mit sich bringt und zweitens auf keinen anerkannten Standards basiert. Skype ist einfach zu bedienen, smart im Einsatz und verführerisch kostengünstig. Aber es ist ein proprietärer Dienst und stellt potenziell ein riesiges Einfallstor für Angriffe aus dem Internet dar”, äußert sich Eurospace-Geschäftsführer Vincent Ohana.
Laut Angaben von Skype verwenden bereits 30 Prozent der 75 Millionen Nutzer den VoIP-Dienst im beruflichen Umfeld. Hier bestehe das Gefahrenpotenzial, teilte der Consulter gegenüber pressetext mit. Nach Recherchen von Eurospace seien bereits die ersten Skype-Viren im Umlauf, die über die Telefonsoftware die Rechner der Gesprächsteilnehmer befallen würden. Hat der Nutzer das Telefonie-Programm in Outlook integriert, so greifen die Schädlinge zum Teil auch das Mail-Programm an und verbreiten sich über die in Outlook gespeicherten Kontakte.
Geraten wird, sich bei der Internet-Telefonie auf einen Service zu beschränken, der auf dem weltweit anerkannten Internet-Telefonstandard SIP (Session Initiating Protocol) basiert.
Di 13 Jun 2006
Sie haben eine Webseite und lesen gerade das Logfile dazu durch. Dabei fallen Ihnen dreistellige Zahlen auf und Sie wissen nicht, was diese bedeuten. Oder Sie erhalten beim Besuch einer fremden Webseite eine Fehlermeldung und können wenig damit anfangen.
Hier kommt die Antwort:
200 - OK:
Sollte offensichtlich sein…
301 - Moved Permanently:
Die angeforderte Seite ist unter dieser Adresse nicht mehr erreichbar, sondern unter einer neuen URL hinterlegt worden.
304 - Not modified:
Die Seite wurde seit der letzten Übertragung nicht geändert.
403 - Forbidden:
Der Server verweigert die Ausführung der Anfrage ohne weitere Angabe von Gründen. Dieser Fehler tritt meist bei dem Versuch des unbefugten Zugriffs auf eine gesperrte Seite auf.
404 - Not Found:
Der Server kann die Anfrage nicht ausführen, weil eine durch die URL identifizierte Seite nicht gefunden wurde. Bitte überprüfen Sie die aufgerufene Internetadresse auf Vollständigkeit und Korrektheit.
408 - Request Timeout:
Die Anforderungsmitteilung wurde von Client nicht innerhalb einer gewissen Zeitspanne vervollständigt und die Ausführung der Methode daher nicht begonnen. Ein Grund dafür könnte eine überlastete Leitung oder ein überlasteter Server sein.
504 - Gateway Timeout:
Der Server musste auf ein Gateway oder einen anderen Server zugreifen und erhielt dabei keine Antwort innerhalb einer bestimmten Zeitspanne. Ein Grund dafür könnte eine überlastete Leitung oder ein überlasteter Server sein. Versuchen Sie durch ein Reload oder Shift-Reload die Seite nochmals aufzurufen.
Mo 12 Jun 2006
Wenn mir mein Partner nachts die Decke wegreißt und schnarcht, dass sich die Balken biegen, dann bedeutet das:
dass er mit niemandem anderes unterwegs ist
Wenn mein Kind sein Zimmer nicht aufräumt und lieber fernsieht, dann bedeutet das:
dass es zu Hause ist und nicht auf der Straße
Wenn ich Steuern zahlen muss und wütend darüber bin, dann bedeutet das:
dass ich Arbeit habe
Wenn ich einen Haufen Unordnung nach einer gefeierten Party wegräumen muss, dann bedeutet das:
dass ich von vielen Freunden umgeben war
Wenn meine Klamotten mal wieder zu eng geworden sind, dann bedeutet das:
dass ich genug zu Essen habe
Wenn ein Schatten mich auf meinen Wegen verfolgt, dann bedeutet das.
dass ich mich im Sonnenschein befinde
Wenn ich den Teppich saugen und die Fenster putzen muss, dann bedeutet das:
dass ich ein Zuhause habe
Wenn ich wieder mal nur ewig weit weg vom Ziel einen Parkplatz finde, dann bedeutet das:
dass ich laufen kann und ein Auto besitze
Wenn die Heizkostenabrechnung mal wieder viel zu hoch ist, dann bedeutet das:
dass ich es warm habe
Wenn jemand hinter mir komplett falsch singt, dann bedeutet das:
dass ich hören kann
Wenn ich über meinen Wäscheberg zum Waschen und Bügeln sehe, dann bedeutet dass:
dass ich Kleidung habe
Wenn ich abends nach der Arbeit jeden schmerzenden Muskel spüre, dann bedeutet dass:
dass es mir möglich ist, hart zu arbeiten
Wenn der Wecker mich morgens aus den schönsten Träumen reißt, dann bedeutet das:
dass ich am Leben bin
« Previous Page — Next Page »