Juni 2006


Bei der Echtheitsüberprüfung von Windows-XP-Software legt Microsoft ab sofort eine härtere Gangart ein. Das bereits im Jahr 2005 vorgestellte Windows-Genuine-Advantage- Konzept (WGA) sieht eine freiwillige Überprüfung des Produktschlüssels vor und konnte bisher manuell durchgeführt werden, um sich den legitimen Einsatz von Windows bestätigen zu lassen. Vor einigen Monaten bereits bei englischsprachigen XP-Systemen eingeführt, hat Microsoft nun auch im deutschsprachigen Raum eine neue Benachrichtigungsfunktion eingeführt, die Anwender mittels Auto-Update hinzufügen können.

Dieser WGA-Notifier, der Microsoft zufolge auf freiwilliger Basis installiert werden kann, macht sich im Falle einer illegitimen Windows-Version spürbar bemerkbar. So werden Anwender von betroffenen Systemen fortan bei jedem Windows-Start mit einem Warndialog konfrontiert, der den Start des Betriebssystems mit dem Hinweis “Diese Kopie ist keine Originalversion” so lange blockiert, bis er vom User weggeklickt wird. Darüber hinaus stattet die Zusatzfunktion die Windows-Oberfläche mit einem neuen Icon in der Taskleiste aus, das den Anwender in regelmäßigen Abständen in Popup-Manier zum Erwerb einer legalen Version auffordert.

“Das WGA-Konzept wird schon länger angewendet und arbeitet vollkommen anonymisiert”, meint Microsoft-Austria-Sprecher Thomas Lutz auf Anfrage von pressetext. Weder könnten damit private Daten gesammelt noch Anwender persönlich zurückverfolgt werden, so Lutz weiter. Neu sind dem Microsoft-Sprecher zufolge lediglich die visuellen Benachrichtigungen, die auf die illegitime Version hinweisen. Lutz bestätigte zudem, dass Windows Vista und alle anderen Windows-verwandten Programme der nächsten Generation auf das WGA-Konzept aufbauen würden. Hier wolle man mit Betroffenen durchaus offensiver in den Dialog treten als in der Vergangenheit, so Lutz abschließend.

[Quelle: pressetext.at]

CoComment - ein neuer innovativer Service im Internet - oder ein gefährlicher Datenklau?

Vor einigen Wochen bin ich zufällig auf diesen Service gestossen - und zwar nur dadurch, dass ich in einem Weblog kommentierte und plötzlich ein kleiner Hinweis in meinem Browser aufpoppte “Kommentar wird an CoComment geschickt”. Neugierig geworden - weil ich das nicht mag, dass ohne meine Zustimmung meine Kommentare im Internet verteilt werden - ging ich dem nach. Und fand die Webseite www . co comment . com. Die ich jetzt bewusst nicht verlinke, weil ich nicht noch zur Popularität beitragen will.

Was ich dort flüchtig gelesen habe, schien mir nicht besonders vertrauenswürdig zu sein. Denn Sätze wie ” coComment keeps a copy of your comments in one central place” bedeutet doch auch, dass alle Kommentare anderer gespeichert werden. Was mir nicht passt und was ich auch rechtlich für bedenklich halte. Denn ein RSS-Feed der Kommentare anzubieten ist eine Sache - die Kommentare aber woanders zu speichern, eine andere.

Nun glaub ich ja nicht gern an Zufälle. Obwohl ich zugeben muss, dass folgende Punkte natürlich auch ohne Zutun von “co comment” passiert sein könnten:

  • seit dem ersten Speichern eines meiner Kommentare dort (nochmal: GEGEN meinen Willen!) habe ich mit einigen sehr merkwürdigen Dauergästen auf meinem Webspace zu tun - eben mit psycheclone und Cyveillance z.B.
  • der Blog, auf dem ich erstmals diesem Dienst begegnet bin, wurde kurz darauf gehackt und ist heute völlig offline
  • diverse Trolle trieben sich vorher noch dort herum mit Kommentaren, die nicht nur unterste Schublade waren, sondern sogar echte Beleidigungen enthielten

Zufällig in einem anderen Blog wieder über diesen Dienst gestolpert und eine Diskussion darüber begonnen, habe ich Folgendes erfahren:

wörtliches Zitat von Ralph:

Kurz gesagt, ich kann auch auf deinem Blog einen Kommentar hinterlassen und den mit coComment speichern, dann scheint dein Blog ebenfalls auf coComment auf und könnte Trolle anziehen. Du könntest also genausogut sagen, “ich will nicht auf Technorati gelistet werden, weil da Trolle kommen könnten”. Und Blogrrr wäre dann ja genauso eine Gefahrenquelle. Und am besten überhaupt nirgends einen Link zum eigenen Blog…

Ja, Ralph, der Unterschied ist nur, dass bei keinem anderen Dienst gespeichert wird, sondern nur aus dem Blog angezeigt.

Bei solchen Geschichten wäre es immer nett, Links zu posten, wo denn diese Kommentare abgegeben wurden. Selbst wenn der Blogbetreiber diese mittlerweile gelöscht hat, wären sie noch auf coComment verfügbar - also bitte reich noch einen Link nach, damit sich Leser selbst ein Bild machen können!

Wie gesagt, der betreffende Blog ist inzwischen offline. Sehr bedenklich allerdings, dass hier also auch Kommentare “auf ewig” gespeichert bleiben, selbst wenn sie der betroffene Blogbetreiber gelöscht hat - womöglich sogar auf Grund seiner Haftung für die Inhalte seines Weblogs.

Der von mir derzeit als eher bedenklich einzustufende Dienst gehört angeblich zur Swisscom-Gruppe - allerdings konnte ich auf deren Webseite keinerlei Verbindung dazu finden.
dazu ein Update vom 25.06.2006: nun befindet sich auf der Webseite der Swisscom Innovations, dem Entwicklungsbereich der Swisscom ein Hinweis auf diesen Service. Zwar nur ein Logo mit Direktverlinkung, aber immerhin ein Hinweis.

Momentan bin ich noch auf der Suche, wie ich von mir aus ein ungewolltes Absenden von meinen Kommentaren oder auch Kommentaren hier auf meinem Weblog an co comment verbieten kann. Wer einen Tipp hat, möge ihn posten.

Seit heute gibt es eine neue Kategorie hier auf meinem Weblog - Tatort Geld. Alles rund um das liebe Geld - und wie man es vermehren kann bzw. sinnvoll arbeiten lässt.

Da ich auch in diesem Bereich einiges zu sagen habe, werde ich hier über interessante Entwicklungen und Trends an den internationalen Geldmärkten berichten und den einen oder anderen Tipp für Sie bereit halten.

Die steigende Popularität von Blogs hat dazu geführt, dass immer mehr Unternehmen sich mit dieser neuen Form der Online-Kommunikation auseinandersetzen. Nicht zuletzt deshalb hat sich die Zahl der Corporate Blogs im deutschsprachigen Raum innerhalb eines knappen Jahres mehr als verdreifacht.

Seit gestern weiss ich nun, dass ich in der Liste der “Top 100 Business Blogs” zu finden bin (derzeit auf Platz 88) - und freu mich drüber. ;-) “Das Ranking präsentiert die meistgelesenen und damit wichtigsten deutschsprachigen Corporate Blogs. ” heisst es auf der Seite. Auch wenn ich solche Top-Rankings nicht anders einschätze als die Web-Awards, die vor einigen Jahren die Runde machten. Trotzdem ist es eine nette Überraschung, wenn man sowas entdeckt - und das gar nicht beabsichtigt hatte.

Was mich aber nicht dran hindert, mit genausoviel Spass wie vor Monaten täglich hier ein neues, hoffentlich interessantes Thema zu finden.
Und was mich heute mal wieder dazu bringt, ein grosses DANKE an alle meine Leser und Kommentierer zu sagen und auch ein Danke an die Wordpress-Entwickler, die nicht nur ein gutes Produkt entwickelt haben, sondern auch laufend an Verbesserungen arbeiten.

    Und was resultiert daraus?
    Nur im Team kann was Grösseres daraus werden!
    Gemeinsam kommt man einfach weiter!

    Danke!

Ab 1.7.2006 müssen Rechnungen an Unternehmer im Inland, deren Gesamtbetrag (inkl. Umsatzsteuer) € 10.000 übersteigt, zusätzlich zu den bisherigen Rechnungsmerkmalen auch die UID-Nummer des Rechnungsempfängers enthalten.

Konsequenzen für Ihr Rechnungswesen

1. Kontrolle von Eingangsrechnungen
Aufgrund der Neuregelung sind ab 1.7.2006 alle Eingangsrechnungen, deren Bruttobetrag € 10.000 übersteigt, auch daraufhin zu prüfen, ob Ihr Lieferant auch Ihre UID-Nummer auf der Rechnung vermerkt hat. Sollte dies nicht der Fall sein, so ist es ratsam, die Rechnung sofort vom Lieferanten neu ausstellen zu lassen. Die Richtigstellung der Rechnung lässt sich sicherlich leichter durchsetzen, wenn Sie den offenen Betrag erst danach zahlen.

Konsequenz bei nicht ordnungsgemäßer Rechnung: Verlust des Vorsteuerabzuges!

Diese Gesetzesänderung ist auch der Grund, warum in letzter Zeit viele Lieferanten um Bekanntgabe Ihrer UID-Nummer ersucht haben bzw. noch ersuchen werden.

2. Ausstellen von Ausgangsrechnungen
Die Neuregelung betrifft natürlich auch Rechnungen, die Sie selber ausstellen. Auf diesen Rechnungen müssen Sie ab 1.7.2006 ab einem Bruttobetrag von € 10.000 neben Ihrer eigenen UID-Nummer auch die UID-Nummer Ihres Kunden angeben. Folgende Vorgangsweise ist daher zu empfehlen:

Fordern Sie die UID-Nummer all Ihrer Kunden, die Unternehmer sind, schon vorweg an bzw. stellen Sie sicher, dass diese spätestens bei Auftragserteilung erfragt wird.

Speichern Sie die UID-Nummern in den Kundenstammdaten.

Sehen Sie in Ihrem Rechnungsformular unter der Kundenadresse ein eigenes Feld für die UID-Nummer vor.

Bei bestimmten Lieferungen bzw. Leistungen mussten Sie schon bisher die UID-Nummer des Kunden angeben (zB Bauleistungen). Diese Regelung gilt weiterhin und ist von der Gesetzesänderung nicht betroffen.

Sollte Ihr Geschäftspartner keine UID besitzen (weil er Kleinunternehmer und umsatzsteuerbefreit ist), dann sollte zumindest ein Hinweis darauf vorhanden sein. Etwa in der Form:

Ihre UID-Nummer: nicht ust.pflichtig

Der Internet Ombudsmann existiert seit Ende 1999 und wurde vom Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation ( http://www.oiat.at ) initiiert und gemeinsam mit dem Verein für Konsumenteninformation entwickelt. Das Projekt ist heute europaweit anerkannt und die größte außergerichtliche Streitschlichtungsstelle für den Online-Handel. Der Internet Ombudsmann initiierte Partnerprojekte in mehreren europäischen Ländern, darunter Deutschland, Ungarn und Polen, und arbeitet mit diesen bei der Lösung von grenzüberschreitenden Problemen eng zusammen.

Seit Ende 1999 wurden über 3.750 Beschwerdefälle mit einem Gesamtstreitwert von über 2,45 Mio. Euro außergerichtlich gelöst und zusätzlich über 12.000 allgemeine Konsumentenanfragen beantwortet. Im Jahr 2000 wurde das Projekt mit dem Österreichischen Staatspreis für Public Relations ausgezeichnet.

Der Internet Ombudsmann ist eine von der EU-Kommission anerkannte außergerichtliche Streitschlichtungsstelle und wird seit 2003 vom Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz gefördert.

Meldung von Beschwerde-Fällen an den Internet Ombudsmann

Zufällig über eine TV-Reportage drüber gestolpert, möchte ich diese Organisation und ihre Projekte ein wenig bekannter machen.

Die WDCS wurde 1987 in Bath, England, gegründet und ist die weltweit aktivste gemeinnützige Organisation, die sich ausschließlich für den Schutz von Walen und Delfinen einsetzt.

Seit meiner Kindheit faszinieren mich Delfine - ja, erraten, Flipper war eine meiner Lieblingsserien. ;-) Wussten Sie, dass Delfine Wale sind?

Von allen Delfinarten ist der Große Tümmler (Tursiops truncatus) die bekannteste. Er wird am häufigsten in Delfinarien gehalten und kann dort auch seit Jahren erfolgreich nachgezüchtet werden. Die Haltung von Delfinen in Delfinarien ist jedoch stark umstritten, da u. a. ein Becken nicht die Standards eines Meeres besitzt. Der größte Delfin ist der Orca, welcher gerne wegen seiner Popularität als „Zuschauermagnet“ benutzt wird.

Wegen der hohen Intelligenz und Lernfähigkeit werden Große Tümmler vom Militär in den USA und in Russland gehalten, um beispielsweise Seeminen an feindlichen Schiffen zu installieren oder Minen zu entschärfen.

Was Sie sicher schon gehört haben:
Die Delfintherapie ist eine noch wenig erforschte Therapieform. Sie soll Kindern mit mentalen und körperlichen Behinderungen helfen, steht aber, wenn sie als Ersatz zur Psychotherapie angeboten wird, in der Kritik.

In dem TV-Bericht sprach Nicolas Entrup, Geschäftsführer der WDCS, unter anderem über einen Punkt, der mir bisher nicht bewusst war: der Lautstärkepegel unter Wasser. Wale und Delfine sind abhängig von Unterwasserakustik. Wasser ist ein Medium, in dem Licht eher schlecht transportiert wird, Schallwellen pflanzen sich hingegen im Wasser sehr rasch fort. Dies erklärt, warum Wale und Delfine zur Wahrnehmung ihrer Umwelt, zum Aufspüren von Nahrung und zur Kommunikation akustische Signale verwenden. Die verschiedenen Aktivitäten von Menschen am und im Meer haben im letzten Jahrhundert stark zugenommen, und im Zuge dessen ist auch der Lärmpegel im Meer stark angestiegen. Eine zunehmende Bedrohung für diese Tiere, die sogar tödlich sein kann.

Mehr zu militärischen Manöver unter Einsatz von Sonaranlagen und dem damit verbundenen Sterben vieler Wale und Delfine lesen Sie hier:
Stoppt den Lärm in den Ozeanen

Der Mensch hat die Welt erobert. Regiert er sie jetzt weise oder knechtet er sie?

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