Zufällig über eine TV-Reportage drüber gestolpert, möchte ich diese Organisation und ihre Projekte ein wenig bekannter machen.

Die WDCS wurde 1987 in Bath, England, gegründet und ist die weltweit aktivste gemeinnützige Organisation, die sich ausschließlich für den Schutz von Walen und Delfinen einsetzt.

Seit meiner Kindheit faszinieren mich Delfine - ja, erraten, Flipper war eine meiner Lieblingsserien. ;-) Wussten Sie, dass Delfine Wale sind?

Von allen Delfinarten ist der Große Tümmler (Tursiops truncatus) die bekannteste. Er wird am häufigsten in Delfinarien gehalten und kann dort auch seit Jahren erfolgreich nachgezüchtet werden. Die Haltung von Delfinen in Delfinarien ist jedoch stark umstritten, da u. a. ein Becken nicht die Standards eines Meeres besitzt. Der größte Delfin ist der Orca, welcher gerne wegen seiner Popularität als „Zuschauermagnet“ benutzt wird.

Wegen der hohen Intelligenz und Lernfähigkeit werden Große Tümmler vom Militär in den USA und in Russland gehalten, um beispielsweise Seeminen an feindlichen Schiffen zu installieren oder Minen zu entschärfen.

Was Sie sicher schon gehört haben:
Die Delfintherapie ist eine noch wenig erforschte Therapieform. Sie soll Kindern mit mentalen und körperlichen Behinderungen helfen, steht aber, wenn sie als Ersatz zur Psychotherapie angeboten wird, in der Kritik.

In dem TV-Bericht sprach Nicolas Entrup, Geschäftsführer der WDCS, unter anderem über einen Punkt, der mir bisher nicht bewusst war: der Lautstärkepegel unter Wasser. Wale und Delfine sind abhängig von Unterwasserakustik. Wasser ist ein Medium, in dem Licht eher schlecht transportiert wird, Schallwellen pflanzen sich hingegen im Wasser sehr rasch fort. Dies erklärt, warum Wale und Delfine zur Wahrnehmung ihrer Umwelt, zum Aufspüren von Nahrung und zur Kommunikation akustische Signale verwenden. Die verschiedenen Aktivitäten von Menschen am und im Meer haben im letzten Jahrhundert stark zugenommen, und im Zuge dessen ist auch der Lärmpegel im Meer stark angestiegen. Eine zunehmende Bedrohung für diese Tiere, die sogar tödlich sein kann.

Mehr zu militärischen Manöver unter Einsatz von Sonaranlagen und dem damit verbundenen Sterben vieler Wale und Delfine lesen Sie hier:
Stoppt den Lärm in den Ozeanen

Der Mensch hat die Welt erobert. Regiert er sie jetzt weise oder knechtet er sie?