Auf vielen Seiten finden Sie einen für alle sichtbaren Counter (Zähler), der - so glaubt man wenigstens - viel über den Besucherwert dieser Seite aussagt. Dabei übersehen die meisten, dass es wesentliche Unterschiede gibt, ob nur die “Hits” auf eine Seite gezählt werden oder tatsächlich echte Besucher. Wenn Sie über eine Statistik auf Ihrem Webspace verfügen, finden Sie die entsprechende Auflistung dazu mit unterschiedlichen Begriffen.
Und hier sind die Erklärungen der verwendeten Begriffe:
Hits:
Anzahl aller an den Webserver gestellten Requests - egal ob die angeforderte Datei überhaupt existiert, oder ob es sich um ein Bild handelt, welches innerhalb einer HTML-Seite angezeigt wird. Ebenfalls egal, ob diese Anfrage von einem Robot kam, einem Spammer, ein Bild angesehen wurde oder tatsächlich ein Besucher da war.
Files:
Anzahl der tatsächlich von dem Webserver an den Webbrowser übertragenen Dateien. Hier sehen Sie, ob die als Hit verzeichnet Anfrage an den Webserver auch wirklich Resultate gebracht hat.
Pages:
Anzahl der abgerufenen kompletten Seiten, d.h. auch wenn eine Seite Bilder enthält, werden diese nicht mitgezählt. Das ist der wirklich aussagekräftige Teil Ihrer Statistik.
Visits:
Anzahl der Besucher auf dem Webserver. Ein Visit ist der Zugriff von einer Quelladresse innerhalb von 30 Minuten. Wenn also ein Nutzer für 29 Minuten Ihre Seiten durchstöbert, ist dies ein Visit. Auch das ist der wirklich wichtige Teil der Statistik - denn ein Besucher, der fünf Seiten auf Ihrem Server angesehen hat, ist und bleibt doch nur ein Besucher.
Sites:
Anzahl der unterschiedlichen IP-Adressen, die im Messungszeitraum auf die Seite zugegriffen haben. Dabei kann es durchaus sein, dass ein und derselbe Besucher über verschiedene IP’s auf Ihrer Webseite war - z.B. vergibt Aon (und alle anderen grossen Internetanbieter) bei jedem Zugriff dem User eine neue IP (sogenannte “floating IP”).
Auch dieses Weblog hat einen Zähler eingebaut. Der zählt allerdings keine Suchmaschinenzugriffe, meine eigenen auch nicht und auch keine reinen Hits. Derzeit hätte das Weblog weit über 10.000 Hits (ohne meine eigenen Zugriffe), aber echte Besucher waren es eben nur rund ein Drittel.
Damit will ich Ihnen zeigen, dass ein rotierenden Counter, der astronomische Zahlen anzeigt und fleissig hochzählt, so gut wie gar nichts über den Erfolg einer Webseite aussagt. Denn zig-tausende sinnlose Klicks auf Ihre Seiten bringen Ihnen ausser erhöhtem Traffic auf Ihrem Webserver (der womöglich noch Geld kostet) nichts. Nur echte Besucher, die gezielt und mit Interesse auf Ihre Seiten kommen - die sind interessant.
Statistisch gesehen, brauchen Sie derzeit etwa 100 echte Besucher auf Ihren Webseiten, um einen Kunden zu erhalten. Der Prozentsatz ist nicht höher. Umgelegt auf alle Hits einer Webseite liegen Sie also sogar im untersten Promillebereich. Und je mehr Sie “sinnlosen” Traffic erzeugen - die falsche oder gar keine Zielgruppe ansprechen - umso schlechter wird Ihre Erfolgsquote sein.