Mai 2006
Monats-Archiv
Mi 17 Mai 2006
Die Augen sind angeblich der Spiegel der Seele. Gute Ärzte sehen in den Augen, welche Probleme der Körper hat. Kann man die Augensprache lernen?
Ja, man kann - sagt Peter J.Zehetner, der Entdecker des Augensprache-Codes.. Und ich werde es versuchen. Am 1.Juni 2006 ist in meiner Nähe eins seiner Seminare und ich habe eben gebucht.
Hier die Beschreibung dieses Seminars (übernommen von www.augensprache.com):
Lügt Ihr Gegenüber? Was sind seine/ihre geheimsten Wünsche? Welche Person nimmt welchen Stellenwert wirklich im Leben ein? Egal!: Nach nur 4 interessanten Stunden wissen Sie es! Manche meinen, es ist wohl das bestgehütetste Geheimnis der Menschheit.
Kürzen Sie Ihren Weg zum Erfolg entscheidend ab!
Die Augen sagen ALLES.. - hier erfahren Sie, was Sie schon immer darüber wissen wollten. Realer gehts kaum, denn:
Sie haben bereits v o r a b die 100%ige Garantie, dass Sie nach diesem Abend die Sprache der Augen erkennen können: Mit der sicheren Präzision, mit welcher Sie eine Nadel einfädeln, nur kinderleicht und blitzschnell. Natürlich weiters, wie Sie dieses unbezahlbare Wissen anwenden; Das Leben wird dadurch viel wertvoller!
In Ihren künftigen Gesprächen gewinnen Ihre zwischenmenschlichen Beziehungen unermesslichen Wert!
Privat und beruflich! Dass Sie dies e r s t n a c h diesem Seminar mit Sicherheit wissen können, ist jedenfalls ganz normal.
Di 16 Mai 2006
Gestern durch eine Show auf Kabel1 wieder versunken in den unendlichen vielen und unglaublich guten Werken dieser Band und dieses besonderen Mannes. Merken Sie es? Ich war, bin und werde immer Queen-Fan sein. Und ganz besonders ein Fan dieses einzigartigen Mannes.
Wikipedia schreibt über ihn:
Freddie Mercury war nicht nur Lead-Sänger und – neben Brian May – Hauptkomponist der Band. Er war auch an der Ausgestaltung von Stil und Image der Band wesentlich beteiligt. Dank seiner Bühnenpräsenz gehörte Queen zu den erfolgreichsten Livebands der 70er und 80er Jahre. Insbesondere der Auftritt beim von Bob Geldof initiierten Live Aid-Konzert zeigte dies eindrucksvoll. Mit Queen konnte er große Erfolge feiern. Zu Mercurys bekanntesten Queen-Songs zählen Bohemian Rhapsody, Crazy Little Thing Called Love, Don’t Stop Me Now, Princes of the Universe, We Are the Champions und Somebody to Love.
Mr.Bad Guy, the great pretender, starb im November 1991. Er wäre heuer am 5.September 60 Jahre alt geworden.
seine Biographie
Queen als Gruppe steht heute wieder auf der Bühne. Und begeistert die Jungen heute genauso wie uns vor fünfundzwanzig Jahren. Als neuer Leadsänger wurde Paul Rodgers verpflichtet, der Wert darauf legt, kein Ersatz für Freddy Mercury zu sein, sondern seine eigene Persönlichkeit hat.
Hier die aktuelle Website von Queen mit den Konzertterminen, Fotos und News >>
We Will Rock You:
die größten Queen-Hits
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Killer Queen |
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Bohemian Raphsody |
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You’re My Best Friend |
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Somebody To Love |
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We Are The Champions |
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We Will Rock You |
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Bicycle Race |
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Don’t Stop Me Now |
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Crazy Little Thing Called Love |
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Save Me |
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Another One Bites The Dust |
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Flash |
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Under Pressure |
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Radio Ga Ga |
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I Want To Break Free |
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It’s A Hard Life |
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Hammer To Fall |
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One Vision |
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A Kind of Magic |
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Who Wants To Live Forever |
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I Want It All |
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Breakthru |
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The Invisible Man |
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The Miracle |
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Innuendo |
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Headlong |
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The Show Must Go On |
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These Are The Days Of Glory |
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Heaven For Everyone |
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A Winter’s Tale |
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Let Me Live |
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No-One But You |
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Mo 15 Mai 2006
Dieser Satz wird sehr oft als Argument benutzt, um vermeintlichen Verwaltungsaufwand zu sparen. Aber stimmt das auch?
Gemeint sind hier die vielen Mikrounternehmen und Ein-Personen-Unternehmen (EPU), die ja wirklich mit jeder einzelnen Minute (vermeintlich überflüssigen) Arbeitszeit kämpfen. Und daher höre ich oft: “Ja schon. Aber bei uns - wir brauchen das nicht.”
Ob das jetzt Planrechnungen sind, ein Jahresabsatzplan, Mitarbeiterstellenbeschreibungen, Sicherheitsvorschriften, Auslagendekoration, Marketing, Corporate Identity….. Die Liste liesse sich noch viel weiter führen.
Wer meint, das alles nicht zu “brauchen” - der wird leider in unserer heutigen Zeit bald gar nichts mehr brauchen. Denn Tatsache ist, dass auch der kleinste Betrieb alles das braucht. Nicht so ausführlich und oft auch umständlich wie ein grosses Unternehmen. Aber abgespeckt und speziell für das Unternehmen massgeschneidert - das sehr wohl!
Abgesehen davon, dass auch ein EPU heute aktiv und flexibel am Markt agieren können muss (und dazu aktuelles Zahlenmaterial benötigt), haben alle diese Dinge auch etwas mit Professionalität zu tun. Man darf seiner Umwelt weder ein internationales Unternehmen mit Filialen und jeder Menge Mitarbeitern vorgaukeln noch darf man schon auf den ersten Blick erkennen lassen, dass man “nur ein ganz kleines Irgendwas” ist, das halt auch existiert.
Die Instrumente der Grossen nutzen - angepasst an die Unternehmensgrösse - und die Flexibilität des Kleinen - so hat auch ein EPU heute sehr gute Chancen!
So 14 Mai 2006
Geschrieben von ijb in Kategorie
TagesgeschehenNoch kein Kommentar
Wieder einmal ist Muttertag. Die Werbung hämmert es uns ja bereits seit Wochen ein und mancher hat beinahe schon Angst, etwas falsch zu machen an diesem Tag.
Was historisch gesehen als echter Ehrentag für Mutter Kirche und in Folge auch für die vielen leiblichen Mütter begann, hat sich in unserer heutigen Zeit fast ausschliesslich zu einem Konsum-Tag entwickelt. Kauf, kauf, kauf!!! rufen viele Werbespots, Plakate und Postwurfsendungen. Und lassen damit ein herzliches Dankeschön verkommen zu “wieviel wert bin ich dir”.
Was mich persönlich betrifft:
Ein einziges Mal in meinem Dasein als Mutter habe ich diesen Tag so verbracht, wie er vorgezeichnet zu sein scheint. Die ganze Familie - Eltern, Schwester mit Familie und ich selbst mit meinen Männern - ausgerückt in den Trubel, natürlich herausgeputzt in teurer Tracht, Mittagsessen im schon lang vorher reservierten Restaurant, Ausflug ins Grüne, Fotos zum trauten Beisammensein. Also alles schön nach den Regeln der Tradition. Tradition?
Man soll aus Fehlern lernen und einen nicht wiederholen. Es gibt ja schliesslich genug andere, die man noch nicht gemacht hat.
Bis heute also habe ich dieses Zeremoniell nicht mehr wiederholt. Mir ist es wesentlich wichtiger, dass “meine Männer” mich das ganze Jahr über mögen. Und ich weiss, dass ich mit dieser Anschauung nicht allein dastehe.
Natürlich vergönne ich der Wirtschaft, dass es einen Tag mehr gibt, an dem man alles (Un)Mögliche und (Un)Nützliche verkaufen kann. Jeder aus den Branchen, die davon profitieren, wird froh sein darüber. Trotzdem wehre ich mich gegen ein Muss - ein Einimpfen des drohenden schlechten Gewissens, des Familienstreites, wenn man sich “nicht nach den Regeln” verhält.
Jede Mutter sollte das Recht haben, diesen Tag so (nicht) zu feiern, wie sie selbst es für gut hält. Das wäre dann für mich der Idealzustand… 
In diesem Sinne allen Müttern einfach einen schönen, gemütlich, friedlichen Tag!
Sa 13 Mai 2006
American Football bekommt nun auch in Österreich einen Stellenwert. Erstmals führen zwei österreichische Teams eine Europarangliste an! Der AFBÖ (American Football Bund Österreich) spricht von “einem Riesenerfolg für die heimische American Football Szene”.
Auch wir haben heute Gameday, allerdings nicht in der EFL, sondern “nur” in der DivisionI. “Meine” Steelsharks spielen heute im Trauner Stadion gegen die Swarco Raiders. Nein, nicht gegen die Mannschaft, die in der EFL so grandios spielt - sondern gegen die zweite Reihe. Aber es wird trotzdem ein harter Brocken.
Auch Sohn Nr.2, der bei den Minis spielt (bis 12 J.), hat heute ein Game - gegen die Minis eben dieser Raiders. Auch hier wird es schwer werden. Aber alles ist möglich!
Ich verabschiede mich jetzt vom Internet und fahre zum Stadion. Möge auch der Wettergott ein Einsehen haben - die Wolken ziehen zu…..
2006-05-13 17:49:35 Update
Ohh what a gameday !!!
Minis ASKÖ Steelsharks Traun vs. Minis Swarco Raiders
53 : 47
Ein spannendes Spiel, das 30 Sekunden vor Schluss 47:47 von den Swarco Raiders ausgeglichen werden konnte, nachdem sie in der Halbzeit mit 21:41 weit hinten lagen. Dann, 3 Sekunden vor dem Schlusspfiff, fiel der entscheidende TouchDown, der meine Minis der ASKÖ Steelsharks Traun doch noch jubilieren liess. Beide Mannschaften haben eine tolle Leistung gezeigt!
Kampfmannschaft
ASKÖ Steelsharks Traun vs. Swarco Raiders II
40 : 00
Auch hier ein traumhaftes Ergebnis - wenn es auch nicht überraschend kam. Schon einmal konnte dieser Gegner - damals sogar bei ihm zuhause - bezwungen werden. Nun stehen die Playoffs für die heurige Silverbowl (die übrigens auch bei uns im Trauner Stadion ausgetragen wird) noch völlig in den Sternen. Einzig sicherer Einzug in die Playoffs steht für die Vikings II fest. Um die Plätze 2 bis 4 matchen sich in den nächsten Wochen die Budapest Wolves, die ASKÖ Steelsharks Traun, Salzburg Bulls, Danube Dragons und St.Pölten Invaders.
Unser nächstes Heimspiel im Stadion Traun findet am 10.Juni 2006 statt mit der Begegnung gegen die Salzburg Bulls.
Heute habe ich auch von den Minis Fotos gemacht.
hier sind sie - auch als slideshow
Fr 12 Mai 2006
Österreichs Position innerhalb der EU festigt sich - nicht wegen der EU-Rats-Präsidentschaft, sondern wegen des ausgezeichneten Wirtschaftsstandortes.
Hiess es noch vor einigen Jahren:
Wenn Deutschland einen Schnupfen hat, hat Österreich eine schwere Grippe.
so gilt heute eher:
Österreich ist pumperlgsund. Und hofft, seine deutschen Nachbarn bald aus der Intensivstation holen zu können.
Gestern gabs fast vor meiner Haustür eine Podiumsdiskussion mit unserem Finanzminister, Mag. Karl-Heinz Grasser. Abgesehen von sehr interessanten Neuerungen, die speziell “meinen” Kleinunternehmern, den Ein-Personen-Unternehmen (EPU), viele Vorteile bringen wird, gabs eine Menge komprimierte Informationen zum Thema “Österreich und sein Stellenwert in der EU und international”.
Hier in Kürze ein paar - für mich sehr eindrucksvolle - Daten:
Österreich ist
- das 6.reichste Land der Welt
- 3. im EU-Ranking vom März 2006 (hinter Dänemark und Schweden)
- Europameister in der Steigerung der Exportquote seit 2000 (>50%)
- leading investor in den CEE Staaten
Was mir aber am besten gefällt: Oberösterreich ist Wirtschaftsbundesland Nr.1
- 1. im Export
- 1. in der Lehrlingsbeschäftigung
- 3. in Bezug auf das BIP im EU-Vergleich!
- mit 4,7% Arbeitslosenrate sehr gut im EU-Vergleich (~9%)
Und noch etwas hat mich schwer begeistert: meine Zielgruppe, die Kleinstunternehmen (0-9 Mitarbeiter), sind in Österreich mit über 90% der bestehenden Gewerbebetriebe absolute Wirtschaftsträger und einer der Hauptgründe für unser hervorragendes Gesamtergebnis.
Im Grunde bin ich kein wirklicher Patriot - aber bei solchen Zahlen kam doch sowas wie Stolz auf mein Heimat-Bundesland in mir auf…
Do 11 Mai 2006
Was ist mittlerweile das größte Problem für Unternehmen, die E-Mail-Marketing einsetzen?
Vor etwa fünf Jahren bestand das größte Problem für Emails darin, dass viele ihrer Interessenten und Kunden noch keine E-Mail-Adresse besaßen. Vor drei Jahren dann war die Verbreitung des Mediums E-Mail stark ansteigend und man begann, sich mit der Frage zu beschäftigen, ob die Empfänger auch Emails im HTML-Format empfangen können und wollen.
Als auch das kein Thema mehr war, weil nahezu alle Programme HTML-Mails unterstützten, erkannte man, dass die Inhalte einer Emailwerbung größeren Einfluss auf dessen Erfolg haben als das technische Darstellungsformat. Inzwischen ist Emailmarketing ein Mainstream-Medium geworden, HTML ist das Standard-Versandformat, und bezüglich der Inhalte hat man gelernt, dass Emails zielgruppenspezifische Inhalte bieten, schnell auf den Punkt kommen und die Empfänger eher durch Argumente als Phrasen zum Klicken motivieren müssen.
Gibt es also keine Probleme mehr für Email-Marketing? Doch, denn ein Prozess, der im Jahr 2004 erst schleichend begann, sich aber in 2005 dramatisch beschleunigt hat, ist mittlerweile zu einer existenziellen Bedrohung für den Erfolg von E-Mail-Marketing geworden: Die Quote der E-Mails, die sich nicht zustellen lassen, wächst kontinuierlich. Und schuld daran sind nicht etwa veraltete E-Mail-Adressen oder Unzulänglichkeiten der Versandtechnik, sondern Maßnahmen gegen Spam-Mails!
So belegen aktuelle Untersuchungen von Marktforschern und E-Mail-Marketing-Anbietern in den USA, dass deutlich über 20% der E-Mails, die mit dem Einverständnis der Empfänger versendet werden, nicht mehr zugestellt werden können. Solche Emails werden von der Anti-Spam-Tool-Industrie euphemistisch als “False Positives” bezeichnet.
Noch dramatischer stellt sich die Situation dar, wenn man bedenkt, dass es sich bei den Ergebnissen der US-Untersuchungen um Durchschnittswerte handelt. Der Anteil der nicht zugestellten Emails kann in der Praxis je nach Kampagne bei nur 10%, aber durchaus auch bei über 40% liegen!
Der Grund dafür ist der (aus berechtigten Gründen) immer intensiver ausgetragene Kampf der Internet- und Email-Service-Provider sowie der Unternehmen und privaten Email-Empfänger gegen die zunehmende Flut an Spam-Mails. Für diesen Kampf wird mittlerweile eine Vielzahl von technischen Instrumenten eingesetzt, die leider aber auch dazu führen, dass das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird und ein immer größerer Teil der Emails, für die eine Einwilligung der Empfänger vorliegt, bei diesen nicht mehr ankommt.
Die häufigste Maßnahme zur Bekämpfung von Spam-Mails ist der Einsatz von Software, die alle eingehenden Emails filtert und verdächtige Emails als Spam aussortiert. Die einfachste Form von Spam-Filtern sind die Blacklists (schwarze Listen). Blacklists bestehen lediglich aus einer Liste von Absenderadressen, deren eingehende Emails grundsätzlich blockiert werden. Statt Email-Adressen sind in den Blacklists jedoch meistens IP-Adressen gelistet, weil diese schwerer zu wechseln und zu fälschen sind. IP-Adressen sind weltweit eindeutige Zifferkombinationen, über die Web-, Mail-, FTP- und sonstige Server im Internet angesprochen werden.
Das Gegenstück dazu sind Whitelists, die im Gegensatz zu Blacklists nicht die Emails der eingetragenen Absenderadressen (bzw. IP-Adressen) blockieren, sondern diese vielmehr ungeprüft passieren lassen. In eine Whitelist sollten die Email-Versender eingetragen werden, von denen bekannt ist, dass sie keine Spam-Mails versenden. Adressbuch-basierte Filter, wie sie vielfach angeboten werden, sind eine besondere Form von Whitelists. Diese Filter sorgen dafür, dass (nur) Emails der Absender, die im Adressbuch des jeweiligen Empfängers enthalten sind, ungehindert zugestellt werden.
Ein Klassiker unter den Spam-Filtern sind Volumen-Filter, die zuerst von den großen Internet-Service-Providern wie AOL und T-Online eingesetzt wurden. Volumen-Filter messen die Anzahl der Emails, die innerhalb eines gewissen Zeitraums über die gleiche IP-Adresse eingehen und den Anteil der Bounces (Fehlermeldungen wegen Unzustellbarkeit), die diese Emails produzieren. Ein auffällig hohes Versandvolumen lässt auf einen breit streuenden Versender und eine hohe Bounce-Quote auf veraltete Versandlisten oder sogar Wörterbuch-generierte Email-Adressen schließen - beides Indizien (aber keine Beweise) für Spam-Mails.
Heuristische Spam-Filter arbeiten mit einem Satz von Regeln, um Header und Inhalte von Emails nach Spam und Ham (”Schinken”, das Gegenteil von Spam) zu klassifizieren. Ein typischer Vertreter dieser Filter ist SpamAssassin. SpamAssassin durchsucht eingehende Emails nach Schlüsselbegriffen wie “!!!”, “Viagra” oder “FF0000″ (der HTML-Code für rote Farbe) und Phrasen wie “Dies ist kein Spam” und vergibt für jeden Treffer Punkte. Wird eine gewisse Punktzahl, die vom Nutzer definiert werden kann, überschritten, so wird die betreffende Email als Spam-Mail markiert und ausgefiltert.
Heuristischen Filtern weit überlegen sind die modernen Bayes-Filter. Diese Filter verwenden statistische Verfahren auf Basis der Erkenntnisse des Geistlichen (und Hobby-Mathematikers) Thomas Bayes. Ein Bayes-Filter ermittelt für jede untersuchte Email anhand von Wort- und Phrasenhäufigkeiten die Wahrscheinlichkeit, dass es sich dabei um eine Spam-Mail handelt. Der Algorithmus dieser Filter hat den Vorteil, dass die typischen Wahrscheinlichkeiten nicht etwa 40% oder 60% lauten (was nicht besonders hilfreich wäre), sondern meistens unter 1% oder über 99% liegen.
Damit ein Bayes-Filter zuverlässig funktioniert, muss er jedoch trainiert werden, indem er vom Empfänger mit echten Emails gefüttert und dazu jeweils angegeben wird, ob es sich dabei um Spam oder Ham handelt. Dadurch lernen die Filter die typischen Muster von Spam-Mails. Nach einer angemessenen Trainingsphase mit einigen hundert Emails produzieren Bayes-Filter gegenüber heuristischen Filtern wie SpamAssassin eine deutlich geringere Fehlerquote (die sogenannte False-Positive-Quote).
Übrigens wird zur Spam-Bekämpfung in der Praxis häufig nicht ein einziger Filter, sondern es werden verschiedene Verfahren kombiniert eingesetzt, zum Beispiel eine White- und eine Blacklist sowie ein heuristischer Filter für alle Absenderadressen, die weder in der White- noch in der Blacklist enthalten sind.
Aus Empfängersicht ist bei Spam-Filtern grundsätzlich zu unterscheiden zwischen zentralen Filtern, die auf dem Mailserver (Mail Transfer Agent, kurz MTA) laufen, und lokalen Filtern, die der Empfänger auf seinem PC in Verbindung mit seinem Email-Programm (Mail User Agent, kurz MUA) einsetzt.
Auf die Qualität von zentralen MTA-Filtern hat der Email-Empfänger in der Regel wenig Einfluss: Bei Unternehmen gibt es gar keinen Einfluss, und bei Email-Service-Providern ist dieser in der Regel auf wenige Konfigurationseinstellungen begrenzt. Bei lokalen MUA-Filtern lässt sich dagegen deren Durchlässigkeit (von großzügig bis rigoros) vom Email-Empfänger komplett selbst definieren. MUA-Filter werden für Email-Programme wie Outlook und Outlook Express häufig in Form von Plug-ins angeboten oder sind ei den besseren wie z.B. Thunderbird, bereits fest eingebaut.
[Quelle: agnitas.de]
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