Der 1.Mai ist nicht nur der “Tagt der Arbeit” in vielen Staaten, sondern auch der Tag des Maibaumsetzens in vielen Teilen Mittel- und Nordeuropas und natürlich für uns Menschen der endgültige biologische Startschuss in die warme Jahreszeit.
Tag der Arbeit
Der Erste Mai ist ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland, Österreich, Italien, in Teilen der Schweiz, Belgien, Ungarn, der Slowakei, in Teilen der tschechischen Republik, Slowenien, Großbritannien, Kroatien, Russland, Spanien, Frankreich, Polen und weiteren Ländern. Er wird auch als Kampftag der Arbeiterbewegung, Tag der Arbeit oder Maifeiertag bezeichnet. Die amtliche Bezeichnung in Deutschland ist durch Gesetze der einzelnen Bundesländer geregelt. In Nordrhein-Westfalen z.B. ist der “1. Mai” offiziell Feiertag als “Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde”.
In Österreich wird an diesem Tag außerdem an das Inkrafttreten der Verfassung von 1920 in der Form von 1929 am 1. Mai 1945 nach dem 2. Weltkrieg gedacht.
In Reaktion auf die Soziale Bewegung wurde der 1.Mai von Pius XII. zum Gedenktag Joseph des Arbeiters und somit auch zum katholischen Feiertag erklärt. Der Ehemann Mariens und Nährvater Jesu war laut der Bibel als tektôn (Bauhandwerker) tätig und gilt traditionell als Patron der Arbeiter.
[Quelle: wikipedia.at]
Tag des Maibaums
Die Tradition des Maibaumaufstellens mag noch verhältnismäßig “jung” sein, steht aber in einem weit in die Vorzeit zurückreichenden Zusammenhang. Die ursprünglich zugrunde liegenden Vorstellungen beruhen auf einer Symbolik aus dem Schamanismus der eurasischen Völker, die sogar bei den Ureinwohnern Amerikas noch auffindbar sind. Es ist das Symbol des Baumes, der die Verbindung zur jenseitigen Welt herstellt und dem Schamanen den Aufstieg dorthin ermöglicht.
Auch die altgermanische Weltenesche Yggdrasil gehört in diesen Vorstellungskreis ebenso wie die Symbolik der zentralen Zeltstange der Jurte zentral- und ostasiatischer Nomadenstämme. Und Bilder von bestimmten Ritualen des amerikanischen Sonnentanzes erinnern sowohl an die Baumsymbolik wie auch an die Geschichte von Odins Selbstopfer - wobei beide möglicherweise zusätzlich durch christliche Vorstellungen beeinflusst wurden. Auch die altsächsische Irminsul, die einst von Karl dem Grossen zerstört wurde, weist einige Parallelen zum Maibaum auf.
In den Kanon der Frühlingsfeste fügt sich das Aufstellen des Maibaums über die zugrundeliegenden Vorstellungen der Lebenserneuerung, wie sie in den genannten schamanistischen Ritualen bis hin zur Mythologie der Sonnentanzreligion verbreitet sind. Dem trägt auch die offenbare Sexualsymbolik des Maibaums Rechnung.
Der Maibaum hatte die kultische Bedeutung eines “Riesen-Phallus”, der in die lebengebärende Erde gerammt wurde und auf diese Weise die Götterhochzeit versinnbildlichte. Der Maikranz, der an der Spitze angebracht wurde, konnte einerseits Symbol der Vulva, andererseits durch die darin eingeflochtenen jungen Reiser und Heilpflanzen Symbol für neues Leben und Gesundheit sein.
Der enge Zusammenhang Maibaum - Erdmutter ist heute noch daraus ableitbar, daß der Maibaum jetzt vielerorts auch “Marienbaum” genannt wird.
Der Phallus war Symbol für die schöpferische lebensweckende Kraft des Himmels, die ja vor allem gerade für das damalige bäuerliche Leben von ungeheurer Wichtigkeit war. Ohne diese Kraft gab es kein Leben und keine überlebenswichtige Fruchtbarkeit.
Und mit dem Tanz und dem Verweben und Verknüpfen der Bänder (Bändertanz um den Maibaum) drückte man sowohl eine erotisches Geschehenunter den Geschlechtern aus als auch die Verknüpfung der drei Welten (Himmel, Erde Anderswelt), die durch den Maibaum auch symbolisiert werden und nun fest in das Gefüge des Lebens selbst eingewoben werden.
[Quelle: wikipedia.at]
Tag der Erneuerung
Der 1. Mai ist nicht nur der Tag der Arbeit - seit Jahrhunderten gilt er als Frühlingsfest. Die Menschen im Mittelalter feierten an diesem Tag auch Ritter- und Turnierfeste, zudem wurden Waffenschauen veranstaltet.
In der Nacht von 30.April auf 1.Mai ist Walpurgisnacht. Walpurgis war eine Frühlingsgöttin, deren Hochzeit in einigen Teilen des heutigen Deutschlands gefeiert wurde. Im Laufe der Zeit bekam das Frühlingsfest noch eine andere Bedeutung - die eines Hexentreffens. Der Legende nach versammeln sich in der Walpurgisnacht die Hexen, um ihren Sabbat zu feiern. Auf Besen fliegen sie zu ihren Versammlungsorten. Der Blocksberg - Brocken - im Harz ist der bekannteste Treffpunkt.
Was auch immer SIE heute feiern - einen schönen 1.Mai wünschen wir uns wohl alle