Am Rande der diesjährigen Open-Source-Konferenz Oscon http://www.oscon.at hat Harald Welte, Linux-Kernel-Entwickler und Leiter des Projektes gpl-violations.org http://gpl-violations.org, auf die zunehmende lizenzwidrige Verwendung von Open-Source-Software in kommerziell vertriebenen Geräten und Software-Applikationen hingewiesen. Mit Mitstreitern der Open-Source-Gemeinschaft versucht er Unternehmen, aber auch der Öffentlichkeit die Lizenzproblematik rund um General-Public-License-Software (GPL) näher zu bringen sowie auf die geltenden Regeln beim Gebrauch von freier Software hinzuweisen.

“Von High-End-Lösungen im Router- und Firewall-Bereich bis hin zu GSM-fähigen Mobiltelefonen, DVD-Playern oder gar Hometrainern taucht GPL-lizensierte freie Software heutzutage eigentlich überall auf - zumeist allerdings ohne entsprechende Darlegung des Quellcodes sowie des Lizenzvertrags”, fasst Welte die grundsätzliche Problematik gegenüber pressetext zusammen. Die Liste der vom gpl-violations.org-Projekt aufgegriffenen Fälle ist mittlerweile auf eine Anzahl von über 100 gewachsen. Eine Vielzahl an prominenten Namen wie Aldi, Lidl sowie den österreichischen Sozialversicherungs-Chipkarten-Herstellern http://www.chipkarte.at sorgt dabei für zusätzliche Brisanz.

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