… zumindest wenn es nach AOL und Yahoo geht.

Auch das ist kein verspäteter Aprilscherz!

AOL und Yahoo haben angekündigt künftig für die Weiterleitung von Informationen und Nachrichten Geld zu verlangen. Jedoch nicht von ihren Kunden, sondern von den Absendern der Informationen. Ob sie sich damit durchsetzen werden, ist nicht absehbar.

Was jedoch bereits heute erkennbar ist, ist eine restriktivere Vorgehensweise bei SPAM-E-Mails. SPAM ist - und daran soll gar kein Zweifel aufkommen - ein ernstzunehmendes Problem.

Dabei ist die Sache gar nicht so einfach, denn z.B. Forennachrichten oder Kommentarverständigungen von Blogs können im Einzelfall als SPAM identifiziert werden.

    1. Sie haben eine Webseite (Forum, Portal, Blog) mit vielen Nutzern und viele haben eine Mailadresse bei AOL. Beim Versand von Benachrichtigungsmails identifiziert der AOL Server eine große Zahl inhaltlich identischer Mails vom gleichen Absender an AOL-Kunden. Ab einer bestimmten Menge wird angenommen das sei SPAM.

    2. Sie haben einige Teilnehmer, die vergessen haben, dass sie sich bei Ihnen registriert haben. Statt sich auszutragen deklarieren sie die Benachrichtigungsmails als SPAM. Ab einer bestimmten Zahl solcher Nachrichten nimmt der AOL-Server die IP-Adresse des Absenders in eine Blacklist auf. In der Folge werden alle (!) Mails dieses Absenders von AOL als SPAM identifiziert und bei allen AOL-Empfängern aussortiert.

Sie sehen, ohne Ihr Zutun können Sie mit ganz normalen Anwendungen zum Spammer werden. Zumindest nach Auffassung von AOL und Co. Es läßt sich weltweit beobachten, dass die Einstellungen auf den Servern von AOL und Co. verschärft werden.

Dieses Problem betrifft alle Anwendungen, die eine Funktion mit Mailversand haben.

Was kann man tun?
Es gibt mehrere Handlungsmöglichkeiten. Entscheiden Sie selbst, welche für Sie geeignet sind.

  • Wenn Sie als Admin einen Mailrückläufer erhalten, der von AOL als SPAM gekennzeichnet wurde, wenden Sie sich an AOL und lassen Ihre IP-Adresse aus der SPAM-Liste gegen Gebühr austragen.
  • Sie warten, bis Sie automatisch ausgetragen werden (das dauert zwischen 24 Stunden und 4 Wochen je nach Anbieter).
  • Sie informieren Ihre Nutzer und sensibilisieren sie bzgl. der Spam-Kennzeichnung von Mails aus Ihrem System.
  • Sie bitten Ihre Nutzer, keine Mailadressen solcher Provider zu nutzen.
  • Sie vergeben eigenen Mailadressen.
  • Sie unterbinden die Nutzung bestimmter Mailadresen z.B. von AOL oder YAHOO in der Konfiguration Ihres Systems
  • Sie schließen sich der Initiative dearaol.com an
  • Sie leben mit dem Problem.