Seit 15.11.2005 gilt bei uns das Gesetz “Fahren mit Licht auch am Tag”. Ab morgen, 1.April 2006, wird derjenige auch zur Kasse gebeten, der sich nicht daran hält.
Ein Lichtfahrgebot – teils schon seit den siebziger Jahren – gibt es bereits in Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Slowenien, Estland, Lettland, Island, Mazedonien, Tschechien, Kroatien, Polen, der Slowakei, Litauen, Ungarn und Italien. In Deutschland, der Schweiz und Frankreich wird Fahren mit Licht am Tag den Lenkern empfohlen.
Einig ist man sich bei den Autofahrerklubs allerdings darüber, dass Fahren mit Abblendlicht nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann.
Sowohl ARBÖ als auch ÖAMTC wünschen sich daher von den Autoherstellern, dass diese möglichst rasch Neuwagen mit weniger grellen und sparsameren Tagfahrlichtern ausstatten und auch Modelle zur Nachrüstung von Pkws anbieten.
Die neuesten Statistiken zur Unfallbilanz und Studien zur Akzeptanz von Licht am Tag würden eindrücklich beweisen, wie erfolgreich die Verkehrspolitik der letzten Jahre gewesen sei, erklärte Verkehrsminister Hubert Gorbach bei einer Pressekonferenz Mitte März.
“92 Prozent der Autofahrer schalten Licht auch am Tag ein. Das bedeutet seit der Einführung im November 2005 eine Steigerung von 7 Prozent. Und die aktuelle Unfallstatistik belegt auf beeindruckende Weise die positiven Auswirkungen: Vom 1. Jänner 2005 bis zum 12. März 2005 gab es 114 Verkehrstote zu bedauern, im selben Zeitraum des heurigen Jahres verunglückten 83 Menschen tödlich. Nach wie vor 83 zuviel, aber der Rückganz um 31 Verunglückte ist absolut erfreulich und eine eindrucksvolle Bestätigung unserer Arbeit”, meinte Gorbach anlässlich aktueller Studien.
Auch der ARBÖ bestätigt diese 92 Prozent mit Stand 16.März. Was für mich bedeutet, dass immer noch 8% der Autofahrer den Lichtschalter vor dem Start nicht finden - und damit eine potentielle Einnahmequelle ab 1.April darstellen.