Knochenmarkspende, Leukämie, Aidsinfektion, Anti-Kriegs-Petition, Bonsai Kitten und mehr - tun Sie was Gutes - tun Sie nämlich bei derartigen Aufrufen NICHTS.
Seit Jahren kursieren immer wieder hartnäckig Aufrufe, für Schwerkanke Blut oder Knochenmark zu spenden, eine Petition für einen guten Zweck zu unterschreiben, gepeinigte Tiere zu retten, und eine Menge mehr. Immer ist natürlich so eine Email auch verbunden mit dem dringenden Wunsch, den Text an alle, die man kennt, weiter zu leiten. Damit der Aufruf auch richtig gut bekannt gemacht wird. Und immer wieder erreicht so eine Email auch Leute, die glauben, helfen zu können und dem Wunsch auch nachkommen.
Erreicht wird damit gar nichts - leider. Denn alle diese Aufrufe sind sogenannte Hoaxes, die nur eins zum Ziel haben: Traffic zu generieren und Arbeitszeit zu blockieren.
1998 hat bereits Howard Fuhs auf einer internationalen Tagung einen Vortrag zu diesem Thema gehalten (hier nachzulesen). Denn der wirtschaftliche Schaden, der durch die Masse an Hoaxes (=Falschmeldungen) entsteht, ist enorm. So hat eben Howard Fuhs als Beispiel ein Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitern genommen und eine Bearbeitungszeit von nur 2 Minuten für eine deratige Email. Damit wären auf einen Schlag etwa 1 1/2 Tage Arbeitszeit verschwendet, was das betroffene Unternehmen einiges an Geld kostet.
Sie erkennen einen Hoax am sichersten daran (wirkliche Regeln gibt es keine), dass verlangt wird, die Nachricht an möglichst viele Leute weiter zu senden. Was übrigends auch bei recht netten “ich bin dein Freund”-Mails vorkommt. Tun Sie es nicht. Schauen Sie lieber vorher hier nach, ob das nicht ohnehin schon ein uralter Hoax ist.