Passwörter sind wie Türschlösser: Sie können Gelegenheitseinbrecher abschrecken, gezielten Angriffen allerdings nur begrenzte Zeit standhalten. Trotzdem würde es niemandem einfallen, anstelle einer modernen Schließanlage an der Hauseingangstür ein einfaches Bundbartschloss zu montieren.
Schutz eigener Daten
Beim Schutz der eigenen Daten – sei es vor neugierigen Kollegen im Büro, sei es vor kriminellen Machenschaften im Internet – ist allerdings eine weit verbreitete Nachlässigkeit feststellbar. Da liegen kleine Zettel mit dem Passwort unter dem Mauspad oder kleben gar sichtbar auf dem Bildschirm, da werden Vornamen, Geburtsdaten, Autokennzeichen, Monatsnamen, „Harry Potter“ und ähnliche allseits bekannte Figuren verwendet oder der Name jenes Malers, dessen Bild im Büro hängt.
Nicht Tastatur abschreiben
Gängig – und deshalb als Passwörter ungeeignet – sind weiters die der Anordnung auf der Tastatur entsprechende Buchstabenfolge „qwert“ und Ziffernfolgen wie „12345“, „0815“ oder gar „0000“. Oft genügt es, versuchsweise ein paar Wörter einzutippen, und der Code ist geknackt. Professionelle Hacker hingegen verwenden Spezialsoftware, die innerhalb weniger Stunden zig Millionen Kombinationen ausprobiert.
Quelle: konsument.at
Kombination von Zahlen und Buchstaben
Verwenden Sie am besten einen Satz, den Sie sich leicht merken können. Ein Beispiel:
Aus dem Satz “Heuer werde ich fünfzig” wird das Passwort Hwi50″
Und mischen Sie Gross- und Kleinschreibung. Das ist zwar auch kein 100%iger Schutz - aber es dauert länger, hier das Passwort zu knacken.
Vor allem: verwenden Sie nicht immer das gleiche Passwort, ändern Sie es regelmässig und nutzen Sie dafür Spezialsoftware zum Speichern, keine herumliegenden Zettel.
Hier ein Passwort-Tool, das ich schon sehr lange nutze:
für Windows-Betriebssysteme: 1Password
für Linux-Betriebssysteme: PwManager