Januar 2006
Monats-Archiv
Mi 18 Jan 2006
Geschrieben von ijb in Kategorie
Tatort Internet (edit this) Comments Off
Organisierte Cyberkriminalität treibt 2006 neue Blüten
Botnets- und Phishing-Attacken viel gefährlicher als Viren
So titelt presseext.at seine Aussendung vom 16.Jänner.
Dafür zieht sich die Nigeria Connection wieder ein wenig auf alte Pfade zurück. Das hoffentlich wirklich schon allen bekannte Angebot einer geschäftlichen Transaktion kam dieser Tage per Fax zu mir - natürlich ohne Absenderkennung. Vorsicht vor solchen Faxen
Sicher kennen Sie die Emails, die seit Jahren immer wieder auftauchen, in denen Ihnen ein super tolles Geschäft angeboten wird. Meist in schlechtem Deutsch und aus der Gegend von Nigeria, Zimbabwe und anderen Ländern dieser Ecke. Immer aber wird auf die Tränendrüse gedrückt wegen politischer Verfolgung und darauf hingewiesen, dass Sie behilflich sein könnten, eine grosse Menge Geldes ausser Landes zu bringen. Hoher Lohn wird Ihnen selbstverständlich in Aussicht gestellt.
Jetzt habe ich wie gesagt eine Abart davon per Fax erhalten - Absender natürlich unkenntlich. Ist clever - denn die Emails landen bereits seit langem bei mir im Spamfilter. Beim Fax habe ich diese Möglichkeit nicht. Auch keine Kennung wie bei einer Email, die weiterverfolgt werden kann.
Vorsicht auf jeden Fall - diese Angebote zielen nur auf eines ab: Ihre Bankdaten zu erhalten! Und das ganz sicher nicht zum Zwecke einer Spende
Di 17 Jan 2006
In Österreich war bisher die Zusendung nicht verlangter Werbung per Email an Unternehmen erlaubt, sofern ein “anzunehmendes Interesse an dem Angebot” bestand. Das ändert sich ab 1.März 2006!
Mit 1.März 2006 tritt eine Novelle des TKG aus 2003 in Kraft, die (endlich) auch den Spam von Unternehmen zu Unternehmen eindeutig unterbindet. Endlich hat die Regierung in Österreich die EU-Richtlinie umgesetzt und das mißglückte erste TKG geändert. Ab 1.3.2006 gelten neue Regeln für den Versand von eMail!
Was des einen Freud, ist des anderen Leid.
Mich persönlich freut das, denn endlich erhalte ich nicht von jeder Newsletter-aktiven Firma in Österreich laufend Werbung. Viele hatten sich einfach die Herold-Business-CD gekauft und an alle darin enthaltenen Adressen ihre Newsletter versandt - egal, ob sinnvoll oder nicht. So wurden mir schon Ladeneinrichtungen angeboten, Filmproduktionen oder auch Dienstleistungen, die ich üblicherweise selbst anbiete. Völlig unsinnige Verschwendung von Internet-Traffic und (meiner) Zeit. Täglich an die vier bis fünf derartige Emails - oftmals sogar in einer Grösse von 5 MB und mehr……
So manche Marketing-Agentur allerdings ist nicht erfreut - müssen sie sich doch jetzt tatsächlich überlegen, wie sie an erlaubte Adressen kommen. Denn nun ist definitiv geregelt, dass eine Zustimmung des Empfängers vorhanden sein muss. Und einer globalen Werbezusendung stimmt kaum jemand freiwillig zu. Bitter zudem für die Unternehmen, die tatsächlch zielgruppengerechte Adressen teuer angekauft haben. Auch die sind nun wertlos.
Neugierig auf den März wartend, sehe ich schon die eine oder andere recht skurile Situation auf uns zukommen…..
Wer Interesse am Gesetzestext hat, kann ihn hier als pdf downloaden:
Änderung des TKG 2003, gültig ab 01.03.2006
Mo 16 Jan 2006
Ihre Emailadresse wird als Absender von zig-tausenden Spammails benutzt? Natürlich vorausgesetzt, Sie waren das nicht selbst…..
Ein mehr als ärgerlicher Umstand, denn erstens wird diese Email-Adresse dann “verbrannt”, wie’s im Fachjargon heisst. Warum? Weil sie in vielen Postfächern dann einfach im Spamfilter landet und eine wirklich Email von Ihnen an dieses Postfach gar nicht mehr durchkommt. Ärgerlich auch, weil meistens eine Lawine an “konnte nicht zugestellt werden” Retourmeldungen bei einem landet. Und man damit nur sinnlose Aufräumarbeit hat. (more…)
So 15 Jan 2006
Geschrieben von ijb in Kategorie
Tatort Unternehmen ,
Organisation ,
Marketing (edit this) Comments Off
Keine Angst, ich will nicht wieder auf die Abmahnungen in Sachen Markenrecht eingehen. Das Thema wurde schon eingehend - speziell in “Kleinbloggersdorf” - abgehandelt. Heute gehe ich auf den Begriff der Marke selbst ein.
Wann ist ein Name, eine Bezeichnung eine Marke?
Wie erkennt man es?
Wie registriert man selbst eine Marke?
Hier die Erklärung des österreichischen Patentamtes zum Begriff “Marke”.
Was ist eine Marke?
Die Marke ist ein Unternehmenskennzeichen, das Waren und Dienstleistungen verschiedener Unternehmen voneinander unterscheidet. Sie gibt dem Konsumenten die Möglichkeit, ein Produkt eines bestimmten Herstellers oder Anbieters im Geschäftsleben zu identifizieren. Dem Unternehmer dient die Marke als Abgrenzungsmittel im geschäftlichen Verkehr gegenüber anderen Anbietern sowie als unentbehrliches Marketingtool. Rechtlich gesehen ist die Marke ein selbständiges Vermögensrecht.
Hier die Webseite zur Recherche, ob ein Name als Marke bereits geschützt ist:
Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt
Ja, und wenn Sie selbst eine Marke registrieren möchten, sollten Sie auf jeden Fall mit einem Patentanwalt darüber sprechen. Kostet zwar Geld, ist es aber wert. Und ausserdem meistens mit der Betriebsrechtschutzversicherung abgedeckt.
Sa 14 Jan 2006
Auch wenn der Strukturvertrieb, MLM, Network, Empfehlungsmarketing oder wie immer man es nennen will nicht immer den besten Ruf hat - einige meiner Klienten haben diesen Zweig gewählt. Und wenn man es als ernsthaftes Geschäft betreibt, sehe ich persönlich keinen Unterschied zu anderen Branchen. Daher habe ich schon vor Jahren diesen Artikel geschrieben - die Übersetzung einer englischen Ausarbeitung, wieder mit meinen persönlichen Erfahrungen angereichert und eingedeutscht. Er hat heute noch Gültigkeit und daher kommt er jetzt auch in diesen Blog. In der Hoffnung, dass er gerade Neueinsteigern ein wenig Licht ins Dunkel bringen kann.
Das Original stammte damals (2001) von den Seiten http://mlm.com. Hier nun für Sie die deutsche Version: (more…)
Fr 13 Jan 2006
Jeder Unternehmer kennt das: wenn’s heisst “Fahrtenbuch”, sträuben sich vielen die Nackenhaare.
Egal, ob man als Unternehmen selbst ein Fahrtenbuch zu führen hat oder ob Mitarbeiter dafür verantwortlich sind. Es ist einfach ein ungeliebtes Kind. Und doch so zwingend nötig.
Natürlich gibt es bereits die tollsten elektronischen Angebote, die das Führen eines Fahrtenbuches vereinfachen, erleichtern. Aber die kosten Geld. Daher heute ein paar Tipps von mir, wie man mit wenig Aufwand doch zu seinen nötigen Unterlagen kommt: (more…)
Do 12 Jan 2006
Was haben Hollywood, das Sozialgericht Bremen und Heidi Klum gemeinsam? Ich sag’s Ihnen gleich……
Nein, ich selbst bin nicht abgemahnt worden. Aber in meiner direkten Nähe sind zwei Fälle bekannt geworden, die zu den beiden in der Bloggerszene ja bereits zur Genüge besprochenen Fälle des Sozialgerichts Bremen und der Familie von Heide Klum passt.
Was haben Thomasroith und die OÖ GKK mit Hollywood zu tun?
Ja, Sie haben richtig gelesen - der Ruf der kleine oberösterreichische Gemeinde Thomasroith und der oberösterr.Gebietskrankenkasse reicht bis nach Hollywood.
Die Filmakademie im kalifornischen San Francisco fühlt sich scheinbar vom “Kinder-Umwelt-Oscar” der Volksschule Thomasroith in Oberösterreich bedroht. Der Schule wurde per Anwaltsbrief der Begriff “Kinder-Umwelt-Oscar” untersagt. Näheres dazu beim ORF.
Gleiches passierte der OÖGKK (oberösterreichische Gebietskrankenkasse) noch in den letzten Tagen des alten Jahres mit dem österreichischen Gesundheitspreis, der bisher “Oskar” hiess. Auch dazu berichtete der ORF auf seiner Webseite.
Der Abmahn-Wahn treibt wahrlich seltsame Blüten……
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